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Trockene Heizluft schafft Gesundheitsprobleme

(1.12.2006) Wenn im Winter die Wohnungen beheizt werden, wird die Luft in den Räumen, relativ gesehen, trockener. Es entsteht die bekannte trockene Heizluft. Viele Personen verstehen die Gesetzmäßigkeit nicht und glauben, dass durch vermehrtes Lüften im Winter die Luftfeuchtigkeit in geheizten Räumen aufgrund der hohen Außenfeuchte erhöht werden könne. Diese Auffassung ist falsch, denn die Erwärmung der kalten Außenluft im Inneren von Gebäuden führt immer zu einer erheblichen Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit, mag diese zuvor im Freien noch so hoch gewesen sein (90% und mehr).

Luftbefeuchter, Luftfeuchtigkeit, Raumklima, trockene Heizungsluft, Lüften, Raumlufttechnik, Atemwegserkrankung, Atemwegserkrankungen, Schleimhäute, trockene Raumluft, Fachinstitut Gebäude-Klima e.V.Ein Erwachsener benötigt pro Tag zwischen 11.500 und 14.500 Liter Atemluft, was bis zu 20.000 Ein- und Ausatmungsvorgänge über die Nase und den Rachenraum erfordert. Da trockene Raumluft die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport behindert, kommt es leicht zu Unwohlsein, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Zudem steigt bei trockener Raumluft die Anfälligkeit für Infektionen und Atemwegserkrankungen. Was mit einem leichten Husten oder Schnupfen beginnt, kann sich schnell zu einer handfesten Erkältungserkrankung entwickeln. Und gerade im Winter ist es keineswegs nur die Abkühlung des Körpers, die der Widerstandskraft schadet. Vielmehr ist heute nachgewiesen, dass die Austrocknung der Schleimhäute in Folge zu trockener Raumluft für die deutlich erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Atemwegserkrankungen verantwortlich ist.

Zur Vermeidung dieser Anfälligkeit und zur richtigen Gesundheitsvorsorge empfiehlt Prof. Dr.-Ing. Pfeiffenberger, Vorsitzender des Fachinstitutes Gebäude-Klima e.V., Bietigheim-Bissingen, in Wohn- und Büroräumen eine relative Raumluftfeuchte zwischen 40 und 50 Prozent. Um diese Werte gerade in der Heizperiode einzuhalten, sind Luftbefeuchter erforderlich, wobei man jedoch, so Prof. Pfeiffenberger, nur hygienisch unbedenkliche Geräte, beispielsweise elektrische Dampfbefeuchter, einsetzen sollte. Die Notwendigkeit zum Befeuchten der Luft beginnt übrigens bei Außentemperaturen um 4°C.

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