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Strom wieder teurer

(13.3.2001) Strom ist in den vergangenen zwölf Monaten um 7,5 Prozent teurer geworden. Das ist das Ergebnis des aktuellen Strompreisvergleichs des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA), Hannover. Hauptursache für diese Entwicklung sind die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen. Aufgrund des im letzten Jahr in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG) stieg der Preis je Kilowattstunde um fast einen Pfennig.

Die neuen Gesetze verpflichten die Versorgungsunternehmen (EVU), so genannten Öko-Strom zu einem festgeschriebenen Preis abzunehmen. Mit Ausnahme der EW Wesertal erheben deswegen alle am Vergleich beteiligten EVU einen entsprechenden Aufschlag auf den Strompreis. Die Mehrkosten betragen je nach Versorger zwischen 0,32 Pf/kWh (e.dis Energie Nord) und 2,30 Pf/kWh (BEWAG). "Verbraucher sollten darauf achten, dass es keine gesetzliche Grundlage für die Weitergabe der Kosten an die Kunden gibt", warnt Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Vielmehr müsse im Vertrag zwischen Kunde und EVU eine solche Weitergabe vereinbart sein. Die Mehrheit der derzeitigen Stromlieferverträge erlaube eine Kostenabwälzung nicht.

Preisunterschiede von über 70 Prozent

Nach wie vor groß sind die Preisunterschiede zwischen den einzelnen EVU. Zwischen dem günstigsten Anbieter, den Stadtwerken Lippstadt, und den teuersten Lieferanten besteht ein Preisunterschied von etwa 7,5 Pf/kWh oder mehr als 70 Prozent. "Damit hat sich die Preisschere gegenüber dem VEA-Vergleich vor sechs Monaten zwar nicht weiter geöffnet, die Preisunterschiede sind aber weiterhin gewaltig", kritisiert Stuke. Der VEA rät den Kunden, sich vor Abschluss eines neuen Vertrages beraten zu lassen. Die günstigen Preise, die Unternehmen noch vor 12 Monaten vereinbaren konnten, sind heute nur bei optimaler Marktkenntnis zu erreichen. Die Versorger gehen nach VEA-Beobachtungen dazu über, die aus ihrer Sicht ungünstigen Verträge zu kündigen, und den Kunden neue Verträge mit deutlich schlechteren Konditionen anzubieten.

Netznutzung ist zu teuer

Eine Entspannung kann es laut Stuke nur durch verstärkten Wettbewerb geben: "Der Strompreis wird im wesentlichen von den Kosten für die Energieerzeugung und die Netznutzung bestimmt. Die Energieerzeugung wird definitiv teurer. Erheblichen Spielraum bieten aber die in Deutschland viel zu hohen Netznutzungsentgelte." Der VEA begrüßt deswegen ausdrücklich das vom Bundeskartellamt gegen die e.dis Energie Nord wegen zu hoher Netznutzungsgebühren eingeleitete Missbrauchsverfahren. Es sei aber nur ein erster Schritt. Auch bei einer Vielzahl anderer Anbieter seien die Netznutzungsentgelte so hoch, dass andere Lieferanten keine wettbewerbsfähigen Angebote geben könnten. Im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland müsse eine solche wettbewerbsverhindernde Praxis unterbunden werden.

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