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Neue Datenbank von BDEW, DVGW und VKU erfasst Nitratgehalt von Trinkwasserressourcen

Grundwasserdatenbank „Nitrat“ (GWDB-Nitrat)
  

(22.3.2017; Weltwassertag) In der neuen Grundwasserdatenbank „Nitrat“ (GWDB-Nitrat) erfassen die Branchenverbände BDEW, DVGW und VKU bundesweit die Nitratbelastung des Grundwassers. Die GWDB-Nitrat knüpft an die 2011 eingerichtete „Rohwasserdatenbank Wasserversorgung Pflanzenschutzmittel“ an und versteht sich gleichsam als „Wareneingangskontrolle“ der Wasserwerke. Die Datenbank umfasst aktuell 1.100 Vorfeldmessstellen und 3.700 Rohwasserentnahmestellen mit zusammen über 50.000 Nitratanalysen. Ziel der Initiative ist es, die Nitratbelastung in den Wasserschutz- und Einzugsgebieten der Trinkwasserbrunnen systematisch zu dokumentieren. Später sollen daraus gezielte Gegenmaßnahmen abgeleitet werden.

Die ersten Auswertungen zeigen bereits, dass dringender Handlungsbedarf besteht: An 25% der Vorfeldmessstellen wird der Grenzwert von 50 Milligramm (mg) Nitrat pro Liter überschritten. In der Spitze werden sogar Werte bis 400 mg Nitrat pro Liter erreicht.

Nitratabbauvermögen der Böden lässt nach

Noch verhindert das natürliche Nitratabbauvermögen der Böden, dass das Nitrat die Trinkwasserbrunnen erreicht. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass dieses Abbauvermögen in einigen Regionen bereits deutlich nachlässt. Es droht die Gefahr, dass dann enorme Nitratfrachten an den Trinkwasserbrunnen ankommen.

Zur Erinnerung: Das Nitrat stammt überwiegend aus der Überdüngung der landwirtschaftlichen Flächen: Was die Pflanzen nicht aufnehmen, kann ins Grundwasser sickern und die Trinkwasserressourcen gefährden.

Neue Düngegesetzgebung

Die neue Düngegesetzgebung sieht eine sogenannte Stoffstrombilanz vor, d.h. eine Bilanzierung der Stickstoffmengen, die auf den Hof kommen und ihn wieder verlassen. BDEW, DVGW und VKU begrüßen dies ausdrücklich. Denn nur durch eine umfassende Nährstoffbilanzierung und deren verbindlich festgelegte Überwachung kann eine Begrenzung der Stickstoffeinträge in die Gewässer erreicht werden. Die neue Bilanzierung muss daher sofort und für alle Betriebe kommen.

Für die Wasserversorgung ist es wichtig, dass eine gewässerverträgliche Landbewirtschaftung in Deutschland zur Realität wird. Die neue GWDB-Nitrat soll hierfür den zukünftigen Referenzmaßstab bilden, inwieweit sich das neue Düngerecht positiv auf die Nitratgehalte in den Trinkwasserressourcen auswirkt.

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