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Bundesverband Gebäudemodernisierung (BVGeM) startet mit 25 regionalen Bau-Allianzen

Bundesverband Gebäudemodernisierung (BVGeM)
  

(22.7.2018) Der neu gegründete „Bundesverband Gebäudemodernisierung e.V.“ (BVGeM) mit Sitz in Leipzig will alle an der Gebäudesanierung Beteiligten vereinen. „Dadurch entsteht nun auf lokaler Ebene ein auf private Hausbesitzer zugeschnittenes Beratungsangebot“, kündigt Vorstand Dipl.-Ing. Ronald Meyer an. Der Verband möchte ...

  • Licht in den Fördergeld-Dschungel für Hauseigentümer bringen,
  • leistungsfähige Handwerker zusammenführen,
  • kommunale Entscheider einbinden und
  • neben der energetischen Sanierung auch die Modernisierung zum Wohlfühlhaus unterstützen - wo sinnvoll, überdies mit altersgerechtem Zuschnitt.

6.000 Förderprogramme, 10.000 Seiten mit Normen und geschätzt 10 Millionen betroffene Hauseigentümer: Zwar ist in Deutschland alles geregelt, trotzdem - oder gerade deswegen - blicken nur wenige wirklich durch. Dort setzt der BVGeM an und will Hauseigentümern von der Erstberatung bis zur Fertigstellung einer energetischen Sanierung praktikable und vor allem unbürokratische Hilfe anbieten. Dazu werden Handwerker, Planer und Vertreter der Kommunen, Hersteller, Finanzprofis und Baustoff-Handel in lokal agierenden Netzwerken organisiert. „So wird das komplexe System einer Sanierung greifbar: Etab­lier­te Fachfirmen, die im regionalen Umfeld bekannt sind, genießen hohes Vertrauen. Daher ist es richtig, dort die Beratungskompetenz zu stärken“, erläutert Herr Meyer.

Zum Start gibt es Netzwerke in 25 Regionen, in denen geschulte Modernisierungsberater den Dialog mit privaten Immobilien-Eigentümern führen. Das Ziel ist, mittelfristig bundesweit vertreten zu sein. „Mitmachen kann jeder Bauprofi, der sich in der Sanierung engagiert“, so der BVGeM-Vorstand.

Der BVGeM arbeitet mit einem 3-Stufen-Modell:

  • Stufe 1 bedeutet, dass Städte und Kommunen mit ihren Kooperationspartnern, wie etwa der Verbraucherzentrale oder einer lokalen Energieagentur, neutral und technologieoffen über Fördermittel und bautechnische Möglichkeiten informieren.
  • Stufe 2 ist die Gründung regionaler Expertennetzwerke, die über Info-Ver­an­stal­tungen mit den Bürgern in den Dialog treten. Dabei geht es neben Energieeffizienz auch ums altersgerechte Umbauen. Gründungsmitglied Sebastian Kraatz, Leiter des Beirats „Altersgerecht leben“: „Wir entwickeln Finanz- und Bau-Konzepte für die Nacherwerbsphase, die sowohl den aktiven als auch den passiven Ruhestand bis hin zur Pflege berücksichtigen.“
  • Die tatsächliche Gebäudemodernisierung - Stufe 3 - wird dann vom regionalen Handwerk umgesetzt und durch die Nutzung digitaler Komponenten hinsichtlich Qualität und Preis optimiert.

Bei rund 10 Millionen sanierungsbedürftigen Wohnhäusern in Deutschland ist der Markt riesig - und die Rahmenbedingungen für das Modernisieren sind bemerkenswert gut - nur offenbar noch immer vielen unbekannt und fremd. Um das zu ändern, hat der BVGeM einen „11-Fragen-online- Gebäude-Schnellcheck“ entwickelt, der Haubesitzern innerhalb weniger Minuten eine erste Orientierung bietet:


bvgem.de/wirtschaftlichkeit-und-foerdermittel

Im Mittelpunkt steht dabei immer die Energieberatung auf Grundlage einheitlicher BVGeM-Unterlagen. Diese werden derzeit vom Beirat „Energieeffizienz und Klimaschutz“, den die Gründungsmitglieder und Energieberater Markus Andelfinger, Dietmar Bernhardi und Thomas Fischer leiten, gemeinsam mit Energieagenturen entwickelt. DIN-Normen, Gesetzestexte und technische Datenblätter sollen darin pragmatisch zusammengefasst werden.

Frank Hettler, Leiter des Programms „Zukunft Altbau“ der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA), der den BVGeM in der Gründungsphase beraten hatte, betont: „Jedes Haus ist anders – eines ist aber immer gleich: Hinter jeder gelungenen Sanierung steckt eine ambitionierte, ganzheitliche Energieberatung.“

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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