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Emissionen von Feuerstätten: Entscheidend ist nicht der Preis, sondern die Technik

(29.11.2007) In einigen Medien und Werbeblättchen wird immer noch darüber "aufgeklärt", dass aufgrund der geplanten BImSchV-Novelle vor allem preiswerte Feuerstätten für feste Brennstoffe mit einem Rußfilter nachgerüstet oder stillgelegt werden müssten. Wiederholt wurde dabei ein Preis von 150 Euro für Kaminöfen aus dem Baumarkt genannt und deren Emissionsverhalten in Frage gestellt. Allerdings ist nicht der Preis für eine Feuerstätte, sondern die Konstruktion des Gerätes in erster Linie ausschlaggebend für das Emissionsverhalten.

Grundsätzlich wird jedes häusliche Festbrennstoffgerät, das neu auf den Markt kommt, einer Typenprüfung unterzogen, die auf den aktuellen DIN- und EN-Normen für Festbrennstoffgeräte basieren. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein preisgünstiges Gerät aus dem Baumarkt oder ein Design-Modell aus dem Kaminstudio handelt. Entscheidend für die Höhe der Emissionen sind u.a. die verwendeten Materialien sowie die Geometrie des Feuerraumes und die richtige Verbrennungsluftzuführung in den Feuerraum. Diese Parameter sind jedoch nicht vom Anschaffungspreis, sondern von der Konstruktion des Gerätes abhängig.

Gemessen werden bei der Typenprüfung auch die Emissionen von Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen und Partikeln. Des Weiteren wird der Wirkungsgrad der Feuerstätte bestimmt.

Die Geräteprüfung erfolgt in jedem Fall herstellerneutral in einer der sieben unabhängigen und staatlich benannten deutschen oder einer der europäischen Prüfstellen für Feuerstätten.

Damit Endverbraucher, Schornsteinfeger und Behörden das Einhalten der geplanten Emissionsgrenzwerte einzelner Feuerstätten und die sich daraus ergebenden Maßnahmen und Möglichkeiten abfragen können, will der HKI-Verband ab 2008 eine entsprechende Online-Datenbank anbieten.

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