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Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB): Kommunale Abwasserentsorgung hat Spitzenniveau erreicht

(1.8.2001) "Aufgrund der erheblichen Investitionen der Städte und Gemeinden in den vergangenen Jahren hat die Abwasserentsorgung in Deutschland ein hohes Qualitätsniveau erreicht", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg am 26. Juli 2001 in Berlin. 95% der deutschen Bevölkerung sind mittlerweile an das Kanalnetz der öffentlichen Abwasserentsorgung angeschlossen (Portugal zum Vergleich: 25 %), 93 % der Bevölkerung an öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen.

Die Investitionen der kommunalen Abwasserentsorgung betrugen im Jahr 2000 rund 13 Milliarden DM. Pro Einwohner wurden damit etwa 170 DM/Jahr in die Erneuerung und Modernisierung von Abwasseranlagen investiert. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit ist mit einem Anteil von ca. 70 % die Erneuerung sowie der weitere Ausbau der Kanalnetze, welche in Deutschland pro Jahr rund 10 Milliarden Kubikmeter Abwasser durchleiten.

Trotz dieser Investitionen sowie dem fortlaufenden Sanierungsbedarf im Bereich der Kanalnetze, der auf ca. 100 Milliarden DM geschätzt wird, bleibt der Aufwärtstrend der Abwassergebühren in Deutschland gebremst. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund geht auch für das Jahr 2001 von rückläufigen Gebührenerhöhungen aus. Bereits im Jahr 2000 betrug die Steigerungsrate lediglich 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und lag damit unter der Inflationsrate von 0,6 %.

"Nahezu 80 % der Kommunen haben ihre Abwassergebühren im vergangenen Jahr nicht erhöht, wobei 25 % der Kunden sogar niedrigere Abwassergebühren als im Vorjahr verzeichnen konnten.", so Landsberg. Der Bundesbürger habe danach ca. 220 DM im Jahr für die Ableitung und Behandlung seines Abwassers bezahlt. Dieses bedeute eine Belastung von etwa 60 Pfennig pro Tag, also nicht einmal dem Preis von zwei Brötchen.

Landsberg: "Abwasserentsorgung ist ein Beitrag zu aktivem Umweltschutz sowie zur Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen". Daher werde es auch in Zukunft trotz erheblicher finanzieller Belastungen der Kommunen ein anhaltend hohes Investitionsniveau der öffentlichen Abwasserentsorger geben, um dauerhaft das ordnungsgemäße und umweltgerechte Sammeln, Ableiten und Behandeln aller anfallenden Abwässer zu gewährleisten.

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