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Klimaschutzplan 2050: Nach Kompromiss bei Kohleenergie muss die Dämmung es richten

(23.11.2016) Sollen die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreicht werden, müssen insbesondere die alten Gebäude in Deutschland künftig noch sparsamer mit Energie umgehen als bisher geplant - das ist die Konsequenz eines Kompromisses, auf den sich die beteiligten Bundesministerien beim Klimaschutzplan 2050 geeinigt haben. Danach darf die deutsche Industrie bis zum Jahr 2030 zehn Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO₂) mehr ausstoßen als im Entwurf des Bundesumweltministeriums zum Klimaschutzplan zunächst vorgesehen war.

Um das Gesamtziel an Treibhausemissionen nicht zu verfehlen, soll es nun der Gebäudebereich richten und zusätzliche acht Millionen Tonnen CO₂ weniger ausstoßen. „Damit kommt der Fassadendämmung als einer sinnvollen und effizienten Möglichkeit, Heizenergie zu sparen, eine nochmals höhere Bedeutung zu“, erwartet Lothar Bombös, Vorsitzender des Vorstands der Brancheninitiative Qualitätsgedämmt e.V. (QDeV).


Nach Informationen des FIZ Karlsruhe sind die typischen Wärmeverluste in einem Einfamilienhaus, das vor 1995 gebaut wurde, durchschnittlich bei der Heizung am größten. Ungedämmte Außenwände lassen etwa 20 bis 25% der Wärme verlustig gehen. (Grafik aus dem Beitrag „Wo und wie geht Wärme im Haus verloren?“ vom 20.7.2010.)

Zur Erinnerung: Die Gebäude in Deutschland sind für etwa ein Drittel aller CO₂-Emissionen und rund 40% des Endenergieverbrauchs verantwortlich. Mehr als 60% der Fassaden sind bis heute nicht gedämmt. Der aktuell gültigen Energie-Einsparverordnung (EnEV) entsprechen nur rund 20% aller Gebäude - fast ausnahmslos im Neubau. Bei einem freistehenden Haus aus dem Bestand geht im Durchschnitt mehr als ein Viertel der gesamten Heizenergie über die Gebäudehülle verloren. Folgerichtig kommt der Sanierung von Fassade, Dach sowie Fenstern eine Schlüsselrolle beim Energiesparen und damit beim Umweltschutz zu. Daher will die Bundesregierung, dass „deutlich mehr und deutlich schneller in die energetische Optimierung des heutigen Bestandes investiert wird“, wie es im Klimaschutzplan 2050 heißt.

Der knapp vor der Klimakonferenz 2016 in Marrakesch verabschiedete „Klimaschutzplan 2050“ soll aufzeigen, wie Deutschland bis Mitte des Jahrhunderts weitgehend ohne Treibhausgas-Emissionen wirtschaften kann. Dazu sollen die gesamten Wohngebäude im Durchschnitt nur noch knapp 40 kWh/m²a benötigen.

Zur energetischen Gebäudesanierung haben Bund, Länder und auch Kommunen meist in Zusammenarbeit mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) diverse Förderprogramme aufgelegt. Die Schaffung von finanziellen Anreizen für Hausbesitzer ist auch in der aktuellen Fassung des Klimaschutzplans 2050 ausdrücklich vorgesehen. „Die wirkungsvollste Motivation für Hausbesitzer zur energetischen Sanierung wäre nach wie vor die Möglichkeit zur steuerlichen Absetzbarkeit“, meint QDeV-Vorstand Lothar Bombös. „Es wäre jetzt, rechtzeitig vor der Bundestagswahl, ein wichtiges Signal, diesen hilfreichen Schritt neu aufzugreifen“.

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