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Deutsche Möbelindustrie erwartet für 2015  kleines Wachstum


  

(18.1.2015; upgedatet am 18.2.2015) Die deut­sche Möbelindustrie hat im Jahr 2014 besser abgeschnitten, als der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) es selbst zunächst ver­mutet hatte - siehe 2014er Zahlen. Für das Jahr 2015 erwartet der Branchenverband ebenfalls eine leicht positive wirt­schaftliche Entwicklung und prognostiziert ein wei­teres kleines Wachstum zwischen ein und zwei Prozent. Die Branchenvertreter setzen dabei auf eine leicht höhere Nachfrage im Inland, weil ...

  • die positiven Zahlen der vergangenen Jahre von Baugewerbe und Bauindustrie zeitverzögert zu Möbelkäufen führen würden,
  • das verfügbare Einkommen - auch wegen der positiven Lohnentwicklung – steigen werde und
  • die sinkenden Energiepreise den finanziellen Spielraum im Geldbeutel der Verbraucher vergrößern würden.

Die Exporte dürften ebenfalls leicht zulegen, da in einigen wichtigen Märkten die lange ersehnten Aufwärtstendenzen endlich zu erkennen sei. Dies betreffe beispielsweise Großbritannien, die Niederlande und Teile von Osteuropa. Auch in den USA seien die deutschen Hersteller zunehmend erfolgreich und könnten ihren Marktanteil vergrößern. Schwierig sei nach wie vor der wichtigste Markt in Frankreich. Auch China und Russ­land entwickelten sich derzeit negativ, was - zumindest in Russland - der politischen Situation geschuldet sei. Insgesamt würden sich die vielfältigen Bemühungen der deutschen Möbelhersteller in den weltweiten Märkten jedoch auch im nächsten Jahr positiv auszahlen. Denn in der Vergangenheit sei vielfach Markenbekanntheit aufge­baut worden; außerdem habe man mit Qualität, Design und Lieferzuverlässigkeit Han­del und Verbraucher überzeugen können. Nicht nur die Küche „Made in Germany“ sei weltweit der Inbegriff eines begehrten Produktes.

Eine der Hauptaufgaben des Jahres 2015 sieht die Möbelindustrie darin, dieses positive Image im Ausland auch den bundesdeutschen Käufern stärker zu vermitteln. Die Argu­mente hierfür seien gut, denn die Relation „Euro zu Möbel“ sei bei deutschen Produk­ten besonders hoch. Oder ganz selbstbewusst formuliert: „Die heimischen Hersteller bieten Möbel mit dem besten Preis- Leistungsverhältnis und der höchsten Qualität an - egal in welchem Segment des Marktes man sucht.“

Damit sieht sich die Branche auf allen Preisebenen wettbewerbsfähig - wobei die Un­ternehmen ständig gezwungen seien, ihre Prozesse zu optimieren und ihre Strukturen anzupassen. Das sei mitunter anstrengend und schmerzlich, helfe aber anderseits, in einem hart umkämpften Markt zu bestehen und sich fit zu halten für die Zukunft.

  • Die Branche zählt derzeit 516 Unternehmen und damit 2,4% weniger als im Vorjahr (528).
  • Die Zahl der Mitarbeiter beträgt rund 84.300 gegenüber 85.700 im Vorjahr (-1,7%).

Gut behaupten konnte sich Verbandsangaben zufolge im Jahr 2014 (bis Oktober) die deutsche Küchenmöbelindustrie mit 2,2% Umsatzplus. Die Büro- und Ladenmöbler ver­loren 2,1%, wohingegen die Wohnmöbler um 3,7% zulegen konnten. Diese vergleichs­weise hohe Steigerungsrate erklärt sich aus dem schwachen Vorjahreswert und der Tatsache, dass teilweise die Boxspringbetten in diesem Segment mitgezählt werden. Die Polstermöbelindustrie konnte ihren Absatz um 2,8% steigern, die Matratzenher­steller sogar um 8,5% (Vorjahreswert: -12,9%). Unter dem Strich ist der Umsatz in der Möbelindustrie von Januar bis Oktober 2014 um 2,2 Prozent gestiegen.


Bild aus dem Beitrag „China, USA, Italien, Deutschland, Japan ... Woher kommen eigentlich unsere Möbel?“ vom 24.11.2013

Die Exporte legten im Verlauf des Jahres 2014 bis Oktober um 2,0% zu. Spürbar ge­stiegen seien allerdings auch die Importe mit 8,9% bis Oktober 2014. Insbesondere die Einfuhren aus Polen (+7,7%), China (+13,0%) und aus Tschechien (+43,3%), das mit einem Importwert von jetzt über 1 Mrd. Euro zum drittwichtigsten Lieferland aufsteigt.

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