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Befragung zeigt Potenziale der Prozessoptimierung in der Baubranche auf

(24.11.2012) Das Fraunhofer Innovation Engineering Center (IEC) in Bozen hat über 360 Fachleute und Arbeitnehmer der Baubranche zu Bewertungen und Einschätzungen des aktuellen Bauwesens befragt. Die Ergebnisse zeigen Optimierungspoten­ziale bei den Prozessabläufen auf und wurden in der Studie „Schlanke Prozesse in Baunetzwerken“ zusammengefasst.

Unternehmen der Baubranche befassen sich klassischerweise überwiegend mit Innovationen, die ihre Kernkompetenzen be­treffen. Seit einigen Jahren hat jedoch ein Umdenken stattge­funden, da in der Verbesserung der Prozessabläufe enorme Potenziale verborgen liegen. Mit dem Ziel, diese aufzudecken und die zukünftige Forschungsarbeit in diese Richtung voran­zutreiben, hat Fraunhofer Italia in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO eine breit angelegte Umfrage gestartet. Im Rahmen dieser Umfrage wollten die Wissenschaftler unter anderem herausfinden, wie sehr das Prozessdenken in den Unternehmen der Baubranche verankert ist.

Die Ergebnisse der länderübergreifenden Studie zeigen deutlich, dass zum Thema Pro­zessabläufe große Optimierungspotenziale herrschen. Über 30 Prozent aller Befragten sind unzufrieden mit den Prozessen und Abläufen. Für mehr als drei Viertel liegt das Einsparpotenzial durch Prozessoptimierungen im zweistelligen Prozentbereich. Den Hauptgrund für die teilweise sehr ineffizienten Prozessstrukturen sehen die meisten Befragten in der späten Integration der Beteiligten in den Planungsprozess, gefolgt von unzureichender Kommunikation zwischen den Akteuren. In der Bauausführung trägt vor allem die Nichteinhaltung von Liefer- bzw. Abschlussterminen zu massiven Verlusten in der Prozesseffizienz bei. Für die Wissenschaftler bei Fraunhofer Italia of­fenbart sich hier ein riesiges Handlungsfeld mit einem enormen Potenzial – nicht nur für „billigeres“ Bauen, sondern vor allem für eine Steigerung der Qualität und Nach­haltigkeit von Immobilien mit einem großen Mehrwert für Bauherren und Nutzer.

Für die Befragten scheint der Lösungsansatz ebenfalls festzustehen: Rund die Hälfte sieht in der Einführung und Etablierung eines neuen Prozessverständnisses nach be­währten Prinzipien des Lean Managements einen notwendigen und sinnvollen ersten Schritt. Dies erfordere aber noch zusätzliche Aufklärungsarbeit und vor allem eine ent­sprechende Qualifizierung der am Bauprojekt mitwirkenden Personen. Diese Herausfor­derung alleine auf Unternehmensebene anzugehen, stellt allerdings insbesondere für viele kleine und mittelständische Betriebe des Bausektors eine nahezu unlösbare Auf­gabe dar. Hier will das Fraunhofer IEC ansetzen und gemeinsam mit Forschungspart­nern interdisziplinär und praxisnah Ansätze für eine optimierte Wertschöpfungskette erarbeiten.

Die Publikation „Schlanke Prozesse in Baunetzwerken“ kann zum Preis von 50 Euro per E-Mail an Fraunhofer Italia angefordert werden.

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