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Deutsche Möbelindustrie wehrt sich gegen österreichischen Handelsriesen

(29.1.2002) Der Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM) gibt seinen Herstellern Schützenhilfe im Kampf gegen die österreichische Handelsgruppe Leiner/kika. Der Möbelriese hatte seinen Lieferanten Anfang Januar mitgeteilt, 2 Prozent des Vorjahresumsatzes nachträglich für die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Euro-Umstellung einzubehalten. Hiergegen hatte der VDM bereits am 17. Januar 2002 eine Abmahnung wegen "wettbewerbswidrigen Anzapfens" erteilt. VDM-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas: "Wer seine Marktmacht derart rüde ausnutzt und im Nachhinein lapidar mal eben 2 Prozent weniger überweisen will, muss in seine Schranken gewiesen werden. Dies ist kein seriöses Geschäftsgebaren und muss mit allen juristischen Mitteln bekämpft werden."

Nachdem die Frist zur Rücknahme des Kürzungsschreibens am Donnerstag, 24. Januar 2002 um 12.00 Uhr abgelaufen ist, hat der Verband einen Antrag auf Einstweilige Verfügung gestellt und damit die nächste juristische Runde eröffnet. "Wenn Leiner/kika tatsächlich die Euro-Umstellung nicht aus eigener Tasche finanzieren kann, sollte sie die Preise gegenüber dem Endkunden erhöhen, statt die Lieferanten auf diese Art und Weise auszupressen," so Klaas. Von den unlauteren Absichten von Leiner/kika sind in Deutschland mindestens 100 Möbelhersteller betroffen.

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