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Mittelstands-Oskar für Hautau

(17.10.2010) Am 9. Oktober 2010 nahm die geschäftsführende Gesellschafterin Petra Hautau den "Großen Preis des Mittelstandes" während einer festlichen Gala in Düsseldorf entgegen - in diesem Jahr als einzige Baustoff- bzw. Bauelemente-Herstellerin.


Petra Hautau, Geschäftsführerin Hautau GmbH (Fotos: eventDiary)

Für den Wettbewerb können sich Unternehmen nicht selbst bewerben. Um teilnehmen zu können, müssen die Unternehmen von Kommunen, Kammern, Verbänden oder Regionen vorgeschlagen werden. 2010 wurden bundesweit insgesamt 3.580 Unternehmen für die 16. Wettbewerbsauflage nominiert. In Anlehnung an den ideellen Träger der Veranstaltung, die Oskar-Patzelt-Stiftung, wird der Preis übrigens liebevoll auch als Mittelstands-Oskar bezeichnet.

Aufgeteilt in zwölf Regionen entscheiden letztlich deutschlandweit 13 Jurys über die Vergabe der Preise. Kriterien wie Gesamtentwicklung des Unternehmens, die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, Innovations- und Modernisierungsbereitschaft, das Engagement in der Region und schließlich Service und Kundennähe werden entscheidend bewertet.

Bereits zum zweiten Mal hat die Region Schaumburg Hautau für die Teilnahme am Wettbewerb vorgeschlagen. Auf Anhieb wurde das Familienunternehmen im vergangenen Jahr für das Erreichen der Finalistenrunde mit dem "kleinen Oskar" ausgezeichnet. In diesem Jahr konnte der niedersächsische Beschlaghersteller die Jury mit seiner Unternehmensdarstellung offensichtlich überzeugen. Niedersachsen Wirtschaftsminister Jörg Bode brachte es auf den Punkt: "Mittelständler zeichnet der unbedingte Wille zum Erfolg aus. Sie übernehmen Verantwortung für Ihr Unternehmen und die Mitarbeiter. Sie formulieren nicht in erster Linie Ansprüche an andere, sondern bekennen sich zum Leistungsprinzip."

Damit formulierte der Minister einen Gedanken, nach dem bei Hautau laut eigener Auskunft bereits seit Generationen gelebt wird. Das Bekenntnis und die Unternehmensphilosophie stellen demnach die Mitarbeiter und die Region rund um den Produktionsstandort Helpsen in den Mittelpunkt aller Aktivitäten. Solidität und Innovationskraft seien darüber hinaus wichtige Triebfedern. Zusammen mit einem kontinuierlich hohen Qualitätsanspruch an die eigenen Produkte und -Systeme wird dies als der Schlüssel für den dauerhaften Unternehmenserfolg verstanden.

Ein par Zahlen zum Großen Preis des Mittelstandes:

  • Die für den 16. Wettbewerb 2010 nominierten Unternehmen beschäftigten per 31.12.2009 zusammen rund 595.000 Mitarbeiter, was einer Steigerung der Beschäftigung in den letzten fünf Jahren - trotz Krise - von 35 Prozent entspricht.
  • Ihre durchschnittliche Ausbildungsquote beträgt 6,2 Prozent.
  • Die Weltfinanzkrise wirkte sich auch auf diese Unternehmen aus: Sie verloren 2009 im Durchschnitt 4,5 Prozent Umsatz gegenüber 2008. Im Fünf-Jahres-Zeitraum konnten sie dennoch gegenüber 2005 den Umsatz um durchschnittlich 55 Prozent steigern. Die Umsatzrendite vor Steuern lag bei durchschnittlich 7,1 Prozent.
  • Sie leisten jährlich Steuer- und Abgabenzahlungen zwischen 12 und 15 Milliarden Euro.
  • Sie realisierten doppelt so viele Investitionen wie der Durchschnitt der KMU (Klein- und Mittelständische Unternehmen) in Deutschland und verstärkten in vielen Fällen die Investitionen antizyklisch gerade im Krisenjahr 2009.
  • Ihre Eigenkapitalquote liegt deutlich über dem Durchschnitt aller KMU in Deutschland, häufig über 50 Prozent. Im Durchschnitt konnte die Eigenkapitalquote in den letzten drei Jahren trotz Krise von 34 auf 43 Prozent gesteigert werden, sie dient damit als Krisenpuffer.
  • Das regionale Engagement - neudeutsch: corporate social responsibility - ist traditionell außerordentlich breit und intensiv ausgeprägt. Neben den Führungspersonen arbeiten Mitarbeiter ehrenamtlich in zahlreichen Funktionen und Initiativen mit; die Unternehmen geben umfangreiche materielle und finanzielle Unterstützung.

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