Sehr emissionsarme Bodenbelagsklebstoffe im System
(13.10.2005) Der
Begriff "Raumluft" war lange Zeit vor allem mit bauphysikalisch beeinflussbaren
Parametern wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung verbunden; heute
umfasst er als gleichwertigen Aspekt auch die Wohngesundheit. Diese hängt häufig
wesentlich davon ab, welche Produkte im Innenausbau zum Einsatz kommen. Beim
Verlegen von Bodenbelägen werden deshalb inzwischen lösemittelfreie Klebstoffe
bevorzugt. Jedoch kommt es nicht nur auf den Klebstoff an, denn an der Verlegung
sind in der Regel weitere Komponenten beteiligt. Mit der Ökoline-Familie bietet
Uzin ein aufeinander abgestimmtes System an, dessen sehr emissionsarme Produkte
gleichzeitig die Anforderungen an Wohngesundheit erfüllen sollen - vom Vorstrich
über Spachtelmassen und Verlegeunterlagen bis hin zu Klebstoffen für textile und
elastische Beläge sowie für Parkett.
Der faserverstärkte Dispersionsklebstoff KE 20 S Ökoline beispielsweise verbindet wohngesundes Bauen mit hoher Haftfestigkeit. So bleibe der Belag sicher mit dem Untergrund verbunden. Besonders eigne sich der Klebstoff für die Verlegung von PVC-, CV- und Kautschukbelägen sowie Textilbelägen mit PVC- oder PUR-Rücken in stark frequentierten Bereichen. Als Nass-, Halbnass und Haftklebstoff sei er auf saugfähigen, aber auch nicht saugfähigen Untergründen einsetzbar. Dank seines Faseranteils sollen bei guten Baustellenbedingungen Ablüftezeiten von nicht mehr als 15 Minuten und eine Einlegezeit von bis zu 50 Minuten möglich sein.
Wie alle Ökoline-Produkte besitzt auch KE 20 S eine Emicode EC1-Zertifizierung der Gemeinschaft für Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe e.V. Das bedeutet, dass die Produkte sehr emissionsarm sind und eine äußerst geringe Konzentration flüchtiger Bestandteile aufweisen. Grundierungen enthalten beispielsweise nicht mehr als 100 µg/m³ TVOC (flüchtige organische Verbindungen), bei Klebstoffen sind es weniger als 500 µg/m³ TVOC. Dies wird bei den Dispersionsklebstoffen zum Beispiel durch den Einsatz von Wasser an Stelle von Lösemitteln möglich. Durch das Verdunsten des Wassers bildet sich ein Klebstofffilm auf Basis der enthaltenen Kunststoffe, der Kleber "bindet ab", ohne gesundheitsbeeinträchtigende Stoffe und unangenehme Gerüche freizusetzen.
siehe auch:
jüngere Beiträge, die auf diesen verweisen:
- Uzin Utz Gruppe auf der BAU: 130 Mann - 1 Leidenschaft (5.1.2009)
- Interview: Uzins schrittweiser Ausstieg aus lösemittelhaltigen Verlegewerkstoffen (9.5.2008)
- Sopro Bauchemie geht unter die Parkettkleber (8.2.2007)
- Nach dem Renovieren: Die Nase meldet nicht alle Schadstoffe (22.11.2006)
- Chemie am Bau: Polymere, Photokatalysatoren und andere Finessen (15.10.2006)
- weitere Details...
ausgewählte weitere Meldungen:
- McDonald's setzt auf raumluftverbessernde Akustikdecke von Knauf (8.10.2005)
- Projektbericht: Kautschukbodenbeläge im Umweltbundesamt (8.9.2005)
- Ardex-Premium-Klebstoffe für elastische Beläge verbessert (6.9.2005)
- Bembés "Gesundheitsparkett" mit konsequent ökologischem Anspruch (6.9.2005)
- Bodenbelagsstudie der Heinze Marktforschung (29.7.2005)
- Lösemittelfreier Druckkontaktklebstoff für Treppenbeläge und Profile (27.7.2005)
- Armstrong kreuzt Linoleum mit PUR (4.7.2005)
- Stripper entfernen alle elastischen Bodenbeläge (21.9.2004)
- Bodenbeläge gemäß VOC-Richtlinien (8.7.2004)
- Saubere Raumluft trotz fest verklebter Bodenbeläge (24.6.2004)
siehe zudem:
- Literatur / Bücher zu den Themen Bauchemie, Bodenbeläge und Treppen bei Baubuch / Amazon.de
- Bodenbeläge, Teppich, /, Teppichboden, elastische Bodenbeläge, Parkett, Laminat und Bauchemie auf Baulinks

