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c't: Schutz vor Microsofts „Bananen“-Patches


  

(1.2.2019) Weil Microsoft nach Ansicht der Computerzeitschrift c’t mittlerweile bei der Qualitätssicherung schlampe und Win­dows-Updates bei den Kunden - wie Bananen - nachreifen lasse, bestünde ständig die Gefahr, dass diese Patches (Flicken) die Computer lahmlegten. In der Ausgabe 4/19 gibt die c’t Tipps zum Selbstschutz, damit der Anwender weiter alle Si­cherheits-Updates erhält, ohne sich dabei andere Software zu zerschießen.

2018 veröffentlichte Microsoft immer wieder Updates, durch die beispielsweise Treiber beschädigt wurden, Dienste sich nicht mehr starten ließen, Konfigurationen verloren gingen oder Netzwerkverbindungen gekappt wurden. „Es erwächst bereits seit Längerem der Eindruck, dass Microsoft dabei nicht einfach nur Pech hat, sondern das Thema Qualitätssicherung sträflich vernachlässigt“, erklärt c’t-Redakteur Axel Vahldiek. Betroffen seien alle aktuellen Windows-Versionen von 7 bis 10.

Es gilt also, Updates so zu steuern, dass sie möglichst wenig Ärger verursachen. Dabei sollte man zunächst zwischen Updates und Upgrades unterscheiden!

Updates

... sollen Sicherheit, Stabilität und Zuverlässigkeit verbessern. Sicherheits-Updates werden automatisch eingespielt, die anderen kann man von Hand über die Schaltfläche „Nach Updates suchen“ laden:

Vahldiek empfiehlt: „Lassen Sie das besser, denn sonst erhalten Sie möglicherweise unfertige Patches". Das automatische Einspielen sollte man zudem verzögern: „Vermurkste Patches hat Microsoft üblicherweise nach spätestens vier Tagen zumindest zurückgezogen oder sogar schon korrigiert“, so Vahldiek. Derzeit geht dies aber nur mit den Windows-Versionen Pro, Enterprise und Education über die „Erweiterten Optionen“ [1].

Upgrades

... hingegen heben Windows 10 auf einen neueren Versionsstand und bringen neue Funktionen mit. Weil solche Upgrades direkt nach der Veröffentlichung im Regelfall diverse kleine oder auch gravierendere Bugs haben, rät der c’t-Experte dazu, Windows so einzustellen, dass neue Windows-10-Versionen erst um einige Monate verzögert installiert werden. Dummerweise geht aber auch das nicht mit der Home-Edition von Windows 10.

„Erweiterte Optionen“ von Pro-, Enterprise- und Education-Versionen

  1. In den „Erweiterten Optionen“ verzögert die Einstellung „Semi-Annual Channel“ ein Update so lange, bis Microsoft es für „Business-tauglich“ hält - das kann mehrere Monate dauern. Die Standardeinstellung hier lautet „Semi-Annual Channel (Targeted)“
  2. Hiermit lässt sich die automatische Installation eines Funktionsupgrades um bis zu 365 Tage herauszuschieben.
  3. Die Installation von „Qualitätsupdates“, zu denen die monatlichen Sicherheitsupdates zählen, lassen sich um maximal 30 Tage verzögern.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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