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Duftstoffe - eine potentielle Gefahr für Allergiker und schwangere Frauen

(28.6.2000) Etwa 160 Mio. DM wurden 1999 in Deutschland für u.a. Raumsprays, Duftkerzen Duftgele und aromatische Öle aus, um Wohlgerüche in Innenräume zu zaubern. Allerdings warnen immer mehr Experten vor ungesunden Nebenwirkungen. Betroffen seien insbesondere Allergiker und schwangere Frauen. So habe eine Studie der britischen Universität von Bristol mit 14.000 schwangeren Frauen ergeben, dass die Personen, die täglich Produkte zur Luftverbesserung benutzten, deutlich häufiger unter postnatalen Depressionen und Kopfschmerzen litten als Frauen aus einer Vergleichsgruppe, die seltener künstlichen Düften ausgesetzt war. Babys, die sich regelmäßig in aromatisierten Räumen aufhielten, hatten wiederum häufiger Beschwerden wie Durchfall und/oder Ohr-Infektionen.

Eine erhöhte Gefahr besteht offenbar für Allergiker. Studien zufolge können Duft- und Aromastoffe eine mögliche Ursache für Überempfindlichkeits-Reaktionen sein. Wissensc haftler der „Kommission Innenraumlufthygiene“ haben darum gewarnt: „Wenn Sie zu Allergien neigen oder unter unspezifischen Befindlichkeitsstörungen leiden, sollten Sie Riech- und Aromastoffe vermeiden.“ Es spiele dabei keine Rolle, ob es sich um synthetische Duftstoffe oder Naturprodukte wie Zimt- oder Bergamotteöl handele. Bei Aromen sei sogar die reine Natur für Allergiker oft problematischer als der Stoff aus dem Chemielabor. Synthetischen Substanzen fehlten oft die typischen allergenen Wirkungen. Experten empfehlen daher, Duftkerzen, Aromalampen und elektrische Verdunster nur zu besonderen Gelegenheiten bzw. nur zu therapeutischen Zwecken einzusetzen.


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