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Vom Stall zur hellen Loft-Wohnung mit u.a. XXL-Segmentbogenfenstern aus Holz

(14.11.2016) Das 1897 erbaute Remontedepot im Südosten des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen auf der Schwäbischen Alb (siehe Google-Maps) diente anno dazumal der Aufzucht und Unterbringung von Militärpferden. Zu der Anlage gehörten fünf Stallungen für je 60 Pferde, die nach Plänen des Stuttgarter Architekten Karl Märklin erbaut wurden und gestalterisch den Bauten des von ihm entworfenen „Alten Lagers“ entsprachen.


Remontedepot vor dem Umbau
alle Fotos © Kneer-Südfenster

Ende 2011 ging das Areal in den Besitz der Vitaform-Schuhfabrik über. Die Gebäude wurden nach und nach schonend umgebaut und mit Respekt vor dem Bestand saniert. Das Remontedepot ist heute Teil einer denkmalgeschützten Anlage, zu der auch ein Verwaltungsgebäude, die einstige Kommandantenvilla und ein kleines „Schulhaus“ gehören.

In einem ersten Bauabschnitt wurde das Remontedepot, in dem sich zuletzt ein Reiterhof befand, als offen angelegter Wohnraum um- und ausgebaut – für großzügiges, ebenerdiges Wohnen mit hohem Komfort. Alle Umbaumaßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt.


Der Bauherr, als Schuhdesigner mit geschultem Auge für Gestaltung, hatte klare Vorstellungen von der Innenarchitektur und den Materialien, die für den Ausbau eingesetzt werden sollten: Modernes Loft-Wohnen mit authentischen und dem Objekt angemessenen Formen und Farben und unter Einbeziehung von historischen Elementen. So wurden beispielsweise ehemalige Pferdetröge in das Badkonzept eingebunden oder ein Steinbrunnen als Skulptur im Wohnraum integriert:


Historische Fensterformen mit Segmentbogen

Raumbildende Ausbauten, Wanddurchbrüche und Säulen strukturieren und verbinden die unterschiedlichen Wohnbereiche. Die natürliche Belichtung der weiträumigen Wohnfläche ist über große Fensteröffnungen gelöst. Dabei wurden die historischen Fensterformen mit Segmentbogen beibehalten, wobei die ursprünglichen Öffnungen wieder freigelegt wurden. Bodentiefe Festverglasungen und bis zu 3,10 Meter hohe Fensterelemente bringen Licht und Transparenz in die offen angelegten Räume. 

Symmetrisch angeordnete, raumhohe Glaselemente schaffen einzigartige Perspektiven in dem an den Wohnraum angrenzenden Schwimmbad. Bauliche Details wie Gewölbedecken, Nischen und Backstein-Mauerwerk mit Miniaturfenstern im Kontrast zu glatten, weiß gestrichenen Wänden und Fenstern im XXL-Format, Naturstein-Böden und ein offener Kamin setzen den Raum in einen zeitlosen Dialog mit dem historischen Gebäude.

Fensterrahmen passend zum Bodenbelag

Die Fenster und die Haustür wurden in massiver Eiche individuell von Kneer-Südfenster für das Objekt angefertigt. Zum Einsatz kam das Holzfenster-System HF 90, das auf Wunsch des Bauherren mit einer matten Sonderbeschichtung versehen wurde, die die natürliche Ausstrahlung des Eichenholzes unterstreicht. Der Farbton wurde zudem passend auf den Bodenbelag abgestimmt.


Die Kombination von hoch wärmedämmenden Fensterrahmen sowie einer Dreifach-Verglasung (Ug = 0,6 W/m²K) führt zu einem Wärmedurchgangskoeffizienten des gesamten Fensters (Uw) von 1,0 W/m²K. Die neuen Fenster wurden zusätzlich mit einem erhöhtem Einbruchschutz (VSG 10 mm und Verschluss- und Öffnungsüberwachung) versehen.

Eine besondere Herausforderung für das Fensterbau-Unternehmen waren die riesigen Festverglasungen, die im Werk gefertigt und als Bausatz auf die Baustelle geliefert wurden. Die teilweise bis zu 460 kg schweren Scheiben mussten per Kran versetzt werden. Zur Montage war ein geschultes Team der Schreinerei Fiegenbaum aus Lenningen vor Ort, das die einzelnen Elemente fachgerecht eingebaut hat.


Außerdem: Das Objekt ist mit zeitgemäßer Haustechnik ausgestattet, die über ein Bus-System gesteuert wird. Dazu gehören die Fernwärmeversorgung über eine Pelletheizung, Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Steuerung via Präsenzmelder und Home-Server.

Weitere Informationen zu Segmentbogenfenstern aus Holz bzw. zum Holzfenster-System HF 90 können per E-Mail an Kneer-Südfenster angefordert werden.

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