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Wohntrends 2002

(8.1.2002) Die ganzheitliche Darstellung von "Wohnen" hat sich die INTERNATIONALE MÖBELMESSE in Köln auf die Fahnen geschrieben. In der deutschen und internationalen Möbelindustrie laufen die Vorbereitungen für die IMM 2002 auf Hochtouren.

Im vielfältigen Möbelangebot wird immer deutlicher, dass die Menschen im eigenen Zuhause ihren individuellen Best-Mix realisieren möchten. So kann man von einer einheitlichen Tendenz nicht mehr sprechen. Es gibt allerdings Angebotsschwerpunkte, die Hauptströmungen des Zeitgeistes aufgreifen und damit als erfolgreiche Marketing- und Produktsstrategien den Markt erobern. So führt beispielsweise der Anspruch an Individualität und die zumindest mediale Internationalisierung zu einer Erweiterung von Geschmack. Bisher eher fremde Kulturen werden interessant, gelten als anregend. Es entstehen Einrichtungsdialoge etwa zwischen orientalischer Tradition und europäischem Lifestyle. Asiatische und afrikanische Möbel und Accessoires sind heuer ebenso beliebt. Mit den Designrichtungen gibt es zwei Strömungen:

  • Revivals und Retro aus den 70ern und
  • klassisch-konstruktivistisches aus den 50er Jahren Europas und dem klassischen Rationalismus Japans.

Einfache Formen, wenig Schnick-Schnack, sehr solide Materialien von den Massivholzfüßchen bis hin zu den natürlichen Bezugsstoffen aus Baumwolle oder Hanf sind im Einsatz. Der Anspruch an Design wächst übrigens bei dieser pluralistischen Orientierung in ganz Europa. Die Vergegenständlichung von Wohnwünschen wird vom Design geprägt. Der Vielfalt der Ausrichtungen sind dabei fast keine Grenzen mehr gesetzt.

Multifunktionalität und Convenience spielen nach wie vor eine kaufentscheidende Rolle. Im zugelieferten Innenleben der Möbel stecken echte Errungenschaften. Geschickte Beschläge, Federn, Scharniere werden etliche Neuerungen darstellen. Die flexiblen Bedürfnisse, der Wunsch nach eigener Gestaltung und das Interesse vieler Endverbraucher an Mehrfachnutzen, findet in vielen neuen Möbelentwürfen ein gelungenes Zusammenspiel. Insgesamt wird Köln auf sehr anspruchsvolles Wohndesign mit reizvollen Detaillösungen für jede Zielgruppe setzen. Ausgeklügelte Beschläge sind nicht mehr sichtbar, sondern ermöglichen den Verbrauchern das Umsetzen von ihren eigenen Ideen und Vorstellungen im Möbel.

In der europäischen Formensprache erleben wir insgesamt eine Vereinfachung. Vielfach sind die Formen vor allem puristisch und kubisch. Manche bekannte Modelle sind in dieser Saison durch innovative Bezugsstoffe mit leuchtenden Farben neu getrimmt. Rottöne, auch pink und violett sind bei Polstermöbeln en vogue. Ebenso werden wir das knallige Grün bestätigt finden, das schon im Januar in Köln Verbote des Frühlings war.

Zukünftig werden wir häufiger den Einsatz zweckentfremdeter Materialien im Möbelbau beobachten können. Hier eröffnen junge Designer neue Möglichkeiten für Möbel und für zusätzliche Absatzchancen. In spielerischer Weise werden etwa Gartenschlauchstücke als Sitzfläche eingesetzt oder stabile Polyethylenschäume als Unterbauten für Sofas verwendet. Derartige Impulse begrüßen wir. Nur durch ideenreiche und bessere Möbel können Konsumenten einen neuen Wohnwunsch entwickeln. Wir erwarten in Köln 2002 reichlich Angebot in diese neue Richtung. Durch kultige Möbelangebote gibt es unter den jungen Menschen immer mehr Einrichtungsfans, die anspruchsvolle Kunden von Morgen werden.

Ein schönes Zuhause ist für die meisten Menschen ein Stück erreichtes Glück. Das Gefährliche und Unüberschaubare, auch das Alltägliche wird durch harmonisches Wohnen in den Hintergrund gerückt. Extrem verfeinert sind inzwischen die gesellschaftlichen Gruppierungen, wenig einheitlich und individuell geprägt. Es soll sie schon geben, die Gruppe derer, die von sich behauptet: "My Segment is One".

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