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Sicherheitsfolie reduzierte Auswirkungen der Breivik-Bombenexplosion in Oslo

(5.9.2012) 2007, weit vor der Detonation der Breivik-Bombe im Osloer Regierungsvier­tel, installierte Haverkamp-Partner Mil Sec 15.000 m² der Sicherheitsfolie Profilon ER1 an den Fenstern vieler Regierungsgebäude in Oslo. Dank der sprengwirkungshemmen­den Hochsicherheitsfolien wurde der lebensbedrohliche Splitterflug in dem eng bebau­ten Regierungsviertel nachweislich reduziert und damit eine noch größere Katastrophe verhindert.

Sicherheitsfolie Profilon ER1 von Haverkamp nach Sprengtest
Profilon ER1 nach einem Sprengtest: Die Sicherheitsfolie hält die Glasspitter (Bild vergrößern)

Ein kurzer Rückblick: Am Nachmittag des 22. Juli 2011 sorgte die kräftige Explosion einer Autobombe im Regierungsviertel in Oslo für erhebliche Zerstörungen. Acht Men­schen kamen ums Leben, zehn wurden schwer verletzt. Die Explosion ereignete sich zwischen dem Öl- und Energieministerium und einem 17-stöckigen Hochhaus, in dem mehrere Ministerien und das Büro von Ministerpräsident Jens Stoltenberg unterge­bracht waren. In einem VW-Kleintransporter wurde eine Bombe auf Basis von 950 Kilo­gramm ANFO zur Explosion gebracht. Die Druckwelle der Explosion zerstörte Gebäude­fassaden im Umkreis von einem Kilometer. Es lagen Trümmerteile in den Straßen rund um den Anschlagsort.

Bombenanschläge und Sprengstoffattentate sind mittlerweile zu einer realen Bedro­hung geworden. Rund 60 Anschläge gegen Einrichtungen und Ansammlungen von Menschen in Friedenszeiten wurden seit 1983 weltweit gezählt. Viele unschuldige Menschen verloren ihr Leben. Daneben entstanden Sachschäden, die durch die Druck­welle, meist innerhalb der Gebäude, ausgelöst wurden. Ein 100%iger Schutz im Falle eines Sprengstoffanschlages ist nicht möglich, jedoch eine Reduzierung der Auswir­kungen.

Nachrüstbare Profilon ER1 milderte Folgen von Explosionen

Das norwegische Unternehmen Mil Sec,, Exklusiv-Handelspartner von Haverkamp in Norwegen, montierte zwischen 2007 und Ende 2010 rund 15.000 m² der Sicherheits­folie Profilon ER1 an den Fenstern der Regierungsgebäude in Oslos Zentrum im Auftrag der norwegischen Regierung  - eine präventive Maßnahmen, die am 22. Juli 2011 vie­len Menschen in der Umgebung des Anschlagortes das Leben gerettet haben sollte.

Haverkamp hat mit der Sicherheitsfolie Profilon ER1 eine sprengwirkungshemmende Folie für die Nachrüstung einfacher Glasflächen entwickelt, weil die Glasflächen physi­kalisch den geringsten Widerstand der Gebäudefassade aufweisen.

Im Falle eines Sprengstoffanschlages können die einzelnen Glassplitter zu scharfkanti­gen Geschossen von bis zu 10.000 m/sec. werden - abhängig von der Art und Menge des Sprengstoffes und der Entfernung zum Gebäude, die Ursache für 80% aller tödli­chen Verletzungen. Die Profilon ER1 wurde speziell dafür entwickelt, diesen gefährli­chen Splitterflug zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Möglich ist dies aufgrund einer besonderen Faserstruktur der 4-lagigen, kaltlaminierten Sicherheitsfolie, die dem Ver­nehmen nach bisher als einzige Folie erfolgreich den Druckstoßrohr-Test gemäß DIN EN 13541 ER 1 (NS) bestanden hat. In diesem Härtetest simuliert das deutsche Fraunhofer-Institut für Kurzyzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut (EMI), eine realitätsna­he Explosion in einem Druckstoßrohr. Vergleichbar mit der Explosion eines Sprengsat­zes in einer Großstadt inmitten dichter, hoher Bebauung, wo die Gebäude in der Um­gebung die Druckwelle der Explosion wieder und wieder reflektieren - wie eben in Oslo. Durch die relativ lange Dauer der Druckwelle - mindestens 21ms - werden die Sicher­heitsfolien einer extrem hohen Belastung ausgesetzt. Der Härtetest zeigt: Die Sicher­heitsfolie Profilon ER1 bindet nachweislich die gefährlichen Glassplitter und bleibt mittels Randanbindung mit dem Fensterrahmen verbunden.

„Bei aller Fassungslosigkeit über den Anschlag sind wir bei Haverkamp erleichtert und zugleich auch stolz drauf, hier eine noch größere Katastrophe verhindert zu haben. In Oslo selbst äußert man sich auch anerkennend darüber, dass viele Menschen ihr Le­ben und ihre Gesundheit der Abwehrwirkung dieser Sicherheitsfolie verdanken“, erzählt Ulrich Haverkamp, Gründer und Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens.

Die Bilder aus der norwegischen Hauptstadt sprechen für sich: Zwar wurden einige Fensterrahmen durch die Wucht der Explosion komplett aus der Laibung herausge­drückt, die Folie hielt die Glassplitter jedoch zusammen und verhinderte so den le­bensgefährlichen Splitterflug.


Angriff mit einem „Molotow-Cocktail“ (Bild vergrößern)

Profilon ER1 Sicherheitsfolien werden inzwischen weltweit an durch Anschläge beson­ders gefährdeten Gebäuden eingesetzt. Das mehrlagige Folienlaminat mit einer Stärke von 475 μ wird von innen auf die Scheibe montiert und über eine Randanbindung mit dem Fensterrahmen verbunden. Die Folie wirkt zusätzlich durchwurfhemmend, ist schwer entflammbar und brandüberschlagshemmend.

Was zudem insbesondere Architekten von auffälligen und im Umgebungsstil prestige­trächtiger Fassaden freuen wird: hohe Klarsichtigkeit und Transparenz der Sicher­heitsfolie sorgen für nahezu unsichtbaren Schutz. Die spezialgehärtete langlebige Oberfläche soll zudem extrem kratzfest sein und sich einfach mit herkömmlichen Rei­nigungsmitteln säubern lassen.

Weitere Informationen zur Sicherheitsfolie Profilon ER1 können per E-Mail an Haverkamp kostenlos angefordert werden.

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