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Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung e.V. fordert Lehrstuhl "Praxis Altbau"

(22.2.2003) Kaum eine deutsche technische Hochschule oder Universität hat sich ausreichend auf das Thema "Bauen im Bestand" vorbereitet. Diese Feststellung konnten die anwesenden Professoren Peter Kaup, Präsident der bayrischen Architektenkammer, Rainer Oswald, AIBau Aachen, und Georg Sahner, Fachhochschule Augsburg, anlässlich des Kolloquiums "Chance Bauen im Bestand" während der Bau 2003 in München nicht dementieren. Angesichts der enormen Bauaufgaben im Bestand ist die derzeitige Qualifizierung in den Hochschulen ungenügend.

Die Bedeutung dieses wichtigen Themas ist auch in der Branche noch nicht ausreichend erkannt - so der Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung (BAKA). Dabei liegt das Thema mitten im Trend und ist im Übrigen die momentan einzige wirtschaftliche Zukunft der Branche. Es ist daher wichtig, dass sich Studenten schon sehr früh mit dem Thema beschäftigen müssen, wenn sie in der deutschen und europäischen Bauwirtschaft eine Zukunft haben wollen.

Der BAKA fordert daher die Einführung eines Lehrstuhles "Praxis Altbau" zum einen, andererseits aber auch das studienbegleitende Praktikum zur Praxis Altbau-Thematik als Pflichtfach: Es genüge nicht, eben mal eine Semesterarbeit dazu aufzuarbeiten, es genüge auch nicht, ein sogenanntes Aufsatzstudium anzubieten. Die Haltung zum "Bauen im Bestand" müsse spätestens mit Studiumsbeginn geschult und trainiert werden.

Dies erfordere laut BAKA eine komplette Neuorientierung bei vielen Hochschulprofessoren, denn oft sei auch ihre ursächliche Ausbildung ebenfalls ausschließlich auf den Neubau ausgerichtet gewesen.

Zur Umsetzung dieser Forderung in die Hochschulpraxis wird der BAKA gemeinsam mit den Hochschulen dazu einen eigenen Gesprächskreis bilden. Ein erster Ansatz dazu wurde mit der TFH Berlin und der TFH Augsburg geschaffen.
Viele Studenten fragen beim BAKA an: "Wo kann ich mich zum Thema Altbau weiter qualifizieren?" - Meist kann der BAKA darauf zurzeit keine ausreichend befriedigende Antwort geben. Wichtig ist daher, dass diese Initiative bundesweit weiterlebt und sich die Hochschulen nach und nach diesem Kreis anschließen.

Dipl.-Ing. Ulrich Zink, Architekt und Vorsitzender des BAKA, versteht diese Initiative als gemeinsame Plattform für die Bildung und Forschung: "Nur wenn wir beweisen, dass Kompetenz und der Umgang mit der Immobilie im Bestand mit dem nötigen "Feeling" selbstverständlich ist, können wir dem Bauherrn die Angst vor der Bestandsimmobilie nehmen. Dann kann auch das allseits erwartet wirtschaftliche Ergebnis erreicht werden."

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