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Staubbelastung auf Baustellen deutlich zu hoch

(25.2.2007) Wo gebaut wird, staubt es in der Regel immer wieder gewaltig. Dadurch leiden Beschäftigte und/oder werden krank. Allein 2005 wurden in der gesamten gewerblichen Wirtschaft mehr als 10.000 Verdachtsfälle einer staubbedingten Berufskrankheit angezeigt. Mit der neuen Gefahrstoffverordnung wurden deshalb die notwendigen Anforderungen zum Schutz der Beschäftigten drastisch verschärft. Aus diesem Anlass haben Fachleute der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) auf einer Tagung Methoden aufgezeigt, wie Bauunternehmen Staub vermeiden können. Zugleich hat die BG BAU einen Branchendialog „Mineralischer Staub in der Bauwirtschaft“ ins Leben gerufen. Mit der Initiative sollen die Gesundheitsrisiken, die mit Staub verbunden sind, stärker ins Bewusstsein aller Baubeteiligten gerufen werden.


Beim Sägen, Schleifen, Fräsen und Bohren wird massenhaft Staub erzeugt - mit der Folge: Dauerstress für die Atemwege der Beschäftigten und zahlreiche Erkrankungen, wie zum Beispiel Entzündungen der Atemwege, Lungenasthma oder eine allergische Reizung der Bronchien. Allein die Feinstaubbelastung soll am Bau deutlich höher sein als die im Straßenverkehr!

Viele Tätigkeiten am Bau wirbeln Staub auf - mit zum Teil bemerkenswert hohen Konzentrationen: Nicht nur beim Einsatz von Maschinen oder beim inzwischen verbotenen Trockenkehren, sondern gerade auch beim Anmischen von Trockenmörteln oder Fliesenklebern. Oft bleibt der Staub über Stunden in der Atemluft. Etwa 10.000 Liter Luft atmet ein Bauarbeiter pro Arbeitstag ein. Immerhin bis zu 95% des Staubes werden wieder ausgeatmet, abgehustet oder verschluckt. Der Rest kann beträchtlich und können gefährliche Erkrankungen auslösen. Gefährlich sind vor allem Stäube aus quarzhaltigen Steinen, künstlichen Mineralfasern, Holz, Zellulose und natürlich Asbest.

Insbesondere handgeführte Bearbeitungsmaschinen, wie Fräsen, Schleifer oder Bohrer erzeugen ohne Schutzvorrichtung schnell 100 Milligramm Staub pro Kubikmeter Luft. Das belegt eine gemeinsam erstellte Dokumentation von BG BAU mit Herstellern von Baumaschinen. Mit Schutzvorrichtung kann demnach der vorgeschriebene Grenzwert von drei mg/m³ aber unterschritten werden.

Für die Unternehmen gibt es also Handlungsbedarf, zumal der Einsatz von Maschinen wie Steinsägen, Winkelschleifer oder Mauerfräsen ohne Staub-Absauger inzwischen verboten wurde. Im Mittelpunkt der Tagung stand deswegen die Vorstellung von Bearbeitungsgeräten mit wirksamer Stauberfassung. Manche der vorgestellten Lösungen, etwa spezielle Luftreiniger, Baustellen-Staubsauger und staubarme Fliesenkleber hatte selbst Branchenkenner überrascht. Die BG BAU bietet allen Unternehmen umfassende Informationen und konkrete Hilfe bei der Vermeidung von Staub.

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