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5. IT-Kostenstruktur-Benchmark der Bauindustrie nicht ohne Mobile-IT und BIM

(4.8.2013) Die Kosten für den Einsatz von moderner Informationstechnik (IT) in der Bauwirtschaft liegen im Schnitt unter einem Prozent der Bauleistung. Das sind weni­ger als 4.000 Euro pro IT-Arbeitsplatz. „Der wirtschaftliche und organisatorische Nut­zen, den die Bauindustrie aus professionellem Informationsmanagement zieht, ist da­mit angesichts immer komplexer werdender Geschäftsprozesse ungleich größer als die Kosten, die die Einrichtung und Erweiterung der IT-Systeme verursacht.“ Dies erklär­te der Vizepräsident Technik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dipl.-Ing. Klaus Pöllath, bei der Vorstellung der Ergebnisse des fünften IT-Kostenstruktur-Benchmarks am 31.7. in Berlin. Der IT-Benchmark wird vom Arbeitskreis Informations­management (AKIM) im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie jährlich erhoben. Beteiligt haben sich rund 50 Unternehmen mit 44.000 IT-Usern.


Ausgewählte Ergebnisse des Benchmarks 2013

Mobile Anwendungen halten Einzug auf der Baustelle

Rund 50 Prozent der IT-Investitionen seien 2012 in neue und in die Erweiterung be­stehender IT-Systeme geflossen. Unternehmensnetze, Smartphones und Tablets hät­ten längst auch die Bauwirtschaft mit ihren extrem komplexen Kommunikationsanfor­derungen erreicht. Von Projekt zu Projekt müssten immer wieder wechselnde Planer, Zulieferer und Projektpartner zusammengespannt werden. Pöllath ergänzte: „Alle Bau­leiter arbeiten heute mit IT. Unter den Polieren ist der Anteil der IT-Nutzer erneut ge­stiegen und liegt jetzt bei über 60 Prozent. Das ist symptomatisch für modernes Bau­stellenmanagement.“

Bei der Hälfte der Baufirmen ist BIM mittlerweile aktuelles Thema

Die arbeitsteiligen, dezentralen, dabei hochproduktiven Geschäftsprozesse am Bau erforderten die Vernetzung aller Beteiligten mit technischen und kaufmännischen IT-Werkzeugen von der ersten Planskizze bis zum Betrieb auf der Baustelle. „Kein Wun­der, dass die Hälfte der Benchmark-Teilnehmer den Weg zu dem anspruchsvollen, mo­dellbasierten Planen und Bauen unter Nutzung von 5D-Bauwerksmodellen („Building Information Modelling“ - BIM) eingeschlagen haben“, erklärte Pöllath.

Den Mitgliedern der Bauindustrieverbände wird die Teilnahme am IT-Kostenstruktur-Benchmark einmal jährlich angeboten und sie ermöglicht ihnen einen detaillierten Ver­gleich der Kostenstrukturen für Hardware, Software, Personal, ASP und Outsourcing. Differenziert wird nach allgemeiner Ausstattung, kaufmännischen Systemen (z. B. ERP) und technischen Systemen (z. B. CAD, technischer Baubetrieb). Die oft versteckten Kosten der erweiterten IT (u.a. Telekommunikation, Drucken, Datenleitungen) spielen ebenso eine Rolle wie der Umsetzungsgrad aktueller Branchentechnologien (u. a. digi­tales Archiv, BIM, Mobile Device Management, BYOD).

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