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Otto Fuchs und Trilux untersuchen Recycling-Aluminium für neue Leuchtenprofile

(3.2.2026) Trilux und Otto Fuchs arbeiten im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Kreislaufwirtschaft zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen, um Aluminium-Raster aus ausgemusterten Leuchten effizient und hochwertig wiederzuverwerten.

Ziel des Projektes ist es, aus dem Recyclingmaterial neue Leuchtenprofile zu entwickeln. Die Zwischenergebnisse sind vielversprechend: In einem speziell angepassten Strangpressverfahren konnte aus recycelten Aluminiumspänen ein erster Prototyp gefertigt werden.

v.l.n.r.: Sebastian Trägner (CTO Trilux), Dr. Sebastian Wurth (Entwicklungsingenieur bei Otto Fuchs), Dr. Ing. Lukas Kwiatkowski (Leitung Vertrieb Industrials bei Otto Fuchs), Patrik Bieker (Leiter Produkt- und Technologieentwicklung bei Otto Fuchs), Thomas Schreiber (Trilux Design & Concept Team), Jörg Ihne (CTO Entwicklung & Digitalisierung Otto Fuchs). (Bild: Otto Fuchs) 

Wie kann Aluminium aus den Spiegelrastern alter Leuchten möglichst effizient und hochwertig in neue Gehäuse für LED-Leuchten überführt werden? Das ist die zentrale Frage des Forschungsvorhabens, für die Machbarkeit, CO₂-Einsparpotenzial, Produktqualität und Marktfähigkeit untersucht wurden. 

Trilux bereitete das eingesetzte Aluminium für den Recycling-Prozess vor und verarbeitete es anschließend in den modernen Anlagen bei Otto Fuchs weiter. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, bei dem das Aluminium nicht eingeschmolzen wird – ein Aspekt, der sich positiv auf den CO₂-Fußabdruck auswirkt. Zum Vergleich: Während sogenanntes Low Carbon Primäraluminium (z.B. durch Verwendung von Grünstrom hergestellt) ein Global Warming Potential (GWP) im Bereich von 4 kg CO₂e/kg Aluminium aufweist, liegt nach Angaben der Unternehmen dieser Wert für das Vormaterial beim untersuchten Recyclingverfahren bei nur ca. 0,1 kg CO₂e/kg.

Das Aluminium aus den Spiegelrastern alter Leuchten wird in einem neuartigen Verfahren zu neuen Leuchtenprofilen verarbeitet. (Bild: Trilux) 

Auch die Materialprüfungen zeigen, dass die neu hergestellten Aluminiumprofile alle grundlegenden Anforderungen für den Einsatz als Leuchtengehäuse erfüllen. Verschiedene Verfahren wurden für die Oberflächenveredelung angewendet, wobei eine klare Tendenz zum Eloxieren geht, da es die Rezyklierbarkeit des Materials vollständig erhält. 

Sebastian Trägner, CTO bei Trilux: „Trilux und die Otto Fuchs KG freuen sich gemeinsam ein Projekt zu realisieren, das sich mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen befasst. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass nachhaltige Materialkreisläufe in der Beleuchtungstechnologie realisiert werden können – auch wenn noch weitere Schritte notwendig sind.”

„Die enge Kooperation mit Trilux ermöglicht es uns, unser Recycling-Know-how gezielt in die Entwicklung nachhaltiger Anwendungen einzubringen. Wir sehen in der werkstofflichen Verwertung von Aluminium ein großes Potenzial – auch über dieses Projekt hinaus”, ergänzt Dr. Sebastian Wurth, Entwicklungsingenieur bei Otto Fuchs.

Beide Partner wurden durch die positiven Erkenntnisse aus der ersten Projektphase darin bestärkt, den begonnenen Weg weiterzuverfolgen. Im nächsten Schritt soll das Verfahren gezielt weiterentwickelt und unter praxisnahen Bedingungen erprobt werden.

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