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dena-Modellvorhaben überprüft Einsparpotenzial für Wärmeenergie in Mietwohnungen

(1.9.2013) Mit einem breit angelegten Praxistest überprüft die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) gemeinsam mit ista, dem Mieterbund und dem Bundesbaumi­nisterium die Einsparmöglichkeiten durch Nutzung eines Energiedatenmanagements in Mietwohnungen. Dabei erhalten die Mieter über ein Online-Portal laufend Einblick in den eigenen Wärmeverbrauch und können dann entsprechend aktiv werden. Ers­te Haushalte, die das Online-Tool bereits getestet haben, konnten laut dena ihren Wärmeenergieverbrauch um durchschnittlich bis zu 15 Prozent senken.

v.l.n.r.: Stephan Kohler (Vorsitzender der Geschäftsführung, dena), Lukas Siebenkotten (Direktor, Deutscher Mieterbund), Walter Schmidt (CEO, ista International) und Rainer Bomba (Staatssekretär, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) 

Im Rahmen des neuen Modellvorhabens „Bewusst heizen, Kosten sparen“ sol­len nun rund 200 Miethaushalte in den drei Modellregionen Essen, Berlin und München über mehrere Heizperioden das Einsparpotenzial auf Basis dieses Energiedatenmanage­ments ermitteln.

„Ein bezahlbarer und wohltemperierter Wohnraum ist ein Grundbedürfnis für je­den Menschen“, betonte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministe­rium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. „Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz wie das Energiedatenmanagement sind ein guter Hebel, um sowohl den Ansprüchen der Mieter als auch der Wohnungswirtschaft gerecht zu werden.“

„Wer jederzeit überprüfen kann, wie hoch sein aktueller Verbrauch für Heizung und Warmwasser ist, handelt auch entsprechend. Der Mieter wird damit im wahrsten Sinne des Wortes zum 'Smart Mieter', erläuterte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Der individuelle Wärme- und Warmwasserverbrauch wird in den beteiligten Haushalten über Funkzähler erfasst und digital an ista übermittelt. Die teilnehmenden Mieter erhalten über ein Webportal Zugang zu ihren Verbrauchsdaten, die klimaberei­nigt dargestellt und einmal pro Monat aktualisiert werden. Die Mieter können im Webportal ...

  • ihren aktuellen Wärmeenergieverbrauch einsehen,
  • diesen mit dem Vormonat und Vorjahr vergleichen oder auch
  • dem Durchschnittsverbrauch der Wohnungen im Miets­haus gegenüberstellen.

Die Ergebnisse der Nutzung werden anonymisiert ausgewertet. Zugleich sollen anhand regelmäßiger Befragungen der Mieter mögliche Hemmnisse bei der Nutzung identifiziert und behoben werden.

„Die jährliche Heizkostenabrechnung bedeutet für viele Mieter eine unangeneh­me Überraschung“, sagte Lukas Siebenkotten, Direktor beim Deutschen Mieterbund e.V. „Moderne Dienstleistungsangebote, wie etwa das Energieda­tenmanagement, können Mieter bei der Steuerung ihres Energieverbrauchs un­terstützen. Was es dabei zu beachten gilt, ob und in welchem Umfang Heizkos­ten gesenkt werden und ob Maßnahmen des Energiedatenmanagements aus Mietersicht wirtschaftlich sind, soll unser Praxistest zeigen.“

„Unser Energiedatenmanagement ist praktizierte Energiewende“, erklärte Wal­ter Schmidt, CEO ista International auf der Pressekonferenz. „Es hilft dabei, Energie und CO₂ signifikant einzusparen und überträgt dem Verbraucher die Kos­tenkontrolle. Und das bei einem Investitionsaufwand, dessen Kosten-Nutzen-Verhältnis in keinem Vergleich steht etwa zu großen Infrastrukturprojekten auf Erzeugungsseite. Private Haushalte sowie die Immobilienwirtschaft profitieren davon gleichermaßen.“

Das Modellvorhaben „Bewusst heizen, Kosten sparen“ wird gemeinsam umge­setzt von ...

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