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GIS Best Practice Award 2013 vergeben

(10.10.2013; Intergeo-Bericht) Der DVW - Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. hat den GIS Best Practice Award 2013 Preis bereits zum sechsten Mal vergeben - dieses Jahr auf der Intergeo in Essen. Es soll damit die Auf­merksamkeit auf beispielhafte GIS-Projekte gelenkt und die Zusammenarbeit im Geoin­formationswesen gefördert werden.


Ernst Reuter-Platz in Berlin (3D Stadtmodell) mit Darstellung der Leitungen; Bild: DHI-WASY GmbH (Bild vergrößern)

Beim Treffen der Findungskommission Anfang August wurden alle Bewerber gemäß der Ausschreibung in den Kriterien technische Innovation, Wirtschaftlichkeit, gesellschaft­liche Bedeutung, Weiterentwicklung des Berufsbilds, Erschließung neuer Anwendungs­felder und besondere Medienwirksamkeit bewertet. Und im Kalenderjahr 2013 gehen die ersten drei Plätze an die folgenden Kandidaten:

  • Die LiveMap GmbH aus Berlin Prenzlauer Berg erhält den dritten Platz für das interaktive Meldesystem „Breitbandatlas Deutschland“. Die Internetplatt­form für eine GIS-gestützte Bedarfsmeldung für Internet-Endkunden überzeugte die Findungskommission insbesondere durch die besonders hohe gesellschaftli­che Bedeutung.

  • QR-Code: smartMap BerlinDie 3D Content Logistics GmbH aus Potsdam er­reicht den zweiten Platz mit dem Projekt „smartMap Berlin - Berli­ner 3D-Stadtmodell auf mobilen Geräten“ (sie­he App­Store). Mit der immobilienwirtschaftlich orien­tier­ten Nut­zung erschließt das Projekt eine neue Anwen­dung für das bestehende Berliner 3D-Stadtmodell. Das Projekt zeichnet sich durch eine hohe Wirtschaftlichkeit und die Erschließung neuer Anwendungsfelder aus.

  • Preisträger des Jahres 2013 ist das Projekt „SIMKAS 3D“, geleitet durch das Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin. Das Projekt überzeugte die Findungskommission durch die GIS-gestützte Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen rund um die Koordination von Infrastrukturbe­treibern und Behörden der öffentlichen Sicherheit im Krisenfall.

Projekts SIMKAS 3D

Zuverlässige Versorgungsinfrastrukturen für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme sind im Alltag eine Selbstverständlichkeit. Im Krisenfall - ausgelöst etwa durch Extremwet­terlagen - können sie sich aufgrund gegenseitiger Abhängigkeiten und Beeinflussungen jedoch als besonders anfällig erweisen.


SIMKAS 3D Beziehungsgeflecht in Berlin; Bild: DHI-WASY GmbH (Bild vergrößern)

Die Krisenmanager der Betreiber sind Spezialisten für ihr jeweiliges Netz. Sobald jedoch mehrere Versorgungssysteme betroffen sind, besteht selbst bei kleineren Defekten die Gefahr von Kaskadeneffekten, Ausfälle in einzelnen Systemen können sich gegenseitig bedingen oder verstärken, wenn die Reaktionen der Betreiber nicht aufeinander abge­stimmt sind. Die Folgen dieser wechselseitigen Beeinflussung sind weder erfasst, noch existieren angemessene Kommunikationswege im Krisenfall. Eine erfolgreiche Koordina­tion zwischen den Betreibern stellt unter Zeitdruck und sich ständig ändernden Rah­menbedingungen im Katastrophenfall eine enorme Herausforderung dar.

Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts SIM­KAS 3D war es, eine Anwendung zu entwickeln, die unterschiedliche Akteure an einen Tisch holt und dazu befähigt, Kaskadeneffekte frühzeitig zu erkennen und Krisen durch möglichst zeitnahe Maßnahmen zu bewältigen. Neben den Soziologen des Zentrums Technik und Gesellschaft waren als weitere Mitglieder des Konsortiums beteiligt ...

An der Realisierung wirkten darüber hinaus die Senatsinnenverwaltung, die Berliner Feuerwehr sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit.

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