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Bodewig: Der Immobilienmarkt ist uneinheitlich

(8.5.2001) Rede des Bundesministers für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig anlässlich der 8. Handelsblatt-Immobilientagung "Wohnungs- und Städtebautagung"

"Der Immobilienmarkt ist uneinheitlich. Während er in Ostdeutschland zum Teil von Leerstand geprägt ist, zieht er in einigen westdeutschen Ballungsräumen wieder stark an", sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig vor Experten auf einer Immobilientagung in Berlin. Um Wohnungsknappheit vor allem in den Ballungsräumen zu vermeiden, würden in den nächsten Jahren jährlich 380.000 neue Wohnungen gebraucht. Im letzen Jahr seien etwa 423.000 an den Markt gekommen. In diesem Jahr liegt die Zahl vermutlich spürbar darunter. "Wir setzen uns für eine Verstetigung des Wohnungsbaus ein", sagte der Minister. Dabei sei das Umfeld für den Einstieg in Immobilien sehr gut. Die Zinssätze lägen mit 5,5-6,4% für 10-jährige Hypotheken auf sehr niedrigem Niveau. Die Preise seien günstig.

Hinzu komme, dass die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau mit einem 5-Punkte-Programm deutlich verbessert habe:

  1. Reform des sozialen Wohnungsbaus. Dabei geht es vor allem darum, Effizienz und Zielgenauigkeit der Förderung zu erhöhen.
     
  2. Förderung des Wohneigentum. Die Eigenheimzulage wurde stärker auf Familien zugeschnitten, d.h. sozial treffsicherer gemacht.
     
  3. Senkung der Bau- und Nebenkosten . Durch eine Senkung der Objektpreise auf 300.000 DM könnten jährlich etwa 100.000 junge Mieterhaushalte zusätzlich Wohneigentum erwerben. Deshalb startet eine Initiative preiswertes und ökologisches Bauen.
     
  4. Bestandssicherung von Wohnraum. Bis zum Jahr 2005 werden jährlich 400 Millionen Mark zur Finanzierung eines Altbau-Modernisierungs-Programms zur Verfügung gestellt. Das Darlehensvolumen liegt bei etwa 10 Milliarden Mark. Damit können rund 330.000 Wohnungen saniert und modernisiert werden.
     
  5. Unterstützung des Strukturwandels in den neuen Ländern.1 Millionen leerstehender Wohnungen belasten den Markt sehr stark. Zur Zeit werden mit den Ländern Gespräche über Ergebnisse der sogenannten Leerstandkommission geführt.

Darüber hinaus unterstützt die Bundesregierung nach Angaben Bodewigs weiterhin Investitionen in die Entwicklung der Städte. "Die Städtebauförderung mit jährlich 700 Millionen Mark und das Programm "Die Soziale Stadt" mit 150 Millionen Mark sind hierfür die zentralen Instrumente", sagte der Minister.

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