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bis zum 15. Januar 2005 für den Masterstudiengang Bauerhaltung bewerben

(21.12.2004) Im Sommersemester 2005 startet der zweite Jahrgang des neuen Masterstudiengangs Bauerhaltung am Fachbereich Bauingenieurwesen der Fachhochschule Potsdam. Jährlich können 15 Studierende aufgenommen werden. Bewerbungen sind noch möglich bis zum 15. Januar 2005.

Der fachliche Fokus der Ausbildung liegt im Bereich der Ingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt im Konstruktiven Ingenieurbau erweitert durch Fächer aus den Themengebieten Baukonstruktion, Bauphysik und Baustoffe, Baubetrieb, Baugeschichte. Studienobjekte sind Hochbauten und Ingenieurbauwerke sowie technische Anlagen aus der Zeit von ca. 1800 bis heute.

Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium und mindestens ein Jahr Berufserfahrung im Baubereich oder einem artverwandten Fach mit vorwiegend ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt. Zugelassen werden können aber auch Jungabsolventen mit überdurchschnittlichem Hochschulabschluss. Die Haupt-Zielgruppe bilden Bauingenieure mit einer Spezialisierung im Konstruktiven Ingenieurbau und/oder der Bauwerkserhaltung, doch ist der Studiengang auch offen für Absolventen anderer Disziplinen mit fachlichem Bezug zur Bauwerkserhaltung, z.B. Materialwissenschaftler oder Architekten und Restauratoren mit ingenieurwissenschaftlich-technischer Ausrichtung.

Die Regelstudienzeit im Masterstudiengang Bauerhaltung beträgt drei Semester inklusive Anfertigung der Masterarbeit bei Vollzeitstudium. Der Aufbau des Studiums ist so organisiert, dass auch eine flexible, individuelle Studienplanung möglich ist. Nach erfolgreichem Studienabschluss wird den Absolventen der Titel "Master of Engineering", abgekürzt: M.Eng., verliehen.

Das Bauen im Bestand macht schon heute ca. 50% des Gesamtbauvolumens aus. Während die Baubranche insgesamt weiter rückläufig ist, wachsen die Bereiche Bauerhaltung, Umbau, Sanierung und Instandsetzung insbesondere im Osten stetig an, wobei ein steigender Bedarf an Experten besteht. Insbesondere in den technischen Disziplinen ist schon heute ein starkes Defizit an geeigneten Fachkräften zu erkennen - so das einstimmige Ergebnis einer eigenen Bedarfsanalyse, bei der Berufspraktiker aus den verschiedensten Bereichen von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zu ihrer Einschätzung bezüglich der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt befragt wurden.

Der Fachbereich Bauingenieurwesen hat seit seiner Gründung im Jahre 1992 ein klares Profil im Bereich der Bauerhaltung entwickelt. Dies zeigt sich beispielsweise durch die Einrichtung eigener Professuren für die Fachgebiete "Konstruktions- und Bautechnikgeschichte" sowie "Bauaufnahme und Denkmalpflege" oder die Einführung der Vertiefungsrichtung "Konstruktiver Ingenieurbau und Bauwerkserhaltung" im grundständigen Studium. Mit Fertigstellung des Labor- und Werkstattgebäudes wurde zudem ein für Fachhochschulen überdurchschnittlich gutes labormäßiges Umfeld geschaffen, welches für einen forschungsorientierten Masterstudiengang mit großem Gewinn eingesetzt werden kann und soll. In dem Labor- und Werkstattgebäude auf dem Campus Pappelallee stehen umfangreiche Räumlichkeiten und Infrastruktur für die Bereiche Konstruktiver Ingenieurbau, Baustoffe, Geotechnik, Vermessung und Dokumentation, Wasserbau sowie Bauinformatik zur Verfügung. Zu dieser Infrastruktur zählt auch das neu eingerichtete Institut für Bauforschung und Bauerhaltung der Fachbereiche Bauingenieurwesen und Architektur und Städtebau.

Der Bereich "Brandenburgische Bau- und Kulturlandschaft" stellt einen der drei thematischen Schwerpunkte im Profil der Fachhochschule Potsdam dar, zu dem der Masterstudiengang eine sinnvolle Ergänzung bedeutet. In diesem Themenfeld bestehen mit den Studiengängen Architektur und Städtebau, Restaurierung, Kulturarbeit sowie Dokumentation und Archiv an der Fachhochschule Potsdam ein ideales fachliches Umfeld und vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.

In der Stadt und Umgebung von Potsdam sowie durch die Nähe zu Berlin finden sich eine fast einmalige Fülle von Studienobjekten zur Anschauung und Projektarbeit ebenso wie vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten für die Absolventen: Darunter das Weltkulturerbe der Schlösser und Gärten, die barocke Innenstadt, aber auch zahlreiche Plattenbausiedlungen, Industrie- und Militärstandorte, welche zur Sanierung und Umnutzung anstehen, sowie die vielfältigen Altbauobjekte in der nahe gelegenen Bundeshauptstadt. Ein weiteres Betätigungsfeld ist das Programm "Stadtumbau Ost" und die bauliche Weiterentwicklung der kleineren Städte und Gemeinden im Umland. Bauerhaltung ist im Potsdamer Umfeld und in ganz Ostdeutschland eine zentrale Aufgabe für die nächsten Jahre und Jahrzehnte.

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