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Plädoyer für OLED-Leuchten

(4.5.2017) OLEDs sind vielen, die sich beispielsweise für Smartphones interessieren, ein Begriff. Die organische Leuchtdioden verbrauchen wenig Strom und liefern beeindruckende Bilder auf Smartwatches wie auch größeren TV-Geräten. Das Geheimnis von OLED-Displays gegenüber LCD-Bildschirmen besteht darin, dass OLEDs selber leuchten und nicht hinterleuchtet werden - darum auch das gute Kontrastverhältnis und das satte Schwarz.


alle Fotos © Emdedesign

OLEDs werden seit einigen Jahren auch schon für Wohn- und Arbeitsleuchten verwendet - wenn auch zunächst sehr zaghaft. Allmählich kommen aber immer mehr OLED-Leuchten auf den Markt. So hat 2016 die Emdedesign GmbH aus Frankfurt am Main mit „OMLED One“ eine der ersten OLED-Leuchtenserie auf den Markt gebracht. „Wer einmal in den Genuss des außergewöhnlichen Lichts eine OLED-Leuchte gekommen ist, wird sie nicht wieder gegen eine andere tauschen wollen. Und auch Designer haben an der Leuchte ihre Freude. OLED ermöglicht nicht nur neue Formen, sondern auch viele neue Anwendungsmöglichkeiten“, freut sich Thomas Emde, Lichtkünstler, Erfinder und Inhaber von Emdedesign. Gegenwärtig liegen OLED-Leuchten zwar noch im hochpreisigen Segment, aber das könnte sich schon bald ändern: „Wir selbst planen für 2017 bereits fest mit einer neuen Produktlinie für OLED-Leuchten deutlich unter 1.000 Euro“, kündigt Emde an.

100 Lumen pro Watt

OLEDs erreichen heutzutage eine Leuchtstärke von bis zu 100 Lumen pro Watt. Ihr Licht ist diffus und weich, nahezu schattenlos und blendet nicht. Im Gegensatz zum punktförmigen Licht einer LED strahlt eine OLED immer in der Fläche. Durch die extrem flache Bauweise eignet sich die OLED hervorragend dazu, sie mit anderen Materialien zusammenzubringen und so ganz neue Anwendungen für Licht zu ermöglichen. Hinzu kommt, dass sich auch biegsame, sogenannte „flexible OLEDs“ herstellen lassen, die sich z. B. auf gebogenen Flächen - etwa auf einem Automobil - integrieren lassen. Daher sehen Experten die Zukunft für OLED-Licht vor allem in neuen Anwendungen, z.B. bei Möbeln, als Wandbeläge, in der Architektur, in Fahrzeugen und vielem mehr.


OMLED One s5l

OLED-Licht blendet nicht!

Eine der wichtigsten Eigenschaften von OLED-Licht ist, dass es nicht blendet. Ausschlaggebend dafür ist seine geringe Leuchtdichte von gut 8.000 Candela pro Quadratmeter (cd/m²). OLED-Licht blendet nicht, es „scheint“ vielmehr wie das Tageslicht am Himmel.

Zum Vergleich: Das Licht einer matten 60-Watt-Glühlampe beträgt etwa 150.000 cd/m². Reines LED-Licht erreicht 50 Millionen cd/m². Diese hohe Leuchtdichte blendet das menschliche Auge.

Leuchtdichten (Candela pro Quadratmeter)
Sonne 1.600.000.000 cd/m² (¹)
LED 50.000.000 cd/m² (²)
Glühlampe, matt  150.000 cd/m² (¹)
Leuchtstofflampe 15.000 cd/m² (¹)
Himmel, klar 10.000 cd/m² (¹)
OLED 8.300 cd/m² (²)
Kerzenflamme 5.000 cd/m² (¹)
Papier, weiß bei 500 lx 100 cd/m² (¹)
____________
Quellen: (¹) Stiftung Warentest „Gutes Licht“, (²) Emdedesign

Weißlicht mit großem Farbspektrum


additive Lichtmischung
  

Aber das Licht der OLED ist weit mehr als ein Licht, das nicht blendet: Das Licht selbst wird angenehm und behaglich empfunden. Dies liegt im Wesentlichen an der additiven Lichtmischung (Bild rechts) mehrerer einzelner Lichtfarben: Sie werden in verschiedenen übereinanderliegenden lichtemittierenden Schichten erzeugt und ergeben „in der Summe“ das Weißlicht. Dadurch ist im OLED-Licht ein größeres Farbspektrum enthalten, das zu einer sehr guten Farbwiedergabe (> Ra 90) führt. OLED ist daher ein ideales Licht für Wohn- und Ambientebeleuchtung.


OMLED One f5

Mit OLEDs lassen sich auch vergleichsweise einfach verschiedene Lichttemperaturen (gemessen in Kelvin) erzeugen. Die „OMLED One“-Leuchtenfamilie wurde zum Beispiel bewusst als Licht zum Wohlfühlen und Entspannen konzipiert und daher mit OLED-Panels mit warmweißer Lichttemperatur ausgestattet. Es gibt aber auch OLED-Panels mit 4.000 Kelvin, deren neutralweißes Licht sich sehr gut zum Arbeiten eignet.

Lichtfarben (Kelvin)
Kerze 1.900 K (¹)
Glühlampe 2.700 K (¹)
Leuchtstofflampe, warmweiß 2.700 K (¹)
OLED, warmweiß (z. B. Leuchte OMLED One s5) 2.800 K (²)
OLED, neutralweiß 4.000 K (²)
Leuchtstofflampe, neutralweiß 4.000 K (¹)
Leuchtstofflampe, tageslichtweiß 6.500 K (¹)
Tageslicht (Sonne) 6.000 K (¹)
____________
Quellen: (¹) Stiftung Warentest „Gutes Licht“, (²) Emdedesign

OMLED One

Für die Herstellung seiner OMLED One Leuchten setzt Emdedesign auf eine in der Lichtbranche komplett neuartige Technologie: Das Gehäuse der Leuchte ist gleichzeitig Platine und Bedienelement aus Glas. Dies wird mit einem in Deutschland entwickelten und patentierten Herstellungsverfahren erreicht, bei dem Leiterbahnen, elektronische Bausteine, Kontakte und eine Schaltung zum Dimmen des Lichts auf einem hochwertigen Weißglas aufgebracht werden. Dadurch wird eine konventionelle Platine aus Kunststoff überflüssig und die Aufbauhöhe der Leuchte kann noch einmal deutlich reduziert werden - und so entsteht Licht aus einer gleichsam immateriellen Fläche.

Die Emdedesign-Leuchten kommen mit einem Minimum an zusätzlichen Materialien und Komponenten aus. OLED-Leuchten wie die der Serie „OMLED One“ benötigen auch keine Kühlkörper und keine Diffusoren oder Reflektoren zur Entblendung.

Weitere Informationen zu OMLED-Leuchten können per E-Mail an Emdedesign angefordert werden.

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