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Rieder 360°: Niedriges Lärmschutzmäuerchen nah an der Lärmquelle und ohne Sichtbarrieren

(21.9.2016) Der Betonspezialist Rieder verfügt seit Juni 2016 als erster Anbieter in Deutschland über eine Vollzulassung für eine niedrige Lärmschutzwand. Erste Projekte wurden bereits 2014 in Burghausen und in Passau realisiert. Der Einsatz an weiteren Streckenabschnitten sei in Planung.


alle Fotos © Rieder

Rieder 360° kann näher an der Lärmquelle errichtet werden als herkömmliche Lärm­schutzwände und wirkt somit unmittelbarer dort, wo der wesentliche Lärm des Bahn­verkehrs entsteht - nämlich direkt an der Schiene. Dadurch wird trotz geringerer Höhe eine bemerkenswerte Abschirmwirkung erreicht. Ein weiterer zentraler Vorteil ist die unverbaute Sicht auf Landschaft und Städte - sowohl für Anwohner als auch für Zug­passagiere.

Je nach Anforderung bietet Rieder verschiedene Systeme zum Schutz des Menschen vor Lärm. Das Baukastensystem „Railways by Rieder“ ermöglicht diverse Konstruktio­nen für Freilandstrecken, Tunnel, Brücken, Stationen und Bahnhöfe. Es wurde zusam­men mit Architekten und Verkehrspsychologen entwickelt und lässt so eine optimale Kombination von Funktion und Design erwarten. 

Kurze Bauzeiten

Rieder 360° wird nah am Gleis zwischen Gleis und Mastgasse errichtet und eignet sich daher besonders für Sanierungen von bestehenden Bahnstrecken mit engen Platzverhältnissen. Der hohe Grad der Vorfertigung rationalisiert Bauprojekte. Die Mon­tage der Lärmschutzwände entlang der 1,6 km langen Strecke für das Pilotprojekt in Burghausen dauerte nur 18 Stunden. Dank der kurzen Gleissperrzeit konnte der Zugverkehr rasch wieder aufgenommen werden.

Die Elemente können direkt vom Gleis mittels Gleisbagger zwi­schen die Stahlprofile eingefädelt werden. Die Lagerung der Elemente in den Stützen erfolgt über einbetonierte Funda­mentbänder. Somit können die Lärmschutzelemente bei Bedarf nachträglich auch wieder ohne großen Aufwand demontiert werden. Alternativ kann die Lärmschutzwand auch unmittelbar und ohne weitere Gründung auf einem Planum aufgestellt wer­den.

Rieder 360° besteht aus Betontragschalen und Holzbeton-Ab­sorbern. Die der Lärmquelle zugewandte Seite wird mit hoch­absorbierendem Holzbeton (Schallabsorption 16dB, Absorp­tionsklasse A4) ausgeführt. Ausgangsmaterial für die Produk­tion des Naturbaustoffs Holzbeton sind Weichholzspäne, die z.B. als Restholz bei der Holzverarbeitung anfallen. Der ökolo­gische Baustoff ist mit dem Natureplus Zertifikat ausgezeich­net. Durch seine strukturierte Oberfläche und wellenartige Form weist er eine besonders hohe Lärmabsorption auf. Die Messergebnisse an der Lärmschutzwand Burghausen belegen eine Schallreduktion bei Triebzügen um 6,5 und 11 dB(A) so­wie bei Güterzügen um 4 und 7 dB(A).

Weitere Informationen zum Rieder 360°-Lärmschutzsystem können per E-Mail an Rieder angefordert werden.

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