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Hochwassersicher verlegter Pflastersteinbelag in Bad Schandau

(16.9.2016) Kaum ein Ort in Sachsen ist so häufig vom Hochwasser betroffen wie Bad Schandau. Nach dem Jahrtausendhochwasser im Sommer 2002 trat die Elbe, die direkt am Ortskern vorbeifließt, noch drei weitere Male über die Ufer. 2013 erreichte sie bei­nahe noch einmal den Höchststand und verursachte wieder erhebliche Schäden. Unter anderem war auch der Marktplatz betroffen (siehe Google Maps). Darum sollte jetzt (endlich) eine absolut hochwassersichere  Verlegung und Verfugung den Marktplatz vor weiteren Hochwasserschäden bewahren.


alle Fotos © PCI

Die Stadt Bad Schandau nutzte die Sanierung zudem zur Umgestaltung des Platzes. So wurden beispielsweise eine Busschleife und etliche Pflanzinseln integriert.

Die Pflasterarbeiten auf dem Marktplatz wurden in gebundener Bauweise auf einer festen Tragschicht aus wasserdurchlässi­gem Drainmörtel erstellt. Wo starke Kräfte auf den Belag ein­wirken, z.B. bei Kreisverkehren oder Busspuren, ist diese Bau­weise dank der engen Bindung von Fugenmörtel und Pflaster unumgänglich. Darüber hinaus bewähren sich gebundene Kon­struktionen bei Starkregen wie auch bei Hochwasser oder Rei­nigungsarbeiten per Hochdruckreiniger. Herkömmliche Sandfu­gen halten solchen Belastungen nicht stand, ermöglichen ein Auswaschen der Fugen und schlimmstenfalls ein Unterspülen des gesamten Pflasterbelages.

Auch die Lärmbelästigung ist durch den Fugenabschluss auf Pflasterebene geringer als bei einem ungebunden verlegten Pflaster. Nicht zuletzt profitieren auch Fußgänger und Radfah­rer, denn Pflasterflächen mit gebundenen Fugenfüllungen sind besser und angenehmer begehbar bzw. mit schmalen Reifen befahrbar.

Dauerhaft sicher verlegt und verfugt mit PCI-Produkten

Die Verlegung der Pflastersteine erfolgte in Verbindung mit PCI Repahaft: Um einen optimalen Haftverbund zu erzielen, wurde die Unterseite der Granitsteine vor dem Ver­legen in die wasserfeste und frostbeständige Mörtel-Haftbrücke getaucht.


vor der Verfugung

Zum Verfugen wurde der speziell für hohe Belastungen entwickelte, nicht drainfähige Zement-Pflasterfugenmörtel PCI Pavifix CEM verwendet. Im Schlämmverfahren wurde der fließfähige Fugenmörtel, der sich für Fugenbreiten ab 5 mm eignet, auf die vorge­nässte Pflasterfläche aufgebracht, mit einem harten Gummischieber verteilt und in die Fugen eingebracht:

Nach dem Verfugen wurde die Pflasterfläche von überschüssi­gem Fugenmörtel mit Hilfe eines Schwammbrettes oder - weit weniger mühsam - durch horizontales Abspritzen mit einer Flachstrahldüse gereinigt (siehe Bild rechts).

Für das Verfugen der Baumringe kam PCI Pavifix CEM ROC als standfester Fugenmörtel zum Einsatz (siehe Bild unten). Für die dauerelastische Verfugung der Dehn- und Bewegungsfugen wurde PCI Elritan 140 zusammen mit der Haftgrundierung PCI Elastoprimer 110 für die Fugenflanken verwendet.

Die Pflasterarbeiten auf der Ostseite des Marktplatzes wurden inklusive der Busspur bis Ende 2015 fertiggestellt. Die Arbeiten auf der Westseite wurden im Frühjahr 2016 fortgeführt.

Weitere Informationen zu gebunden verlegtem Pflaster können per E-Mail an PCI angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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