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Ein Jahr vor Messebeginn: BAU 2009 so gut wie ausgebucht

(20.1.2008) Rund ein Jahr vor Messebeginn ist die BAU 2009 so gut wie ausgebucht. Bis auf einige Restflächen sind die 17 Messehallen mit insgesamt 180.000 m² Hallenfläche voll belegt. Vom 12. bis 17. Januar 2009 werden sich auf Europas größter Fachmesse für Architektur, Baumaterialien und -systeme rund 2000 Aussteller aus 40 Ländern präsentieren.


Run auf die BAU - hier auf die BAU 2007

Der Run auf die BAU sei größer denn je - so die Messe München. Ein Jahr vor Messebeginn ist die Aufplanung der Hallen nahezu abgeschlossen, und ein Blick auf die Pläne zeigt, dass fast alle Flächen vergeben sind. "An einigen Stellen, etwa in den Bereichen Fliesen und Keramik sowie Naturstein und Außenraumgestaltung, gibt es zwar noch Kapazitäten, aber im großen und ganzen sind wir voll", sagt Markus Geisenberger, der für die BAU verantwortliche Projektgruppenleiter der Messe München. Weil es aber erfahrungsgemäß in den Monaten vor Messebeginn noch Stornierungen und Umplatzierungen gibt, tut sich für interessierte Unternehmen häufig eine Lücke auf. "Chancen zur Teilnahme ergeben sich immer wieder", so Geisenberger.

Wunsch nach "mehr Fläche"

Dass die BAU zu einem so frühen Zeitpunkt volle Hallen vermelden kann, hat auch mit den Flächenwünschen der Aussteller zu tun. "Mehr Fläche" - dieser Wunsch wurde in den vergangenen Monaten immer wieder an die Projektleitung herangetragen, in den meisten Fällen konnte er auch erfüllt werden. Hinzu kommt, dass Unternehmen, die 2007 nicht an der BAU teilgenommen haben, wieder zurück gekehrt sind. Und schließlich gibt die konjunkturelle Erholung zusätzlichen Rückenwind. Geisenberger: "Die Situation ist nicht immer einfach, weil wir mit 180.000 m² an unsere natürlichen Grenzen stoßen. Andererseits zeigt die starke Nachfrage auch, dass die BAU als europäische Leitmesse eine herausragende Rolle im Marketing-Mix der Unternehmen einnimmt."

Klare Positionierung

Die BAU ist längst mehr als eine reine Baustoffmesse. Sie präsentiert, in dieser Form einmalig in Europa, Architektur, Materialien und Systeme für den Industrie- und Objektbau, den Wohnungsbau und den Innenausbau. Dies kommt auch im neuen Untertitel zum Ausdruck: "Architektur, Materialien, Systeme". Die BAU steht damit "für das Ineinandergreifen von architektonischer Planung und technischer Umsetzung", so Markus Geisenberger.

Das Angebot der BAU 2009 umfasst traditionell die ganze Bandbreite des Planens, Bauens und Gestaltens. Die 17 Messehallen sind nach Baustoffen, Produkt- und Themenbereichen gegliedert.

