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Kolloquium "Von Handaufmaß bis High Tech II" an der BTU

  • Interdisziplinärer Austausch aller an der Erfassung, Modellierung und Darstellung von historischer Bausubstanz beteiligten Fachdisziplinen mit rund 250 Teilnehmern aus ganz Europa

(22.2.2005) Die Lehrstühle für Baugeschichte und für Vermessungskunde veranstalten vom 23. bis 26. Februar 2005 das Kolloquium "Von Handaufmaß bis High Tech II" an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Das Ziel der Veranstaltung ist - wie bereits bei der Vorgängerveranstaltung im Jahr 2000 - der interdisziplinäre Austausch aller an der Erfassung, Modellierung und Darstellung von historischer Bausubstanz beteiligten Fachdisziplinen. Erwartet werden rund 250 Experten aus ganz Europa. Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung wird die Dokumentation, Modellierung und Präsentation von Bauwerken und Bauteilen sowie historischen Siedlungsstrukturen in digitalen Informationssystemen sein.

Das Kolloquium wird am Mittwoch, 23. Februar, 19.30 Uhr mit einem öffentlichen Festvortrag von Prof. Dr.-Ing. Adolf Hoffmann, Deutsches Archäologisches Institut Istanbul, zum Thema "Architekten in der Türkei - Bauforschung und Archäologie" im Audimax der Universität eröffnet. Die Ausgrabung der Überreste längst vergangener Kulturen und die Erforschung ihrer Bauten und Städte sind seit Beginn der systematischen Altertumsforschung in der Türkei in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts eng miteinander verknüpft. Heute sind zahlreiche Architekten in Anatolien tätig - nicht, um neue Häuser zu bauen, sondern um die Paläste und Hütten, die Burgen und Städte der byzantinischen, römischen, griechischen oder hethitischen Bewohner des weiten Landes zu erforschen. Viele dieser Bauforscher sind Deutsche, denn die 'archäologische Bauforschung' ist eine in Deutschland entwickelte Wissenschaft, die auch einen Forschungsschwerpunkt der BTU Cottbus darstellt. Prof. Hoffmann zeigt besonders eindrucksvolle aktuelle Forschungsprojekte in der Türkei, an denen Architekten deutscher Universitäten mit Hilfe neuester Vermessungstechniken, aber auch mit den traditionellen Methoden der Bauforschung die Bauten und Städte der Vergangenheit dokumentieren und rekonstruieren.

Dem Festvortrag am Mittwochabend schließen sich am Donnerstag, Freitag und Samstag die Fachvorträge und Firmenausstellung an. Die Vorträge umfassen sowohl die Vorstellung der modernsten Verfahren der Datenerfassung, digitalen Darstellung und Modellierung als auch Berichte über die praktische Projektbearbeitung weltbekannter archäologischer und bauhistorischer Kulturstätten wie beispielsweise Ephesos, Baalbek oder Rom.

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