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Warmes Wasser im Haus - Welches ist das richtige System?

(2.7.2001) Durchlauferhitzer liefern kontinuierlich, ohne Wartezeit, warmes Wasser. Die Leistung dieser Geräte bestimmt, wie viel Wasser bei einer bestimmten Temperatur gezapft werden kann. Ein 23-kW-Gerät liefert zum Beispiel 11 Liter warmes Wasser pro Minute mit einer Temperatur von 40° Celsius. Bei Durchlauferhitzern wird das Wasser erwärmt, während es in einer Rohrschlange durch das Gerät fließt. An einen Durchlaufwassererhitzer können mehrere Entnahmestellen angeschlossen werden. Die Geräte bieten sich vor allem für eine Warmwasserversorgung mit kurzen Versorgungsleitungen an, zum Beispiel in einer Wohnung mit nah beieinanderliegenden Entnahmestellen.

In Warmwasserspeichern wird eine bestimmte Menge Warmwasser aufgeheizt und bereitgehalten. Deshalb stehen - je nach Speichervolumen - für eine schnelle Entnahme relativ große Warmwassermengen (15 bis 20 Liter pro Minute) zur Verfügung. Ist der Speicherinhalt entnommen worden, dauert es eine gewisse Zeit, bis das zugelaufene Kaltwasser wieder erwärmt ist. Die Speichergröße muss deshalb genau auf den Warmwasserbedarf abgestimmt sein. Als Anhaltswert wird ein Volumen von 30 bis 50 Litern pro Person als ausreichend angesehen. Das Speicherverfahren wird in zwei Varianten angeboten:

  • Direkt beheizte Speicher (Gas-Vorratswasserheizer) sind mit einem Gasbrenner ausgestattet.
  • Bei indirekt beheizten Speichern sorgt die Heizung über einen zweiten Heizkreislauf mit Wärmetauscher für die Erwärmung des Speichers.

Im Einfamilienhaus sind diese indirekt beheizten Speicher die Regel, denn bei diesem System ist nur ein Wärmeerzeuger für Heizung und Warmwasser notwendig. Für ein System mit Warmwasserspeicher spricht zudem, dass Wärme aus Solarkollektoren eingekoppelt werden kann. Zudem bietet sich der Anschluss von Wasch- und Spülmaschine an den Warmwasserspeicher an. Geringere Energiekosten und kürzere Arbeitszeiten dieser Geräte sind die Folge.

Bei der Auswahl des richtigen Systems wird auch die Entscheidung über den Energieträger getroffen. Insbesondere bei den Durchlauferhitzern werden gas- und strombetriebene Systeme angeboten. Es sollten dabei neben Komfort- und Umweltaspekten auch die Kosten berücksichtigt werden. Neben den Anschaffungskosten für die Geräte sind vor allem die Energiekosten relevant. Denn sie fallen nicht einmalig an, sondern belasten Jahr für Jahr die Haushaltskasse. Da die Energiekosten bei Erdgas günstiger sind als bei Strom, geht der Preis für die beste Wirtschaftlichkeit an die Erdgassysteme. Auch aus ökologischen Gründen ist die Warmwasserbereitung mit Erdgas die bessere Wahl. Strom ist eine Sekundärenergie und muss im Gegensatz zu Erdgas erst erzeugt werden. Bei der Umwandlung in Strom fallen in Deutschland rund 60 Prozent Verluste an und der Kohlendioxid-Ausstoß ist im Vergleich zu einem Erdgas-Wärmeerzeuger bis zu 4-mal höher.

Für einen Kubikmeter Trinkwasser sind bundesweit durchschnittlich 2,95 Mark (einschl. MWSt., ohne Grundpreis) zu zahlen. Daraus ergeben sich für eine Dusche (50 Liter) Wasserkosten in Höhe von 15 und für ein Vollbad (120 Liter) von 35 Pfennigen. Als Energiebedarf wurden für das erdgasbetriebene System 2,42 kWh (Dusche) und 5,80 kWh (Vollbad), beim elektrisch betriebenen System 1,69 kWh (Dusche) und 4,05 kWh (Vollbad) angenommen. Daraus resultieren beim Vollbad Gesamtkosten in Höhe von 1,50 Mark bei elektrischer Warmwasserbereitung gegenüber 75 Pfennigen bei der Warmwasserbereitung mit Erdgas. Beim Duschen betragen die Kosten 63 Pfennige (Strom) beziehungsweise 32 Pfennige (Gas) - das entspricht einer Ersparnis von 113 DM pro Jahr für eine Person, die täglich einmal duscht. (Die Energiekosten wurden auf Basis der Preise vom Januar 2001 berechnet.) Für Erdgas sprechen außerdem die Umweltvorteile: Die Verbrennung ist schadstoffarm, und Erdgas muss nicht, anders als Strom, in Sekundärenergie umgewandelt werden.

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