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Heizspiegel für 2015 weist große Heizkosten-Unterschiede für Erdgas, Öl und Fernwärme aus

(2.11.2016) Die durchschnittlichen Heizkosten haben sich 2015 in Deutschland ausgesprochen uneinheitlich entwickelt:

  • Durch gesunkene Rohölpreise ist das Heizen mit Heizöl fast ein Fünftel günstiger geworden.
  • Bei Häusern mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung gab es dagegen kaum Veränderungen.

Die gemeinnützige co2online GmbH hat heute (2.11.) zum zwölften Mal den in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund erstellten Heizspiegel für Deutschland veröffent­licht. Demzufolge zahlten die Bewohner einer durchschnittli­chen 70 m² großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Heizölheizung im vergangenen Jahr im Schnitt 755 Euro - und damit 175 Euro weniger als 2014. In Wohnungen mit Fernwär­me und Erdgas blieben die durchschnittlichen Kosten konstant bei 965 bzw. 830 Euro.

Vergleichswerte des Heizspiegels: Gebäudebaujahr wird berücksichtigt

Der Heizspiegel ist für Wohngebäude anwendbar, die zentral mit Erdgas, Heizöl oder Fernwärme beheizt werden. In den Vergleichswerten sind die Anteile für Raumwärme (Heizen) und für die Warmwasserbereitung enthalten. Erstmals berücksichtigt der diesjährige Heizspiegel auch das Baujahr des Gebäudes. So sollen Verbraucher den energetischen Zustand ihres Hauses noch genauer einstufen können. Diese Heizspie­gel-Vergleichswerte nach Baujahren sind ausschließlich online verfügbar.

Für den „Heizspiegel 2016“ (für das Abrechnungsjahr 2015) wurden rund 40.000 Ge­bäudedaten zentral beheizter Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet.

Prognose für 2016: Heizkosten werden voraussichtlich sinken

Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online, erwartet, dass „die Heizkosten auch im Abrechnungsjahr 2016 sinken werden. Bei Erdgas und Fernwärme könnten es fünf Pro­zent sein, beim Heizöl sogar zehn Prozent. Das liegt zum einen daran, dass das Wetter in den ersten neun Monaten 2016 etwas wärmer war als 2015. Zum anderen sind auch die Energiepreise in diesem Zeitraum gesunken.“

Mieterbund rät: Verbrauch checken und Sparmöglichkeiten nutzen

Unabhängig von der Entwicklung der Energiepreise und vom Wetter können viele Ver­braucher bei ihren Heizkosten auch eigeninitiativ sparen - erinnert Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten: „Leider wissen die wenigsten, wieviel Energie sie für Heizen und warmes Wasser im Jahr verbrauchen und ob die Kosten der letzten Abrechnung niedrig oder hoch waren. Mit dem Heizspiegel für Deutschland können Mieter und Eigentümer die Verbräuche und Heizkosten ihres Wohngebäudes richtig einschätzen. So lässt sich Sparpotenzial erkennen und nutzen!“

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