Asphalt- und Betonrecycling: Vor-Ort-Aufbereitung reduziert Transportwege und Emissionen
(8.1.2026) Mobile Recyclinglösungen gewinnen im Straßen- und Tiefbau an Bedeutung. Ausbauasphalt, Betonabbruch und mineralische Baustoffe lassen sich direkt an der Baustelle aufbereiten und erneut einsetzen. Neben wirtschaftlichen Effekten stehen dabei kürzere Transportwege, reduzierte Emissionen und eine stärkere Kreislaufwirtschaft im Fokus.
Während mineralische Bauabfälle lange Zeit überwiegend im Unterbau eingesetzt wurden, steht zunehmend die hochwertige Wiederverwertung in den Vordergrund. „Der Stellenwert von Recycling ist hoch – er kann und muss aber noch weiter ausgebaut werden”, erklärt Werner Ammerer, Head of Global Marketing bei Rubble Master. „Gerade beim Asphalt- und Betonrecycling geht es darum, Materialien nicht nur zwischenzulagern oder als Unterbau zu nutzen, sondern sie wirklich wieder in den Stoffkreislauf zurückzuführen.”
Durch mobile Anlagen ändert sich die Baustellenlogistik. Abbruchmaterial muss nicht mehr zu zentralen Aufbereitungsplätzen transportiert werden, während gleichzeitig weniger Primärmaterial zur Baustelle geliefert werden muss. Die Vor-Ort-Aufbereitung findet zunehmend Einsatz bei Sanierungs-, Rückbau- und Infrastrukturprojekten.
Anforderungen an Asphalt- und Betonrecycling
Asphalt- und Betonrecycling stellen hohe technische Anforderungen an die eingesetzten Brechanlagen. Entscheidend ist die Qualität des Endmaterials, insbesondere im Hinblick auf Kornform, Korngröße und Fremdstofffreiheit. „Ziel ist immer ein hochwertiges, definiertes Endkorn”, so Werner Ammerer. „Dafür müssen Fremdstoffe wie Bewehrungseisen, Holz oder Kunststoffe zuverlässig entfernt werden, und die Korngeometrie muss stimmen.” Prallbrecher haben sich für diese Anwendungen etabliert, da sie eine überwiegend kubische Kornform erzeugen.
Mobile Prallbrecher im Baustelleneinsatz
Rubble Master bietet ein Portfolio mobiler Prallbrecher in verschiedenen Leistungsklassen an, darunter die Modelle RM 70GO!, RM 90X, RM 100X und RM 120X. Je nach Material und Anwendung sind Durchsatzleistungen von etwa 150 bis 350 Tonnen pro Stunde realisierbar. Welche Maschine zum Einsatz kommt, hängt vom Projekt, vom Material und vom gewünschten Output ab. Dank kompakter Abmessungen können die Maschinen in der Regel mit Standard-Tiefladern transportiert werden. Kurze Rüstzeiten und eine übersichtliche Bedienstruktur tragen dazu bei, Stillstandszeiten zu minimieren.
Energieeffizienz, Normen und digitale Assistenz
Neben der Mobilität spielt der Energieeinsatz eine zentrale Rolle. Rubble Master setzt auf diesel-elektrische Antriebskonzepte, die einen Wechsel zwischen Diesel- und Netzbetrieb ermöglichen.
Für den Einsatz von Recyclingmaterial im Straßen- und Tiefbau sind normative Vorgaben einzuhalten, etwa gemäß TL Gestein-StB. Die Anlagen bieten entsprechende Einstellmöglichkeiten, während Beprobung, Dokumentation und Zertifizierung in der Verantwortung der Betreiber liegen. „Die Maschine schafft zwar die Voraussetzungen, die Verantwortung liegt aber beim Betreiber”, erklärt Werner Ammerer.
Digitale Assistenzsysteme
Kamerasysteme unterstützen den Materialfluss, Telemetrie- und Monitoringlösungen liefern Daten zu Produktionsmengen, Verbrauch und Wartungsintervallen. Rubble Master bietet hierfür das System RM XSmart zur lokalen oder cloudbasierten Auswertung.
Weitere Informationen können per E-Mail an Rubble Master angefordert werden.
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