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Hilti und Ottobock bringen Exoskelett in die Bauindustrie

(26.7.2020) Die Hilti Gruppe hat zusammen mit der Ottobock SE & Co. KGaA eine Technologie-Partnerschaft zur Entwicklung von Exoskeletten vereinbart. Solche Systeme dienen dem Arbeitsschutz, können die Produktivität erhöhen und gelten als Zukunftsmarkt in der Bauindustrie.

Bild © Hilti und Ottobock 

Johannes Wilfried Huber, Leiter des Geschäftsbereichs Diamanttechnik bei Hilti, sieht in Exoskeletten einen relevanten Megatrend für Hilti: „Diese bringen eine Entlastung bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten, wie sie auf Baustellen tagtäglich ausgeführt werden. Mit Ottobock haben wir den idealen Partner, um unser Wissen in Sachen Anwenderschutz und Ergonomie mit 100 Jahren Biomechanik-Expertise zu kombinieren. Unsere Technologie-Partnerschaft ist die Basis für die Entwicklung weiterer innovativer und kundenorientierter Systeme."

Dr. Sönke Rössing, Leiter von Ottobock Industrials, freut sich, zusammen mit Hilti ein neues Anwendungsgebiet erschließen zu können: „Dabei bauen wir auf unsere Erfahrungen aus über 500 erfolgreichen Exoskelett-Projekten, unter anderem in der Automobilindustrie und im Handwerk. Das Potenzial für Lösungen, die die körperliche Belastung der Mitarbeitenden reduzieren, ist in der Bauindustrie sehr hoch. Dieses Standbein wollen wir in den kommenden Jahren gemeinsam ausbauen." Der Unternehmensbereich Ottobock Industrials entwickelt seit 2012 industrielle Exoskelette der Paexo-Produktpalette.

Als erstes gemeinsames Produkt will Hilti im Herbst 2020 das EXO-O1 auf den Markt bringen. Es handelt sich um ein passives Modell, das keine Energiezufuhr benötigt: Das Gewicht der Arme wird über die Armschalen mit Hilfe mechanischer Seilzugtechnik auf die Hüfte abgeleitet. Dies soll die Spitzen-Belastung der Muskulatur reduzieren und die Schulter gemäß unabhängigen Studien und Untersuchungen von Ottobock um bis zu 47% entlasten.

Exoskelette können einen erheblichen Beitrag zum Arbeits- bzw. Gesundheitsschutz leisten - insbesondere bei Arbeiten im Überkopf- und Überschulterbereich. Zudem wird die Ermüdung verringert. Dadurch lassen sich solche Arbeiten auch über längere Zeit und somit deutlich produktiver ausführen. Langfristig kann die präventive Entlastung zur Reduzierung von arbeitsbedingten Muskel- und Skelett-Erkrankungen im Schulterbereich beitragen. Diese sind in der Baubranche ein häufiger Grund für Arbeitsunfähigkeit und damit ein bedeutender Kostenfaktor für Unternehmen und Gesundheitssysteme.

Weitere Informationen zu Exoskeletten in der Bauindustrie können per E-Mail an Hilti bzw. per E-Mail an Ottobock angefordert werden.

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