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Mieten steigen wieder stärker // Verteuerung der Wohnnebenkosten verlangsamt

(12.1.2003) Die Wohnungsmieten haben sich im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent verteuert und bewegen sich damit wieder im Gleichschritt mit der allgemeinen Inflationsrate, die 2002 ebenfalls 1,3 Prozent betrug. In den Jahren 2000 und 2001 hatten die Mietpreisanstiege mit 1,2 Prozent bzw. 1,1 Prozent noch deutlich unter dem Anstieg der Lebenshaltungskosten von 1,9 Prozent bzw. 2,5 Prozent gelegen. Der Anstieg der Wohnnebenkosten hat sich dagegen weiter verlangsamt: Mit 1,3 Prozent lag er 2002 ebenso hoch wie die (Nettokalt-)Mieten. In den drei Jahren zuvor hatten sich die Nebenkosten um 1,6 Prozent (2001), 2,0 Prozent (2000) bzw. 1,8 Prozent (1999) verteuert. Darauf hat das ifs Städtebauinstitut in Berlin hingewiesen.

Dr. Stefan Jokl, Leiter des Instituts: "Bei den Mieten macht sich inzwischen die zunehmende Verknappung des Wohnungsangebotes durch den Einbruch beim Neubau bemerkbar. Die Beschleunigung der Preissteigerung von 1,1 auf 1,3 Prozent erscheint auf den ersten Blick gering. Man muß aber berücksichtigen, dass es sich hierbei um einen statistischen Durchschnittswert handelt. In vielen Regionen haben die Mieten bereits deutlich stärker angezogen."

Bei den Wohnnebenkosten müsse man berücksichtigen, dass es sich um eine Preisberuhigung auf relativ hohem Niveau handele. In den vorangegangenen Jahren seien die Wohnnebenkosten erheblich stärker gestiegen als die Lebenshaltungskosten und auch die Mieten. Insoweit sei der moderate Anstieg im vergangenen Jahr für Mieter und Wohnungseigentümer nur ein relativ schwacher Trost.

"Preistreiber" bei den Nebenkosten seien im vergangenen Jahr der Strom mit einem Anstieg um 4,5 Prozent (2001: 4,0 Prozent) und die festen Brennstoffe mit einem Anstieg um 2,7 Prozent (2001: 1,2 Prozent) gewesen. Dagegen seien die Preise für flüssige Brennstoffe, insbesondere Heizöl, nach dem drastischen Anstieg im Jahr 2000 erneut um 9,5 Prozent gesunken (2001: -6,0 Prozent). Auch die Preise für Gas seien mit -5,2 Prozent (2001: +21,4 Prozent) rückläufig gewesen.

Überproportional hätten sich dagegen die Gebühren für die Müllabfuhr um 1,6 Prozent (2001: 2,8 Prozent) und Abwasser um 1,5 Prozent (2001: 1,3 Prozent) verteuert. Unterdurchschnittlich gestiegen, um 0,9 Prozent (2001: 1,1 Prozent), seien dagegen die Gebühren für die Frischwasserversorgung.

Spitzenreiter im längerfristigen Vergleich seien nach Feststellung des Städtebauinstituts – trotz des Rückgangs in den Jahren 2001 und 2002 – weiterhin die Heizölkosten mit einem Anstieg um 56,0 Prozent seit 1998 vor den Gaskosten mit 31,0 Prozent und den Müllabfuhrgebühren mit 9,1 Prozent. In diesem Zeitraum hätten sich die Wohnnebenkosten insgesamt um 6,8 Prozent verteuert und damit erheblich stärker als die (Nettokalt-)Mieten mit 4,8 Prozent. Der Anstieg der Nettokaltmieten habe damit auch unter der Verteuerung der Lebenshaltungskosten von 6,5 Prozent gelegen.

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