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Der Ring Deutscher Makler informiert: Immobilienumsatz konnte nicht an das Ergebnis von 1999 anschließen!

(20.3.2001) Mit knapp 293 Milliarden DM ist der Wert der Immobilientransaktionen im Jahr 2000 erheblich hinter dem sehr guten Vorjahresergebnis zurückgeblieben, als noch ein Transaktionsvolumen von 349 Milliarden DM beobachtet wurde. Dies ergibt sich aus einer Hochrechnung des Ring Deutscher Makler auf Basis der aktuellen Grunderwerbsteuerstatistik.

Insgesamt ist das Transaktionsvolumen im vergangenen Jahr um knapp 57 Milliarden DM niedriger ausgefallen als noch im Jahr 1999. Der prozentuelle Rückgang lag bei knapp 16,3 Prozent (Vorjahr plus 10,2 Prozent). Vom Gesamtrückgang entfallen 35,74 Milliarden DM (minus 12,3 Prozent) auf die alten Bundesländer und 21,1 Milliarden DM (minus 36,2 Prozent) auf die neuen Bundesländer.

Diese Ergebnisse unterstreichen, dass sich Hoffnungen auf eine Belebung des Immobilienmarktes im Jahre 2000 nicht durchsetzen konnten. Die Entwicklung ist nach Beobachtungen des RDM auch auf den Preistrend durchgeschlagen. So hat sich nach einer positiven Preisentwicklung zu Beginn des Jahres 2000 im weiteren Jahresverlauf eine Marktdelle ergeben. Erst durch leichte Steigerungen zum Jahresende konnten im Einfamilienhausmarkt in etwa wieder die Preisgrößenordnungen von 1999 erreicht werden. Bei Eigentumswohnungen werden hingegen - wenn auch mit abflachendem Verlauf - weitere Preisreduzierungen um rund 1,5 Prozent beobachtet.

Als Ursachen für das geringere Umsatzvolumen verweist der RDM auf eine Reihe von Faktoren, so z.B. auf den Rückgang bei den Wohnungsbaufertigstellungen und die damit verbundene Verringerung von Weiterverkäufen aus Bauträgermaßnahmen. Ferner wurden weniger Neubauprojekte in Angriff genommen, dies hat zu geringeren Umsätzen am Baulandmarkt geführt. Schließlich haben sich die im Rahmen der Steuerreform eingeschränkten Abschreibungsmöglichkeiten dämpfend auf den Absatz von Anlageobjekten und Bauland ausgewirkt. Dies gilt insbesondere für die ostdeutschen Bundesländer, wo das Geschäft mit Abschreibungsobjekten nahezu zum Erliegen gekommen ist.

Nicht ohne Bedeutung für den Marktverlauf waren auch in der zweiten Jahreshälfte 1999 beobachtete Vorzieheffekte im Zusammenhang mit den reduzierten Einkommensgrenzen bei der Eigenheimzulage. Die Folge: im Verlauf des Jahres 2000 fiel in entsprechender Größenordnung Nachfrage am Immobilienmarkt aus.

Im alten Bundesgebiet wird lediglich in Hessen mit einem Plus von rund 9 Prozent eine positive Umsatzentwicklung registriert. Die stärksten regionalen Rückgänge entfallen mit 9,35 Milliarden DM auf Nordrhein-Westfalen (minus 12,8 Prozent) und Sachsen mit 8,27 Milliarden DM (minus 45 Prozent). Bezogen auf das insgesamt geringere Marktvolumen stellen die Umsatzrückgänge in den ostdeutschen Bundesländern eine erhebliche Belastung dar. Mitursächlich dürften hier die Bevölkerungsabwanderung sowie der erhebliche Leerstand im Mietwohnungsbestand gewesen sein, betont der Ring Deutscher Makler.

Für das laufende Geschäftsjahr schätzt der RDM die Aussichten für eine Stabilisierung und möglicherweise wieder anziehende Umsätze am Immobilienmarkt überwiegend positiv ein. So dürften Überhänge aus den Rekordbaufertigstellungen der Jahre 1995 bis 1998 weitgehend abgebaut sein. Wieder anziehende Baumaßnahmen könnten ausgehend vom Markt mit Bauland die Umsatztätigkeit beleben. Im Übrigen dürften sich Kaufimpulse im Geschäft mit selbstgenutzten Wohnimmobilien in Folge der Entlastungswirkungen durch die Steuerreform sowie durch das günstige Hypothekenzinsniveau ergeben.

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