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Kunst am (grauen) Bau mit Fixscreen Senkrechtmarkisen

(13.8.2016) Rund 500 m² Fixscreen Senkrechtmarkise von Renson hat die Schweizer Künstlerin und Fotografin Shirana Shahbazi zu einem lebendigen Fassadenkunstwerk komponiert. Die gebürtige Iranerin ist für ihre Arbeiten mit kräftigen Farben weltbe­kannt.


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alle Fotos © Renson

Das siebengeschossige, zweimal leicht geknickte Gebäude des Studentenwohnhauses Aspholz / Cäsar-Ritz-Strasse in Zürich (siehe Google-Maps) bietet in 30 Wohnungen und 11 Studios Platz für 332 Studierende und ist damit das größte Studentenwohn­haus Zürichs. Die WG-Wohnungen in dem Großbau sind zum Westen hin 1½-geschos­sig ausgebildet. Durch hohe und breite Fenster gelangt es Darlington Meier Architek­ten aus Zürich, das Sonnenlicht aus den vorgelagerten Loggien tief bis in die Wohn­küchen und Aufenthaltsräume der Großwohnungen zu tragen. Dementsprechend an­spruchsvoll sind auch die Dimensionen des erforderlichen Sonnenschutzes: Die größte Senkrechtmarkise misst rund 18 m².

Windfeste Leinwände

So große textile Flächen rufen förmlich nach farbiger Gestal­tung. Die Idee, sie gleichsam als künstlerisch zu gestaltende Leinwände einzusetzen, funktioniert allerdings nur dann lang­lebig, wenn es gelingt, die Markisen zuverlässig glatt und sturmfest zu spannen. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass die Markisen nicht vor Fenstern, sondern vor of­fenen Loggien platziert sind. Renson löste diese Aufgabe mit der Senkrechtmarkise Fixscreen. Sie ist für Windgeschwindig­keiten bis zu 130 km/h geprüft und kann bis 6,000 mm breit oder 6.000 mm hoch sein. Die größtmögliche Markisenfläche beträgt 22 m². In den Loggien sind die Senkrechtmarkisen deckenbündig integriert. Dafür wählten die Architekten die Kassette im quadratischen Square design mit einer versenkbaren Endschiene: 

Farbig gestaltet

Neben den rein mechanischen Eigenschaften spielte bei der farbigen Beschichtung die gewählte Tuchart eine große Rolle. So sollte das Tuch einerseits vor Sonne schützen, aber ande­rerseits auch Licht durchlassen, damit es in den Wohnungen im Sommer nicht zu dunkel wird. Ferner sollte der Behang far­big gestaltbar und die Farbigkeit außen wie innen beeinfluss­bar sein. Als Basis für die farbig gestaltete Westseite des Ge­bäudes wurde das Polyestertuch Soltis 86 in Weiß gewählt. Das weiße Tuch ist zu 86% geschlossen. Der Transmissions­grad des Sonnenlichts liegt im Gegenzug bei 14%, wodurch die Senkrechtmarkise merklich abdunkelt, aber dennoch den (Durch)Blick von innen nach außen ermöglicht.

Diese Transparenz nutzte die Künstlerin, um das Farbenspiel der Außenseite mit einem weiteren Farbenspiel der Innenseite zu überlagern. Dafür wurden die Markisen auch von innen farbig mit einem anderen, variierenden Farbenmuster beschichtet. Für die Bewohner entsteht daraus, von außen nicht erkennbar, eine Farbüberlagerung. Die Farbmuster der Markisen werden so von innen betrachtet noch komplexer, vielfältiger und reizvoller.


© Shirana Shahbazi

Für die exakte farbige Beschichtung der Tücher entwickelte die Künstlerin einen Fas­sadenplan, der die über die ganze Fassade verlaufenden, geometrischen Muster auf­zeigt. Daraus wurden dann die Teilmuster der einzelnen Senkrechtmarkisen entwickelt:


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© Shirana Shahbazi

Jede der farbigen Markisen ist eine eigenständige Farbkomposition, die sich mit den benachbarten Markisen zu einem erweiterten Farbenspiel verbindet. Das maximal voll­kommene Kunstwerk entsteht, wenn alle Markisen des Gebäudes gleichzeitig herun­tergefahren sind. Weil dies aber nur sehr selten geschehen dürfte, wird sich diese bewegte Kunst wohl nur wenigen und aufmerksamen Betrachtern vollumfänglich prä­sentieren.

Weitere Informationen zu Fixscreen Senkrechtmarkisen können per E-Mail an Renson angefordert werden.

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