  • In den Hallen C1, B1, B2 und B3 geht es um Fassaden und Fassadensysteme, Bauelemente und Bausysteme vorrangig aus Aluminium und Stahl, darunter Sonnenschutzsysteme sowie Lösungen für Gebäudeautomation und -steuerung. Der über 40.000 m² große Ausstellungsbereich umfasst auch die komplette Palette der Tor- und Türantriebstechnik sowie Maschinen und Werkzeuge zur Aluminium- und Stahlbearbeitung.
  • Die führenden Unternehmen der internationalen Glasindustrie präsentieren in Halle C2 die neuesten Entwicklungen und Produkte in den Bereichen Glas und Glas-Architektur. "Visions of Glass" lautet das Motto an aufwändig gestalteten Ständen.
  • Türen und Fenster aus Holz, Kunststoff, Glas und Aluminium sowie Schlösser und Beschläge belegen ein zusammenhängendes Areal mit insgesamt 26.000 m² Fläche in den Hallen C3, C4 und B4. Das Fachpublikum findet Hersteller und Zulieferer in unmittelbarer Nachbarschaft. Ein wichtiges Thema ist die Gebäudesicherheit. Vorgestellt werden verschiedene Konzepte und Systeme, von der der mechanischen Einbruchshemmung über die elektronische Überwachung bis zu Brandschutz- und Rauchwarnsystemen.
  • Ein entscheidender Faktor bei der Gebäudeplanung ist die Energietechnik und erneuerbare Energien. Die Themen Energieeinsparung und -erzeugung ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Hallen. Konzentriert in Halle B3 zeigen Aussteller, wie man Lösungen zu Photovoltaik und Solarthermie architektonisch anspruchsvoll in die Gebäudehülle integrieren kann.
  • Ebenfalls einen eigenen Ausstellungsbereich bildet in Halle C3 die BAU IT, mit rund 5.000 m² Fläche die größte Schau dieser Art in Europa. Führende Hersteller präsentieren Soft- und Hardwarelösungen für alle Berufsgruppen der Baubranche.
  • Die Halle B5 präsentiert das umfangreiche Angebot der Holz- und Kunststoffindustrie. Hier geht es um konstruktiven Holzbau ebenso wie um Innenausbau und um Holzwerkstoffe.
  • Das gesamte Spektrum der Bodenbeläge - von elastisch (Linoleum, PVC, Kautschuk, Kork) und textil über Laminat bis hin zu Parkett - ist kompakt und übersichtlich in Halle B6 und Teilen der Halle A6 auf rund 12.000 m² Fläche zusammengefasst.
  • Fliesen und Keramik sind traditionell in der Halle A6 beheimatet. Führende Hersteller - u.a. aus Deutschland, Italien, Spanien, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten - zeigen neueste Kreationen zur Innenraumgestaltung, insbesondere im Bereich Bad und Sanitär.
  • Die Bauchemie ist in Halle A5 konzentriert. Führende Hersteller zeigen, wie ihr umfangreiches Sortiment - von Isolier- und Dämmstoffen bis hin zu Putzen, Lacken, Farben und Klebstoffen - an der Fassade zum Einsatz kommt.
  • Dachbaustoffe inklusive Dachfenster belegen die komplette Halle A4. Die Ziegelindustrie zeigt ihr ganzes Repertoire - vom Mauerziegel über Dachziegel bis hin zum kompletten Gebäudeteil.
  • Die Halle A3 markiert den Übergang zum Bereich Steine/Erden, der neben Teilen der Halle A3 die Hallen A2 und A1 füllt. Außerdem in Halle A3: Naturstein, Kunststein sowie Lösungen zur Außenraumgestaltung (Urban Design).
  • Der Bereich Steine/Erden präsentiert sich auf 27.000 m² in den Hallen A1, A2 und A3 und umfasst Steinzeug, Kalksandstein, Beton, Bims, Faserzementbaustoffe, Putze, Estriche, Dämm- und Isolierstoffe.
  • Dem Thema Bauen im Bestand widmet die BAU wieder einen eigenen Ausstellungsbereich in Halle B0. Unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung können sich Fachbesucher über alle Aspekte der Sanierung, Renovierung und Modernisierung von Gebäuden informieren.

Detaillierte Informationen zum Hallenplan der BAU 2009 findet man online unter bau-muenchen.com in der Rubrik "BAU auf einem Blick".

Erschließung der C-Hallen über Eingang Nord

Die Hallen C1 bis C4 werden komplett über eine neue Infrastruktur im Bereich des Eingangs Nord erschlossen. Hier besteht künftig eine direkte Anbindung zu Parkmöglichkeiten mit über 7.000 Stellplätzen, darunter allein 4.500 im Parkhaus West. Auch die vom Flughafen kommenden Shuttle-Busse zur Messe werden direkt den Eingang Nord anfahren. Darüber hinaus wird eine eigene Taxispur den Zugang zum nördlichen Ausstellungsbereich verbessern.

