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VBH erwirtschaftet trotz Umsatzrückgang wieder positives Vorsteuerergebnis

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(7.4.2014) Die VBH Holding AG, Europas größtes Handelshaus für Fenster- sowie Türbeschläge, erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Konzernumsatz von 692,4 Mio. Euro. Der Umsatz lag damit um 7,3% unter dem Vorjahr (2012: 746,6 Mio. Eu­ro). Der Umsatzrückgang sei dem Vernehmen nach zurück­zuführen im Wesentlichen ...

  • auf allgemein schwächelnde Märkte in Ost- und Westeuropa sowie
  • auf eine mit Schwierigkeiten behaftete EDV-Umstellung in Deutschland - heißt es seitens VBH

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) stieg laut Pressemitteilung um 17,7 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro (2012: -14,5 Mio. Euro) und sei nach zwei Verlustjahren und einer Portfoliobereinigung wieder deutlich positiv. Dabei seien mit Ausnahme von Deutsch­land und der Türkei in allen Marktsegmenten die erwarteten Ergebnisse erwirtschaftet worden.

Das Ergebnis des Konzerns, der  2014 nicht wie gewohnt auf der fensterbau/frontale vertreten war, sei vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) um 13,0 Mio. Eu­ro von 3,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 16,7 Mio. Euro gestiegen - und das operative Be­triebsergebnis (EBIT) um 16,5 Mio. Euro von -4,6 Mio. auf 11,9 Mio. Euro. Das Ergeb­nis nach Steuern (EAT) verbesserte sich den Angaben zufolge von -17,6 Mio. auf -6,7 Mio. Euro, beeinflusst durch die Ausbuchung in den Vorjahren gebildeter laten­ter Steuern. Die Eigenkapitalquote im Konzern habe zum Jahreswechsel bei 26,1 Pro­zent nach 29 Prozent im Vorjahr gelegen; der operative Cashflow wird für 2013 mit 15,2 Mio. Euro angegeben - nach 18,4 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Aktienkurs der VBH Aktie stieg im Vorjahresvergleich um 9,8 Prozent auf 2,58 €. Der Streubesitz von VBH Aktien beträgt unverändert ca. 28 Prozent. Die durchschnitt­liche Mitarbeiterzahl im Konzern ging von 2.763 Mitarbeitern auf 2.522 Mitarbeiter zu­rück. Dies sei primär auf die Aufgabe der asiatischen Märkte sowie die abgeschlosse­nen Restrukturierungen und die Anpassung an rückläufige Märkte zurückzuführen.

Ausblick 2014

Das Geschäftsjahr 2014 ist Unternehmensangaben zufolge in den ersten beiden Mona­ten mit einer deutlich über den Erwartungen liegenden Umsatz- und Ergebnisentwick­lung gestartet. Für das laufende Jahr 2014 rechnet der Vorstand der VBH Holding AG in Zentralosteuropa mit stabilen Märkten und soliden Ergebnissen. Eine Herausforde­rung werde hier der zunehmende Preisdruck durch türkische und chinesische Importe im Billigsegment sein. Starke Unsicherheiten in der Ukraine, in Russland und der Tür­kei ließen für diese Märkte keine Prognose zu. In Westeuropa scheint die Talsohle er­reicht zu sein. Darüber hinaus nimmt VBH erste Wachstumssignale in Großbritannien und Irland wahr. In Lateinamerika versprechen die kleinen Landesgesellschaften wei­terhin Wachstumspotenziale.

Die Rahmenbedingungen in Deutschland, dem mit 54% Umsatzanteil im Konzern wich­tigsten Markt, bleiben auch 2014 mit einer niedrigen Arbeitslosenquote und niedrigen Zinsen grundsätzlich günstig. Jedoch nehmen Fensterimporte aus Polen, Slowenien und Rumänien zu, während es gleichzeitig für deutsche Hersteller schwieriger wird zu exportieren. Nachdem die Einführung der ERP-Software abgeschlossen ist, will sich VBH wieder verstärkt auf den Markt konzentrieren und „mit Experten-Know-how und innovativen Dienstleistungen seine Kunden unterstützen und Marktanteile zurückge­winnen“.

Dazu zählt unter anderem die Systemplattform CE-fix, die über die CE-Kennzeichnung hinaus ein umfangreiches Ser­viceangebot zur Bauprodukteverordnung bietet: Aktuell stünden 187.000 Prüfberichte und alle notwendigen tech­nischen Dokumentationen für die Kunden in 10 Sprachen zur Verfügung - zur Erinnerung siehe auch Baulinks-Beitrag „CE-Nachweis für Holzfenster und Holzhaustüren per Inter­net“ vom 31.3.2008.

Über einen Premium-Zugang seien zusätzlich erweiterte Wärmeberechnungen für Fenster- und Türkonstruktionen aus Holz sowie Holz-Metall möglich. Gleichzeitig will VBH neue Wege in der direkten Kundenansprache gehen und plant mit einem „VBH Technikforum“ mehrere zielgerichtete Veranstaltungen für Entscheidungsträger und Anwender in unterschiedlichen Regionen Deutschlands.

Neben dem geplanten Ausbau der Eigenmarken greenteQ und systeQ auf einen Konzernumsatzanteil von über 10 Prozent sollen technische Weiterentwicklungen, wie zum Beispiel des Fenstergriffs SENSO mit integrierter Alarm- und Klimafunktion, vorangetrieben werden. Zusätzliche Sensoren sollen diesen zum Impulsgeber für Smart-Home-Lösungen für die Wohnungs­wirtschaft und Heizungssteuerung erweitern - siehe Beitrag „Premiere: Fenstergriff „Senso“ von VBH mit in­tegrierter Alarm- und Raumklimafunktion“ vom 19.9.2013. VBH will die Stärkung der Eigenmarken 2014 konsequent umsetzen und auch deren Durchdringung in den internationalen Märkten weiter forcieren.

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