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denkmal und MUTEC lockten 13.100 Besucher nach Leipzig


  

(9.11.2014) Trotz des Bahnstreiks, der die Anreise über die gesamte Messelaufzeit erschwerte, blieb mit 13.100 Besu­chern das aktive Interesse an der denkmal und der Museums­fachmesse MUTEC nahezu konstant (2012: 13.600). „Die gro­ße Bedeutung der denkmal zeigt sich daran, dass die Besucher zum Teil enorme Schwierigkeiten auf sich nehmen mussten und dennoch in Scharen kamen, um die Messe zu erleben“, freut sich Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Mes­se. „Die 11. Auflage der denkmal war ein voller Erfolg. Sie hat ihren Charakter als europäische Leitmesse erneut deutlich unterstrichen.“ Laut einer repräsentativen Befragung eines unabhängigen Marktforschungsinstituts zählten ins­besondere das Handwerk/Bauhandwerk, Architekten und Planer sowie Restauratoren und Restauratoren im Handwerk zu den Messebesuchern. Der Anteil an Fachbesu­chern lag demnach bei insgesamt 92%.

434 Aussteller aus 17 Ländern präsentierten sich auf der denkmal 2014. Sie demons­trierten, wie vielfältig Denkmalpflege und Restaurierung europaweit realisiert werden. Im Vergleich zur letzten Auflage der Messe nahm - gefühlt - die Qualität der Präsen­tationen noch einmal zu. Das galt auch für das Fachprogramm, das mit 140 Veran­staltungen eine bemerkenswerte thematische Bandbreite und Tiefe abdeckte.

Die internationale Atmosphäre der Messe war allgegenwärtig: jedes fünfte Unterneh­men kam aus dem Ausland, so dass an allen Messetagen ein länderübergreifender Er­fahrungsaustausch stattfand. Die größte Präsenz zeigten neben Deutschland die Rus­sische Förderation, Polen und das Partnerland Norwegen. Diese Internationalität so­wie die stärkere Verzahnung von Ausstellung und Fachprogramm direkt in der Messe­halle wurden von den Ausstellern explizit gelobt. Immerhin 95% von ihnen gaben an, ihre Messeziele erreicht zu haben und 92% wollen sich auch 2016 wieder als Ausstel­ler an der Messe beteiligen.

Partnerland Norwegen demonstriert denkmalpflegerische Vielfalt

Einen Höhepunkt der denkmal 2014 bildete die erstmalige Teilnahme Norwegens, das gleichzeitig als offizielles Partnerland die Messe bereicherte. Riksantikvaren, das Nor­wegische Zentralamt für Denkmalschutz, und die Regierungsinstitution Innovation Nor­way präsentierten auf einem Gemeinschaftsstand die ganze Bandbreite der norwegi­schen Baukultur und Denkmalpflege. Der erste Messetag als offizieller „Tag Norwegen“ im Fachprogramm zeigte zudem mit zahlreichen Vorträgen interessante Hintergründe zur Geschichte der norwegischen Architektur und zu den Aktivitäten des Königreichs in den Bereichen Denkmalschutz und Restaurierung auf.

Auf besonderes Interesse stießen die denkmalpflegerischen Verdienste des Norwegi­schen Handwerksinstituts. Die Institution führt seit den 1980er Jahren ein umfangrei­ches Trainingsprogramm durch, um seltene Handwerke, die vom Aussterben bedroht sind, an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Für seine grenzüber­schreitende Pionierarbeit in der Bewahrung des immateriellen Kulturerbes Handwerk wurde Norwegen mit einer der denkmal-Goldmedaillen ausgezeichnet.

Große Besucherresonanz bei der Partnerregion Berlin-Brandenburg

Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg war offizielle Partnerregion der denkmal 2014. 12 Unternehmen und Institutionen aus Bildung und Handwerk gaben Besuchern auf ih­rem Gemeinschaftsstand einen Einblick in die vielfältigen denkmalpflegerischen Aktivi­täten der Region. „Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen und wir sind be­geistert über die interessanten Gespräche, die wir geführt haben“, so Claudia Schmidt von der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg.

Preisträger 91-100 bei der zehnten Verleihung der begehrten Goldmedaille

Am letzten Messetag der denkmal wurden zum zehnten Mal die denkmal-Goldmedail­len für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa vergeben, so dass bei zehn Preisträgern pro Messe in diesem Jahr die Goldmedaillen 91 bis 100 auf ihre neuen Besitzer warteten. Eine Jury aus internationalen Experten der Denkmalpflege traf die Auswahl der zehn Preisträger und entschied sich bei der 100. Goldmedaille für die Partnerregion Berlin-Brandenburg. Sie erhielt die Ehrung für die Darstellung des erfolgreichen Zusammenwirkens von Wissenschaft und Handwerk für die denk­malpflegerische Praxis.

Liste der Ausgezeichneten 2014:

  • Falkenløwe A/S aus Sønderborg (Dänemark) für die Herstellung und Lieferung vielfältiger Ziegelprodukte
  • Gemeinschaftsstand Partnerland Norwegen - organisiert durch Riksantikvaren Directorate for Cultural Heritage - für die grenzüberschreitende Pionierarbeit in der Bewahrung des immateriellen Kulturerbes Handwerk
  • Departement für das Kulturerbe der Stadt Moskau (Russland) für die beispiel­hafte Erhaltung und überzeugende Präsentation des Erbes der Avantgarde
  • Josef Müller Bedachungen GmbH & Co. KG aus Nieheim (NRW) für die aktive Fortführung traditioneller Dachdeckungstechniken, insbesondere der Solling­sandstein-Eindeckung
  • Landesinnungsverband des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Sachsen aus Demitz-Thumitz für die Nachwuchssicherung und Qualifizierung im Steinmetz­handwerk
  • GOLEM GmbH Kunst- und Baukeramik aus Jacobsdorf (Brandenburg) für die Viel­falt des Angebotes handwerklich gefertigter baukeramischer Werkstoffe
  • Tummescheit Beschläge GmbH aus Köthel (Schleswig-Holstein) für die Aufberei­tung und authentische Reproduktion historischer Beschläge
  • Schlossdielen Bruno Schönlein GmbH & Co. KG aus Niebüll (Schleswig-Holstein) für die Erhaltung und Weiterführung historischer Holzfußböden
  • Josef Müller Posamenten GmbH aus München für die Herstellung und Erhaltung textiler Raumausstattungselemente
  • Gemeinschaftsstand der Partnerregion Berlin-Brandenburg - organisiert durch die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) - für die Darstellung des erfolgreichen Zusammenwirkens von Wissenschaft und Handwerk für die denkmalpflegerische Praxis

weitere Höhepunkte im Messeverlauf

Neben der Verleihung der Goldmedaille fanden weitere wichtige Auszeichnungen statt. Dazu gehörte etwa die Verleihung des Bernhard-Remmers-Preises 2014 für herausra­gende Leistungen in der handwerklichen Baudenkmalpflege, die Ehrung der denkmal-Goldmedaillengewinner seit der Erstverleihung 1996 und die Auszeichnung der Preis­träger von der 8. Messeakademie. Darüber hinaus fanden im Rahmen der Messe die Verleihung des 11. Denkmalpflegepreises der Handwerkskammer zu Leipzig sowie die Siegerehrung des Gestaltungswettbewerbs „Die Gute Form“ des Fachverbands Tisch­ler Sachsen statt.

Die nächste denkmal soll vom 10. bis 12. November 2016 stattfinden.

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