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Hannover testet Praxistauglichkeit von LED-Leuchten

(29.9.2009) Unter dem Motto "Straßenbeleuchtung der Zukunft" startete Hannover zur Jahreswende ein Pilotprojekt, um den Einsatz von LED-Leuchten in der Praxis zu erproben. Seither sind im Stadtteil List an fünf Orten vier Leuchtentypen installiert, die sich aufgrund ihrer technischen Konzeption, Formgebung und Kosten für einen zukünftigen flächendeckenden Einsatz eignen könnten. Eine davon ist z.B. die LED-Leuchte Sera von Hess.


Hannover gehört in Deutschland zu den Vorreitern in Sachen energieeffiziente Straßenbeleuchtung. Durch die Umstellung auf moderne Lampen- und Leuchtentechnik konnte die Gesamtanschlussleistung seit 1980 trotz gestiegenen Anlagenbestandes um über 36 Prozent gesenkt werden. Die durchschnittliche Anschlussleistung der rund 52.000 betriebenen Leuchten sank 2007 unter 100 Watt pro Leuchte. Ende dieses Jahres werden alle Quecksilberdampf-Hochdrucklampen ersetzt sein, so dass dann ausschließlich hocheffiziente Lampentechnik in Betrieb sein werden. Grund genug für die Stadt Hannover und die Stadtwerke Hannover AG, sich jetzt schon mit LED als vielversprechender "Technik danach" zu beschäftigen.

Ziel des Pilotprojekts ist es, Erfahrungen mit diesem neuen Straßenleuchtentyp zu sammeln, angefangen ...

  • vom Betriebsverhalten
  • über Beleuchtungsstärke, Lichtverteilung und -qualität
  • bis hin zum Wartungsaufwand.

Im Unterschied zu manch anderer Stadt setzt Hannover anstelle von Sonderanfertigungen gezielt auf serienreife und lieferbare Entwicklungen von Herstellern, die seit Jahrzehnten erfolgreich mit Straßenleuchten am Markt vertreten sind. Außerdem waren ein moderater Preis und eine zurückhaltende Gestaltung gefordert. Betont futuristisches Design schied aus. Die LED-Leuchten sollten sich dezent in ihr Umfeld einfügen und sich den Bewohnern in einer modernen und dennoch bekannten Formensprache präsentieren.

Die Auswahl der LED-Standorte erfolgte unter der Maßgabe, dass es sich um sanierungsbedürftige Anlagen mit für verdichtete städtische Bereiche typischen Beleuchtungsanforderungen handelte. Außerdem sollten die Standorte nur wenige Gehminuten voneinander entfernt sein, um interessierten Einwohnern und Besuchern den direkten Vergleich zu ermöglichen. Die Verteilung der unterschiedlichen Leuchtenmodelle auf die einzelnen Standorte erfolgte unter Berücksichtigung der dort erforderlichen Lichtleistung sowie unter gestalterischen Aspekten. Je Standort sind zwei bis sechs LED-Leuchten installiert. Für die Beleuchtung einer typischen Anliegerstraße wurde Sera von Hess ausgewählt (Bild rechts).

Nach einem halben Jahr können Stadt und Stadtwerke eine erste Bilanz ziehen. Der Einsatz der energiesparenden LED-Technik wird von der Bevölkerung durchweg positiv bewertet. Auch die Besuchergruppen aus benachbarten Kommunen, die sich vor Ort über den Einsatz von LED in der Straßenbeleuchtung informieren, sind davon angetan, was diese neue Technologie heute schon zu leisten vermag. Lediglich die Farbtemperatur stößt an manchen Standorten auf Kritik, beispielsweise im direkten Umfeld eines Straßencafés.

Großen Zuspruch findet offensichtlich auch die Leuchte Sera. Sie ist mit einer speziell auf das LED-Leuchtmittel zugeschnittenen Prismenlinse ausgestattet. Diese sorgt für sehr gleichmäßiges und weiches Licht. Gleichzeitig verhindert sie den direkten Blick auf die LED-Bestückung, was Blendung vermeidet und von vielen Betrachtern auch als ästhetischer empfunden wird.

Durch den Einsatz der insgesamt 17 LED-Leuchten an allen Standorten hat sich die Anschlussleistung von bisher 1.513 Watt auf 663 Watt verringert. Das bedeutet eine jährliche Stromersparnis von 3.485 kWh gegenüber den zuvor genutzten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen. Obgleich die Einsparungen gegenüber den heute überwiegend installierten Natriumdampf-Hochdrucklampen geringer wäre, gehen Stadt und Stadtwerke davon aus, dass sich LEDs dank ihrer technologischen Entwicklung schnell verbessern und aller Voraussicht nach auch für Straßenbeleuchtungsaufgaben durchsetzen werden. Wie Hess erklärt, können Kommunen, die heute in Sera LED investieren, am technischen Fortschritt der Leuchtdioden direkt partizipieren. Durch Austausch der LED-Blöcke lassen sich neue LED-Generationen vor Ort nachrüsten. Damit will Hess Städten und Gemeinden höchste Effizienz bei maximalem Schutz der Investition in die Straßenbeleuchtung sichern.

Der Praxistest im Stadtteil List läuft erst einmal auf unbegrenzte Zeit weiter.

Weitere Informationen zur Sera und Straßenbeleuchtung können per E-Mail an Hess angefordert werden.

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