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RIB hat seine Grundbausoftware umfassend erweitert

Grundbausoftware (31.5.2012) RIB hat das Produktportfolio für Aufgaben im Grundbau mit Blick auf aktuelle Normen optimiert. Bemes­sungsaufgaben aller Art - ob Böschungen/Dämme, Pfahlsys­teme, Rohre, Gabionen, Stützwände, Unterfangungen oder Verbauwände - sollen fortan nach neuer DIN EN/NA gelöst werden können. So seien alle Programme künftig mit neuen Bezeichnungen für Bemessungssituationen anstelle von Last­fällen versehen. Zu den Aktualisierungen der Normen gehört auch die Erweiterung für den Nachweis des statischen Gleichgewichts als Bemessungssituationen EQU. Für die Bemessungssituation GEO2 wurden die Produkte um einen modifizierten Nachweis der mittleren Sohlpressung als Bestandteil der äußeren Standsicherheit ergänzt. Zusätz­lich werden künftig Schadensfolgeklassen beim Geländebruch für ÖNORM B 1997-1 für die Bemessungssituation GEO 3 berücksichtigt. Die Neuerungen hat der Softwareher­steller mit Anpassungen der Teilsicherheiten im EC2, EC3 und EC7 sowie der Erweite­rung um den GZG-Nachweis bei Grundbauwerken aus Stahlbeton komplettiert.

Für die effiziente Bemessung von Verbauwänden enthält RTwalls ab sofort eine Sys­temübersicht als Plot mit allen Erdschicht-, Bauteil- und Bemessungsinformationen auf einen Blick.. Hinzu kommen ferner Neuerungen bei den Stahlsorten und eine aktuali­sierte Profildatenbank von Hoesch und Arcelor sowie Anpassungen an die Stahlbau­norm EN 1993 mit den nationalen Anwendungsdokumenten (NAD) für DE, AT und CZ/SK. Neben den Querschnittsklassifizierungen für Spundbohlen und Bohlträger und den Spannungsnachweisen Elastisch-Elastisch und Elastisch-Plastisch wurden auch Erweiterungen für Stabilitätsnachweise und die rechnerische Berücksichtigung der Korrosion vorgenommen. Für die Tragsicherheits- und Gebrauchstauglichkeitsnach­weise werden in RTwalls das Widerstandsmoment und die Querschnittsfläche der Spundbohlen proportional zu den Mittelwerten der Wanddickenverluste abgemindert.

Vergleichsrechnungen zeigen, dass die Bemessung von Spundwandprofilen nach EC 3-5 meist zu geringeren Auslastungen der Querschnitte führt als die bislang praktizierte Bemessung nach DIN 18800. „Auf diese Weise sind wirtschaftlichere Ergebnisse bei der Bemessung möglich – mittels der Neuerungen der Softwareprogramme ohne erhöhten Rechenaufwand“, fasst Produktmanager Dr. Stefan Kimmich zusammen.

Das RIB-Programm LIMES wurde für eine durchgängige Bearbeitung sowohl einfacher Stützwände als auch von Sonderformen mit komplexer Wandgeometrie erweitert. Zusätzlich haben die RIB-Softwareingenieure das System für die Bemessung von Wandkonsolen und Spornen modifiziert und die Bearbeitung der Stützwände über Höhenkoten effizienter gestaltet.

Gabionenwände können mit der neuen Lösung bei beliebigem Aufbau der Wandgeome­trie umfassend berechnet und bemessen werden. RTgabion wurde mit grafisch-inter­aktiven Konstruktionsmöglichkeiten für die oft komplexen Gründungskörper ausgestat­tet. Das Programm soll mit allen erforderlichen Nachweisen der inneren und äußeren Standsicherheit ausgestattet sein. Der Erdruhedruckansatz nach Culmann wurde um­fassend verbessert. Neu ist außerdem ein optimierter Gleitkreisnachweis bei polygonal geformten Basissegmenten.

Last but not least ermöglicht PINWALLS in neuer Ausführung eine verbesserte Be­messung von Unterfangungen in verschiedenen Vor- und Rückbauzuständen.

Anwender sollen mit dem aktuellen Programm nahezu beliebige Wandgeometrien abbilden können. Bei Unterfangungswänden können fortan eigene Materialien definiert werden, beispielsweise modifizierte Materialkennwerte aus einer HDI-Wand. Hinzu kommt außerdem ein Versagensnachweis des unbewehrten benutzerdefinierten Materials analog zum Nachweis von unbewehrtem Normenbeton.

Weitere Informationen zur Grundbausoftware können per E-Mail an RIB angefordert werden.

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