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Brandrisiko minimieren - Sicherheit in der Küche

(23.10.2001) Kein anderer Raum einer Wohnung birgt so viele Brandgefahren wie die Küche. Hier stehen nicht nur die meisten elektrischen Geräte, sondern auch hohe Temperaturen sind an der Tagesordnung.

Daher gibt es einige Grundregeln, die Sie stets beachten sollten:

  • Eingeschaltete Elektrogeräte wie Wasserkocher oder Friteusen niemals unbeaufsichtigt lassen, selbst dann nicht, wenn eine Abstellautomatik am Gerät vorhanden ist.
     
  • Geräte, die während des Betriebes eine hohe Hitze erzeugen, sollten auf einem feuerfesten Untergrund stehen.
     
  • Auch auf den Kühlschrank, der eine relativ geringe Betriebswärme erzeugt, sollte ein Augenmerk gerichtet sein. Bei diesen Geräten ist darauf zu achten, dass die Betriebswärme ungehindert abziehen kann und die Entlüftungsschlitze niemals zugedeckt sind.


Auch wenn Sie noch so aufmerksam sind, oftmals genügt eine plötzliche Ablenkung und das Speisefett in der Pfanne wird überhitzt und fängt Feuer.
  • Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen!
     
  • Von der Fritteuse und dem Küchenherd gehen besondere Gefahren aus, denn in der Küche entstehen Brände am häufigsten durch spritzendes Fett, das sich selbst entzündet.
     
  • Speisefett kann in wenigen Minuten überhitzen und sich selbst entzünden. Pfannen, Fritteusen und Töpfe niemals unbeaufsichtigt lassen.
     
  • Sollte dennoch in der Küche ein Fett-Brand entstehen, darf dieser niemals mit Wasser gelöscht werden! Das in das heiße Fett gegossene Wasser verdampft schlagartig und reißt das brennende Fett aus der Pfanne und setzt unter Umständen die gesamte Küche in Brand. Darüber hinaus verursacht das heiße, brennende Fett schwerste Verbrennungen.
     
  • Brennende Pfannen löscht man am besten mit einem Deckel; das Feuer wird so erstickt.
     
  • Die Filtermatten in den Dunstabzugshauben sättigen sich mit der Zeit mit Küchendämpfen und Fett. Daher sollten diese nicht nur aus hygienischen Gründen regelmäßig ausgewechselt werden.
     
  • Flambieren Sie auch nie unter der Dunstabzugshaube. Der Filter fängt leicht Feuer und die durchströmende Luft versorgt den Brand mit reichlich Sauerstoff, so dass sich der Brand extrem schnell ausdehnen kann.

Feuerlöscher für den Ernstfall

Für den Ausnahmefall, dass es zu einem Entstehungsbrand kommt, gilt es einen Feuerlöscher an einem leicht zugänglichen Ort bereitzuhalten. Feuerlöscher sind ein wirksames Mittel, um entstehende Brände zu löschen. Damit der "rote Helfer" durchschlagend zum Einsatz kommen kann, sind drei Voraussetzungen zu beachten: Feuerlöscher müssen erreichbar und funktionsfähig sein. Außerdem müssen Sie mit dem Gerät richtig umgehen können.

  • Achten Sie darauf, dass der schnelle Zugriff zum Feuerlöscher nicht versperrt ist.
    Funktionsfähig sind Feuerlöscher mit Sicherheit, wenn sie alle zwei Jahre vom sachkundigen Fachmann gewartet werden.
     
  • Damit Sie im Notfall einen kühlen Kopf bewahren, sollten Sie und Ihre Familie die aufgedruckte Gebrauchsanweisung regelmäßig lesen und sich mit den vorhandenen Bedienungselementen vertraut machen.
     
  • Die Handhabung der Feuerlöscher ist im Prinzip sehr einfach und immer gleich: Gelbe Sicherungslasche herausziehen, Knopf eindrücken, zum Brandherd eilen und erst dann den Sprühhebel betätigen.

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