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Wohnsituation in Deutschland: Mietanstieg gebremst, Angleichung zwischen Ost und West

(11.10.2001) In Westdeutschland sind die Mieten im Jahr 2000 nur noch gering, in Ostdeutschland gar nicht mehr gestiegen. Da die Haushaltseinkommen in Deutschland stärker zugenommen haben als die Mieten, ist die Mietbelastungsquote erstmals seit der Vereinigung leicht gesunken: Die Haushalte gaben im Jahr 2000 rund ein Viertel ihres Einkommens für die Kaltmiete aus. In seinem aktuellen Wochenbericht 41/2001 kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) auch zu dem Ergebnis, dass die Wohnzufriedenheit der Hauptmieter in Ostdeutschland inzwischen fast ebenso hoch ist wie in Westdeutschland.

Details:

  • Die durchschnittliche Bruttokaltmiete erhöhte sich in den alten Ländern um knapp 1 % gegenüber dem Vorjahr und betrug im vergangenen Jahr 11,41 DM/qm. In Westdeutschland gab es auch in den Ballungsgebieten mit 500.000 und mehr Einwohnern eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt: Selbst hier gab es nur geringe Mieterhöhungen.
  • In den neuen Ländern verharrte sie mit 10,08 DM auf dem Niveau von 1999. Das Wohnungsangebot übertrifft hier inzwischen deutlich die Nachfrage. Insbesondere das hohe Mietenniveau in den Neubauten (1991 und später) konnte nicht gehalten werden.
     
  • In Westdeutschland erhielten im vergangenen Jahr 5 % aller Mieterhaushalte Wohngeld,
  • in Ostdeutschland waren es doppelt so viele. Die Einkommenssituation ist dort noch immer schlechter: Das um Haushaltgrößen-Unterschiede bereinigte Haushaltsnettoeinkommen errreichte lediglich 81 % des westdeutschen Vergleichswertes. Das DIW Berlin geht davon aus, dass mit der Wohngeldreform, die Anfang 2001 in Kraft trat, mehr einkommensschwache Haushalte in Westdeutschland wohngeldberechtigt werden und zielgenau die überdurchschnittlichen Mietbelastungsquoten der einkommensschwachen Haushalte sinken werden.
     
  • Die Wohnverhältnisse haben sich in Ostdeutschland erheblich verbessert. 55 % der Hauptmieter beurteilen den Zustand des von ihnen bewohnte Gebäudes als "gut", 35 % mit "teilweise renovierungsbedürftig".
  • In Westdeutschland fiel die Beurteilung nur noch wenig besser aus. Lediglich der Anteil der als "ganz renovierungsbedürftigen" Gebäude ist in den neuen Ländern mit 10 % mehr als doppelt so hoch wie in den alten Ländern.

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