Baulinks -> Redaktion  || < älter 2002/0826 jünger > >>|  

Elektronische Zutrittsysteme sparen Geld und Nerven

(23.9.2002) Ein verlorener Schlüssel kann teuer zu stehen kommen. Wer auf Nummer Sicher geht, lässt alle Schlösser tauschen, in die der vermisste Schlüssel passt. Das kann schnell in die Tausende gehen. Fachleute raten zu modernen Systemen, die den Schlosstausch im Verlustfall ersparen.

Haustürschlüssel, elektronische Türöffner, elektronischer Schlüssel, interkey, Fachverband Europäischer Sicherheits- und Schlüsselfachgeschäfte, Schließzylinder, Wohnungstür, Haftpflichtversicherungen, HausratsversicherungenIn Hotels und großen Firmen sind sie längst Standard, und kaum eine Autotür wird noch anders geöffnet: elektronische Türöffner. Sie ersetzen die mechanische Übereinstimmung von Schlüssel und Schloss durch das Erkennen eines Codes. Die Unterschiede liegen in der Art, wie dieser Code übertragen wird. Einige Systeme arbeiten mit Funksendern, andere mit Magnetlesestreifen. Eine umweltgerechte, unempfindliche und bedienungsfreundliche Variante sind Systeme ohne Batterien oder Magnetstreifen, etwa der Electronic-Key von Siedle. Zum Öffnen der Tür reicht es hier aus, den Signalgeber kurz in die Nähe der Leseeinheit zu führen - ideal für Kinder und alle anderen, für die der Gebrauch von Schlüssel und Schloss zu schwierig oder zu langwierig ist.

Einer der größten Vorteile solcher Anlagen erweist sich, wenn ein elektronischer "Schlüssel" verloren geht. Keine unruhigen Fragen, wer wohl jetzt Zugang zum Haus haben könnte, kein banges Warten, ob der Schlüssel wieder auftaucht, und auch kein kostspieliger Auftrag an den Schlüsseldienst. Jedem Electronic-Key ist ein Code zugeordnet, der im Empfangsgerät gespeichert ist. Geht ein Key verloren, wird einfach der zugehörige Code gelöscht - eine Sache von Minuten. Nichts braucht ausgetauscht zu werden, kein Finder oder Dieb kann etwas mit dem verlorenen Key anfangen. Und der Hausherr hat seine Nachtruhe wieder.

Elektronische Systeme haben herkömmlichen Schlössern noch mehr voraus. Beispielsweise können bestimmte Codes den Zutritt nur zu festgelegten Zeiten freigeben, so dass etwa die Haushaltshilfe die Tür nur tagsüber öffnen kann. Zudem wird der Zutritt auf Wunsch auch aufgezeichnet.

Trotz aller Vorzüge kommen im Privatbereich überwiegend konventionelle Schlösser zum Einsatz. Grund dafür sind fast immer die deutlich höheren Anschaffungskosten elektronischer Anlagen. Doch dieser Vergleich kann sich schnell als voreilig erweisen, sagt Simon Wagner, Vorstand von interkey, dem Fachverband Europäischer Sicherheits- und Schlüsselfachgeschäfte e.V. Er macht eine andere Rechnung auf: Schon der Verlust eines einzigen Schlüssels kann den Kostenvorteil aufheben. Der Tausch eines Schließzylinders an der Wohnungstür schlägt mit bis zu 150 Euro zu Buche, in einem Mietshaus mit sechs Parteien und Tiefgarage kommen rund 900 Euro zusammen, in Gebäuden mit zahlreichen Nebenräumen oder gewerblicher Nutzung ein Vielfaches. Die wenigsten Haftpflicht- oder Hausratsversicherungen decken solche Kosten ab, Schlüsselverlust muss meist gesondert versichert werden. Dringt gar ein Dieb mit einem abhanden gekommenen Schlüssel ein, kommt kein Versicherer für Verluste auf - schließlich gibt es keine Einbruchspuren.

Der Experte rät deshalb zu moderner Technik: "Wir empfehlen schon seit langem den Einsatz von elektronischen Schließsystemen, auch bei Wohnhäusern", sagt Simon Wagner. "Aber leider regiert in der Baubranche ein solcher Preisdruck, dass bei Ausschreibungen oft Anbieter den Zuschlag erhalten, die ohne Rücksicht auf Qualität und Sicherheit den günstigsten Preis anbieten." So spart der Bauträger, die Zeche zahlt später der Eigentümer oder Mieter.

Wer selbst über die Sicherheitsausstattung von Haus oder Wohnung entscheiden kann, sollte die finanziellen Folgen eines Schlüsselverlustes einkalkulieren - immerhin schätzt der Fachverband interkey, dass in Wohnanlagen durchschnittlich alle zwei bis drei Jahre ein Schlüssel verloren geht und nicht wieder gefunden wird. Die hohen Anfangsinvestitionen in moderne Zutrittstechnik können sich über die lange Betriebszeit amortisieren. Das beruhigende Gefühl, sich im Fall der Fälle schnell und einfach gegen unbefugtes Eindringen absichern zu können, gibt es gratis dazu.

siehe auch:

ausgewählte weitere Meldungen:

siehe zudem:


zurück ...
Übersicht News ...
Übersicht "Broschüren" ...

Baulinks folgen auf...

Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Twitter-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Facebook-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das +1-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Anmeldung zum kosten­losen Bauletter:
Der Baulinks-Newsletter kann jeder­zeit leicht auch wieder ab­bestellt werden!

Relevante BauDates

weitere Infos zu...
Impressum (c) 1997-2017 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (Google+, XING, linkedin)