Werkstoffübergreifend wird die BAU 2009 Themen in den Focus stellen, für die nahezu alle Bausparten Lösungen anbieten und die insbesondere Architekten, Planer und Projektentwickler beschäftigen. Diese Leitthemen der BAU 2009 sind:

  • Intelligente Gebäudehülle (Fassadentechnologie, Solartechnologie),
  • Energieeffizientes Bauen (Wärmedämmung, Passivhaus, Energiemanagement),
  • Gebäudesicherheit (Schließtechnik, Brandschutz, Objektsicherung, Explosionshemmung) und
  • Architektonische Oberflächen (Holz, Kunststoff, Naturstein, Kunststein, Fliesen, Keramik).

Das breit gefächerte Angebot der BAU 2009 ist auf die verschiedenen Besucherzielgruppen zugeschnitten. Es soll alle ansprechen, die am Prozess des Planens und Gestaltens beteiligt sind:

  • Planer: Architekten, Ingenieure, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten, Statiker, kommunale und staatliche Baugenehmigungsbehörden
  • Investoren: Wohnungsbaugesellschaften, Bauträger, kommunale Bauträger, Immobilienverwalter, Fondsverwalter, Makler
  • Bauhandwerker: Bodenleger, Dachdecker, Fliesenleger, Glaser, Heizungsbauer, Klempner, Lackierer, Landschaftsgärtner, Maler, Maurer, Monteure, Metallverarbeiter, Metallbauer, Schlosser, Schreiner, Stuckateure, Zimmerer
  • Handel: Baustoff-Fachhandel, DIY-Märkte

Messe-Foren: "Zukunft des Bauens" und "MakroArchitektur"

Ergänzend zu den Präsentationen der Aussteller greift die BAU 2009 in zwei Messe-Foren Themen auf, die insbesondere für Planer, Architekten, Projektentwickler und Investoren wichtig sind.

  • Das Forum "Zukunft des Bauens" in Halle C2 beschäftigt sich in täglich wechselnden Vortragsreihen mit den Themen "Megacities", "Energie und Architektur", "Wohnen heute und morgen", "Solares Bauen", "Gebaute Visionen" und "Emerging Stars".
  • Das Forum "MakroArchitektur" in Halle A6 konzentriert sich auf den Dialog zwischen Architekten und Industrie. Die Gebäudehülle wird dabei ebenso thematisiert wie der Innenausbau von Gebäuden. Auf dem Programm stehen ebenfalls täglich wechselnde Vorträge unter den Headlines "Material und Produkt", "Farbe und Ornament", "Oberfläche und Innovation", "Gebäude und Detail", "Fassade und Funktion", "Architektur und Verantwortung".

Referenten in beiden Foren sind in erster Linie renommierte Architekten, Planer und Bauingenieure. Sämtliche Vorträge werden simultan deutsch/englisch übersetzt. Beide Foren vermitteln nicht nur Informationen, sondern laden mit ihrem Lounge-Charakter auch zum Verweilen ein. In Verbindung mit hochwertigen Kaffee-Bars auf dem Foren-Areal dienen sie als Meeting-Points und Kommunikationszentren für die Zielgruppe. Die Foren sind frei zugänglich, der Besuch der Foren ist in der BAU-Eintrittskarte inbegriffen.

Architekturwettbewerbe / Sonderschauen/ Sonstige Veranstaltungen

Im Rahmen der BAU 2009 werden wieder zahlreiche Architektur- und Ingenieurpreise verliehen, darunter der 1:1-Preis "Das erste Haus" (ausgeschrieben von der Fachzeitschrift Bauwelt, Berlin), der "DETAIL"-Preis der gleichnamigen Münchner Architektur-Fachzeitschrift sowie der Innovationspreis Bauen im Bestand. Traditionell wird am Rande der BAU auch der Gewinner des Baustoffmarkt-Oskars (durch das Duisburger Verlagshaus Wohlfarth) gekürt. Eine Sonderschau des Rosenheimer Instituts für Fenstertechnik präsentiert die "Fenstervielfalt in Europa". "Holzbau der Zukunft" lautet der Titel einer weiteren Sonderschau unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung. Darüber hinaus nutzen zahlreiche Fachverbände der deutschen Bauwirtschaft die BAU 2009 als Anlass für Tagungen, Kongresse und Symposien.

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