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Natürlich düngen: Kompost aus dem heimischen Garten

(5.10.2003) Der ideale Platz für die Gartenabfälle ist nicht die Biotonne, sondern der Komposthaufen. Wer den Naturdünger jetzt ansetzt, kann im nächsten Sommer seine Pflanzen zum Sprießen bringen.

Die Anlage eines Komposthaufens erfordert einige Sorgfalt. Das beginnt bei der Wahl des Standorts: Der Haufen sollte, damit er nicht austrocknet, einen schattigen Platz bekommen. Er muss gut belüftet sein und direkt auf dem Erdreich stehen, sodass die Bodenlebewesen freien Zugang haben. Diese Lebewesen, allen voran der Regenwurm, spielen nämlich die Hauptrolle bei der späteren Verrottung: Sie verwandeln die abgestorbenen Pflanzenteile in nährstoffreichen Dünger und Humus.

Auf einer Grundfläche von maximal 1,50 mal 1,50 Meter werden nacheinander mehrere Schichten aufgehäuft. Die unterste Schicht sollte aus grobem Material, wie beispielsweise Schnittholz, bestehen. Darüber wird nun Kompostbeschleuniger ausgebracht, der die Zersetzungsprozesse fördern soll. Dies kann Kompost aus dem Vorjahr, aber auch ein Produkt aus dem Fachhandel sein. Über dieser ersten, insgesamt etwa 20 Zentimeter dicken Lage, kommt eine dünne Deckschicht aus Gartenerde und Kalk. Diese Auflage verbessert die Verrottung und verhindert Geruchsbildung.

Krankes Laub ist tabu!

Abwechselnd werden nun Garten- und Küchenabfälle sowie Erde aufgeschichtet, bis der Komposthaufen eine Gesamthöhe von etwa einem Meter erreicht hat. Zur Verwertung eignen sich Pflanzen- und Essensreste, Holzhäcksel, Rasenschnitt, aber auch Kaffeesatz. Nicht geeignet sind z.B. behandeltes Holz, gegarte oder gewürzte Speisen. Verboten ist auch krankes Laub, da sich Pflanzenkrankheiten im Garten verbreiten könnten. Gleiches gilt für Unkräuter, die noch Samen tragen.

Am besten entwickelt sich der Kompost, wenn sein Ausgangssubstrat möglichst vielfältig ist. Grundsätzlich sollten mehr kohlenstoffreiche als stickstoffreiche Materialien verwendet werden, also beispielsweise mehr Rindenhäcksel als Rasenschnitt. Der fertige Haufen wird umgeschichtet, wenn er nach einigen Wochen in sich zusammengefallen ist und die Innentemperatur abgenommen hat. Dieser Vorgang muss in der Folgezeit noch mehrfach wiederholt werden. Nach etwa neun Monaten ist dann der hausgemachte Dünger fertig, kann gesiebt und im Garten ausgebracht werden.

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