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Neues Parkleitsystem nutzt GPRS statt Kabel

(11.8.2006) Das weltweit erste Parkleitsystem, das ohne Verkabelung und Tiefbaumaßnahmen auskommt, hat die Feuertaufe bestanden. Seit 100 Tagen läuft die Datenübertragung und Steuerung für alle 25 Münchener Parkhäuser im Stadtzentrum komplett über den Funkübertragungsstandard GPRS. Das System, das Siemens betreibt und mit dem Partner Setrix entwickelt hat, führe nachweislich zu einer besseren Auslastung der Parkhäuser. Angesichts der geringeren Kosten der Lösung soll es bereits Interesse in anderen Städten geben.

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Bisher war die Installation eines Parkleitsystems immer mit größerem Aufwand verbunden, weil Kabel für die Anzeigen an den Straßen und zur Anbindung der Parkhäuser verlegt werden mussten. Die Kommunikation erfolgt nun in München über Sender des Unternehmens Setrix, das vom Risikokapitalgeber Siemens Venture Capital mitfinanziert wird. Die Sender übertragen Daten mit dem Mobilfunkstandard GPRS per Internet in die Zentrale, wo ein PC die komplette Anlage steuert. Das System erhält direkt von den Parkhäusern Informationen über die jeweilige Belegung und gibt bereits am Altstadtring über digitale Informationstafeln Auskunft. Wegen der Funkanbindung können diese Anzeigen beliebig positioniert werden.

Siemens hat alle Komponenten des Parkleitsystems integriert und übernimmt den Betrieb. Die Stadt München habe laut Siemens allein durch nicht notwendigen Tiefbaumaßnahmen rund 500.000 Euro gespart. Die Betriebskosten seien ebenfalls günstig, weil der anfallende Datenverkehr über eine Flatrate beglichen werden kann und weniger Computer benötigt würden.

Die kabellose Kommunikation über Internet ermöglicht auch, dass Behörden oder Betreiber leicht eingreifen können. So kann beispielsweise die Stadt für eine Veranstaltung ein Teil eines Parkhauses vorübergehend frei halten, ohne dafür Einstellungen unmittelbar in der Leitzentrale vornehmen zu müssen. Oder die Polizei ist in der Lage, mit den Anzeigetafeln in Notfällen lenkend in den Verkehr einzugreifen. Über Internet ist das System auch mit der Verkehrsmanagementzentrale Bayern (BayernInfo) vernetzbar.

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