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Holz - die nachwachsende Energiequelle auf der LIGNA+ 2007

Holzpellets, Holzpelletheizung, erneuerbare Energien, nachwachsende Energiequelle, Pelletkessel, Brennstoff Holz, fossile Energieträger, Energiesparvorschriften(1.12.2006) Schon eine "relativ kleine Energiekrise" mit neuen Rekord-Preisen für das Barrel Rohöl hat die Gewichte deutlich verschoben. Holz als erneuerbarer, immer wieder nachwachsender Energieträger ist in die öffentliche Diskussion gerückt. Die Produktionsanlagen der Pellet-Kessel-Hersteller laufen auf Hochtouren. Die Preise für die kleinen Holzpresslinge folgen marktwirtschaftlichen Gesetzen - aktuell meist nach oben. Und überall werden neue Produktionskapazitäten für Holzpellets aufgebaut. Gelegentlich wird sogar diskutiert, ob man den Rohstoff Holz überhaupt direkt verbrennen darf - oder erst, nachdem er stofflich genutzt wurde. Diese hochaktuellen Themen sind auch Gegenstand der LIGNA+ HANNOVER 2007, die vom 14. bis 18. Mai stattfindet. Im Freigelände und unter dem EXPO-Dach zeigen zahlreiche Aussteller, wohin der Trend geht. Kongresse und Fachvorträge vertiefen diese Thematik auf der Messe.

Viel mehr als alle global-ökologischen Betrachtungen hat die Preis-Konkurrenz der fossilen Energieträger mit dem nachwachsenden Rohstoff aus dem Wald eine Trendwende in der Entwicklung gebracht. Der wichtigste Aspekt darf dabei aber nicht aus den Augen verloren gehen: Die Verbrennung von fossilen, nicht erneuerbaren Energieträgern belastet unser Klima durch die entstehenden Treibhausgase. Fast alle Nationen der Welt verpflichteten sich, den Ausstoß von Kohlendioxid, das durch Autoabgase ebenso in die Umwelt gelangt wie durch Schlote von Kraftwerken oder aus Schornsteinen von Industriebetrieben und Wohngebäuden, deutlich zu senken. Viele Gipfeltreffen und internationale Vereinbarungen haben immer strengere Regeln zur weltweiten Reduzierung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) und anderen "Klimakillern" gebracht, die mit nationalen Gesetzen und Verordnungen umgesetzt werden müssen.

Wer heute einen Neubau plant, ein Haus oder eine Wohnanlage sanieren will, bekommt die Auswirkungen dieser Bemühungen in vielen Ländern Europas zu spüren. Nationale Energiesparvorschriften sorgen dafür, dass für den Betrieb eines Hauses, also das Beheizen über einen Zeitraum von 50, 60 oder sogar 100 Jahren, nur noch ein Minimum an Energie nötig ist. Gute Wärmedämmungen sorgen bei modernen Neubauten also für einen geringen Energieverbrauch - und damit für eine geringere Umweltbelastung durch Treibhausgase.

CO₂ im Kreislauf

Die Energie, die im Brennholz steckt, ist gespeicherte Sonnenenergie. Darin unterscheidet sich das Holz nicht vom Heizöl oder von der Kohle, die aus fossilen Resten Jahrmillionen alter organischer Substanz entstanden sind. Auch bei der Verbrennung von Holz wird, wie bei der Verbrennung von Heizöl, Kohlenstoff als CO₂ freigesetzt. Es dringt jedoch nur so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre, wie die Natur beim Wachstum des Holzes im Wald gespeichert hat. Der Vorteil der Holzverbrennung liegt darin, dass nachwachsende Bäume im Wald diesen Kohlenstoff benötigen, um daraus mit der Hilfe des Sonnenlichtes wieder neues Holz zu produzieren. Der Kohlenstoff (CO₂) befindet sich also hier in einem geschlossenen Kreislauf. Das gilt natürlich nur, weil Europas Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden. Und das ist der große Unterschied zur Verbrennung von fossilen Energieträgern, bei denen der Kohlenstoff, der in uralten Zeiten in fossiler Biomasse gebunden wurde, heute wieder in ungeheuren Mengen freigesetzt wird.

Holz als nachwachsende Energie - das soll als eines der großen Leitmotive die LIGNA+ HANNOVER 2007 mit Angeboten zu allen Aspekten und Technologien dieser Art der Holznutzung durchziehen. Kritische Äußerungen aus der Holz verarbeitenden Industrie, die mit dem Kostendruck durch den Pelletverbrauch auf die Rohstoffe aus dem Wald zurechtkommen muss, werden dafür sorgen, dass dieses spannende Thema intensiv und auch ganz sicher kontrovers diskutiert wird. Denn Holz als erneuerbare Energie ist durch die weltweite Verknappung fossiler Brennstoffe und deren rasanten Preisanstieg in den Fokus von öffentlicher und privater Diskussion gerückt.

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