Otto Fuchs und Trilux untersuchen Recycling-Aluminium für neue Leuchtenprofile
(3.2.2026) Trilux und Otto Fuchs arbeiten im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Kreislaufwirtschaft zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen, um Aluminium-Raster aus ausgemusterten Leuchten effizient und hochwertig wiederzuverwerten.
Ziel des Projektes ist es, aus dem Recyclingmaterial neue Leuchtenprofile zu entwickeln. Die Zwischenergebnisse sind vielversprechend: In einem speziell angepassten Strangpressverfahren konnte aus recycelten Aluminiumspänen ein erster Prototyp gefertigt werden.
Wie kann Aluminium aus den Spiegelrastern alter Leuchten möglichst effizient und hochwertig in neue Gehäuse für LED-Leuchten überführt werden? Das ist die zentrale Frage des Forschungsvorhabens, für die Machbarkeit, CO₂-Einsparpotenzial, Produktqualität und Marktfähigkeit untersucht wurden.
Trilux bereitete das eingesetzte Aluminium für den Recycling-Prozess vor und verarbeitete es anschließend in den modernen Anlagen bei Otto Fuchs weiter. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, bei dem das Aluminium nicht eingeschmolzen wird – ein Aspekt, der sich positiv auf den CO₂-Fußabdruck auswirkt. Zum Vergleich: Während sogenanntes Low Carbon Primäraluminium (z.B. durch Verwendung von Grünstrom hergestellt) ein Global Warming Potential (GWP) im Bereich von 4 kg CO₂e/kg Aluminium aufweist, liegt nach Angaben der Unternehmen dieser Wert für das Vormaterial beim untersuchten Recyclingverfahren bei nur ca. 0,1 kg CO₂e/kg.
Auch die Materialprüfungen zeigen, dass die neu hergestellten Aluminiumprofile alle grundlegenden Anforderungen für den Einsatz als Leuchtengehäuse erfüllen. Verschiedene Verfahren wurden für die Oberflächenveredelung angewendet, wobei eine klare Tendenz zum Eloxieren geht, da es die Rezyklierbarkeit des Materials vollständig erhält.
Sebastian Trägner, CTO bei Trilux: „Trilux und die Otto Fuchs KG freuen sich gemeinsam ein Projekt zu realisieren, das sich mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen befasst. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass nachhaltige Materialkreisläufe in der Beleuchtungstechnologie realisiert werden können – auch wenn noch weitere Schritte notwendig sind.”
„Die enge Kooperation mit Trilux ermöglicht es uns, unser Recycling-Know-how gezielt in die Entwicklung nachhaltiger Anwendungen einzubringen. Wir sehen in der werkstofflichen Verwertung von Aluminium ein großes Potenzial – auch über dieses Projekt hinaus”, ergänzt Dr. Sebastian Wurth, Entwicklungsingenieur bei Otto Fuchs.
Beide Partner wurden durch die positiven Erkenntnisse aus der ersten Projektphase darin bestärkt, den begonnenen Weg weiterzuverfolgen. Im nächsten Schritt soll das Verfahren gezielt weiterentwickelt und unter praxisnahen Bedingungen erprobt werden.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
- dekorative Leuchten und technische Leuchten im Licht-Magazin auf Baulinks
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