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Wacker und KIT gründen Innovationsplattform ChangeLab! für nachhaltiges Bauen


  

(26.7.2020) Der Münchner Wacker-Konzern unterstützt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beim Aufbau einer Innovationsplattform für nachhaltiges Bauen. Eine entsprechende Vereinbarung gaben beide Partner Mitte Juli bekannt. Das Förderprojekt „ChangeLab! Wacker / KIT Innovation Platform for Pioneering Sustainable Construction“ richtet sich sowohl an KIT-Studenten als auch an Architekten, Ingenieure und Bauexperten, die sich über neue Ideen und Denkansätze in den Bereichen ...

  • Materialentwicklung und
  • kreislaufgerechte Konstruktion

... informieren und austauschen möchten. Vorgesehen sind öffentliche Vorträge, Symposien und Ideenwettbewerbe.

Vorrangiges Ziel der Innovationsplattform ist es, Akteure der verschiedensten Stufen der Bauwertschöpfungskette stärker mit der Forschung zu vernetzen. Veranstaltungen wie beispielsweise das Symposium „grow.build.repeat.“, welches derzeit für den 3./4. Dezember 2020 an der KIT-Fakultät für Architektur geplant ist, sollen den Austausch zur Bioökonomie im Bauwesen voranbringen und die Vernetzung zwischen Baumaterialindustrie, Architektur und Bauforschung fördern. Im Mittelpunkt steht das Innovationspotenzial von regenerativen Baumaterialien und deren Konstruktionsprinzipien im Bauwesen.

Der Münchner Chemiekonzern Wacker erhofft sich von der Zusammenarbeit mit dem KIT wichtige Impulse. „Auch in Coronazeiten hat das Thema Nachhaltigkeit für uns einen sehr hohen Stellenwert“, betont Peter Summo, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Polymers. „Wir wollen bewusst ein Zeichen für die Entwicklung nachhaltiger Technologien im Bausektor setzen. Das Thema ist für uns von strategischer Bedeutung.“

Mit nachhaltigen Produkten beschäftigt sich der Chemiekonzern seit Jahren. Der Geschäftsbereich Wacker Polymers, weltweit führend bei Bindemitteln auf Basis von Vi­nylacetat-Ethylen-Copolymeren, nutzt beispielsweise biobasierte Essigsäure aus der Holzindustrie zur Herstellung von Bindemitteln für Innenwandfarben. „Um solche nachhaltigen und innovativen Konzepte zu entwickeln, sind wir auch auf den Austausch mit den Fachleuten entlang der gesamten Wertschöpfungskette angewiesen“, betont Summo. „Die ChangeLab!-Plattform schafft für einen solchen Austausch zwischen allen Beteiligten ideale Bedingungen.“

Projektpartner der Innovationsplattform auf der KIT-Seite ist die Professur Nachhaltiges Bauen am Institut Entwerfen und Bautechnik der Architektur-Fakultät. Seit 2017 befasst sich die Professur unter Leitung von Professor Dirk E. Hebel mit nachhaltigen Materialressourcen und kreislaufbasierten Konstruktionsprinzipien in Forschung und Praxis. „Der Klimawandel und die Frage, wie wir in Zukunft mit immer knapper werdenden Ressourcen umgehen wollen, müssen zu zentralen Themen im alltäglichen Denken, Handeln und Bauen unserer Disziplin werden“, betont Prof. Hebel. Deshalb sei es wichtig, durch die Entwicklung neuer Materialien und Konstruktionsprinzipien die Palette an Möglichkeiten für Architekten und Bauingenieure zu erweitern und gleichzeitig den Kreislaufgedanken voranzutreiben, beispielsweise durch den Einsatz biotischer Baumaterialien. „Dass wir Wacker für unsere ChangeLab!-Plattform gewinnen konnten, ist ein großer Gewinn für die Arbeit an unserer Fakultät und eine große Inspirationsquelle für alle, die sich mit der Zukunft des Bauens beschäftigen wollen“, betont Prof. Hebel.

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