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Kühlkreisläufe umweltverträglich desinfizieren

(28.7.2012) Biofilme und Legionellen stellen für die Betreiber von Kühlkreisläufen er­hebliche Herausforderungen dar: Das Wasser ist nämlich so zu konditionieren, dass gleichzeitig optimale Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Betriebssicherheit gewährleistet sind - und genau daran orientiert sich die VWS MOL Katalysatortechnik von Berkefeld. Eingesetzt wird das Verfahren zur vorbeugenden Desinfektion wie auch zur Sanierung mit Biofilm belasteter Kreislaufsysteme. Zur Anwendung kommt es etwa in Klima- und Luftbefeuchtungsanlagen in größeren öffentlich oder gewerblich genutz­ten Gebäuden.


VWS MOL Lik Katalysator (Bild vergrößern)

Die Verwendung von Wasser als Kühlmittel beruht auf seiner breiten Verfügbarkeit und hohen Wärmekapazität. Peter Guttmann, bei Berkefeld Fachmann für Desinfektions- und Dosiertechnologien, warnt: „Gelöste Gase und Salze begünstigen biologisches Wachstum, Härteausfällungen und Korrosion. Die intensive Verwendung von Wasser als Kühlmittel ist nur in dem Maß möglich, wie es gelingt, diese unerwünschten Effekte in einem wirtschaftlich erträglichen Rahmen zu halten und möglichst hohe Betriebs­sicherheit sicherzustellen. Eingesetzte technologische Maßnahmen müssen effektiv wirken, berechenbar und messbar sein. Einfache Handhabung, Umweltverträglichkeit sowie geringe Betriebskosten sind ebenfalls wichtig.“


leitwertgesteuerte Absalzautomatik (Bild vergrößern)
  

Das VWS MOL CLEAN-Verfahren beruht auf Wechselwirkungen der VWS MOL-Vollmetallkatalysatoren, geringer Mengen des Betriebsstoffes MOL aktiv E30 und den im Kreislaufwasser frei beweglichen Keimen. Bei den dabei ablaufenden Reaktionen entstehen neben Wasser so genannte Biotenside. Diese lösen die im Anlagensystem befindlichen Biofilme ab, verhindern den Neubewuchs und entziehen damit Bakterien - insbesondere Legionellen - Schutz- und Lebensräume. Durch die Beseitigung der Biofilme wird mikrobiologisch induzierte Korrosion verhin­dert, außerdem können so geeignete Korrosionsinhibitoren auf den freien Werkstoffoberflächen effektiv wirken.

Der gleiche Effekt wird durch das VWS MOL Lik-Verfahren er­zielt. Hierbei werden unter Lichteinwirkung in einem bestimm­ten Wellenlängenbereich hochreaktive Hydroxylspezies gebildet und so Biotenside erzeugt. Unerwünschte Nebenwirkungen für Mensch und Natur sollen nicht auftreten. MOL Lik verzichtet vollständig auf den Ein­satz von Bioziden.

Kühltürme
Kühltürme stellen ihre Betreiber vor erhebliche Herausforderungen. Legionellen, Korrosion und Ablagerungen können die Betriebssicherheit beeinträchtigen und Risiken für den Ge-sundheitsschutz darstellen. (Bild vergrößern)

Die Katalysatorelemente werden in der benötigten Anzahl an einer geeigneten Stelle des Kühlkreislaufes installiert. Hinzu kommt eine komplett vorgefertigte Dosierstation. Die Dosierung von MOL aktiv E30 erfolgt direkt am Katalysator über eine Dosierleitung mit Dosierventil. Genau abgestimmt auf die jeweilige mikrobiologische Belastung des Systems sowie die mittlere Verweilzeit des Kühlwassers im Kreislauf erfolgt die Zugabe zeitgesteuert. Da es aufgrund der Wasserverdunstung im Kühlturm zu einer Aufsalzung („Eindickung“) kommt, ist als Härtestabilisator Hydrex 2240 zuzusetzen. Im Rahmen von Wartungsvereinbarungen bietet Berkefeld eine kontinuierlich optimal gesteuerte Kühlwasserbehandlung einschließlich regelmäßiger Wasseranalysen mit Protokollierung und Empfehlungen zur Betriebsweise unter Beachtung der VDI 3803 und des VDMA-Einheitsblatts.

„Die wesentlichen Vorteile dieser Lösung liegen zum einen in den geringen Betriebs­kosten, etwa durch verlängerte Reinigungsintervalle und den verminderten Chemika­lienverbrauch. Zum anderen ist sie umweltverträglicher als konventionelle Lösungen, weil auf Biozide verzichtet wird und Legionellen wirksam vorgebeugt wird“, so Peter Guttmann zusammenfassend.

Weitere Informationen zur Desinfektion von Kühlkreisläufen  können per E-Mail an Berkefeld angefordert werden.

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