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Joboffensive 2004: Immobilienunternehmen melden fast 700 freie Stellen

(29.9.2004) Im Frühsommer hatte die Immobilien Zeitung die Joboffensive 2004 gestartet, nun liegen die Ergebnisse vor: Die 140 befragten Unternehmen der Immobilienbranche bieten zusammen derzeit 684 freie Stellen an.

Ziel der Joboffensive ist es, Personal suchende Unternehmen schneller mit Bewerbern zusammenzubringen. Das Projekt wird gemeinsam getragen von Hochtief Projektentwicklung, Eurohypo, Bernd Heuer & Partner Human Resources, CB Richard Ellis, Commerz Grundbesitz Gruppe, Messe München, Catella Eureal, Atis Real Müller sowie der Immobilien Zeitung. Teilgenommen haben 549 Studierende, davon 213 Frauen, sowie 140 Unternehmen, die insgesamt fast 89.000 Mitarbeiter beschäftigen, mehr als 31.000 davon rein immobilienwirtschaftlich. Die Ergebnisse zu Personalbedarf, geforderten Qualifikationen sowie gezahlten Gehältern liegen nun mit dem "IZ-Karriereführer 2004 für die Immobilienwirtschaft" vor.

Jedes zweite Unternehmen signalisiert Personalbedarf

Im Gegensatz zu den letztjährigen Umfrageergebnissen lassen die aktuellen Unternehmensangaben Anzeichen einer Kehrtwende erkennen. Vorsichtiger Optimismus ist angebracht. Unter den an der IZ-Umfrage beteiligten 140 Branchenunternehmen findet sich erstmals wieder eine knappe Mehrheit, die von steigendem Personalbedarf ausgeht: 49% der befragten Personalchefs äußern sich in diese Richtung. Nur gut 5% ziehen dezidiert rückläufige Mitarbeiterzahlen ins Kalkül.

Von den beteiligten 140 Unternehmen haben 109 ihren zusätzlichen Mitarbeiterbedarf konkret beziffert. Demnach wollen sie in den kommenden Monaten insgesamt 684 Personen neu einstellen. Die Einstellungspläne beziehen sich zu 29% auf Berufseinsteiger, zu 58% auf Mitarbeiter für den Mittelbau und zu 13% auf Führungskräfte. Aktiv sind dabei, gemessen an der absoluten Zahl der gemeldeten Vakanzen, vor allem Makler und Projektentwickler sowie - mit Abstand - Facility-Management-Anbieter. Eher zurückhaltend agieren Finanzinstitute und Verwalter.

Geeignete Mitarbeiter zu finden, erweist sich derzeit als eher einfach. Je höher die zu besetzende Position im Unternehmen angesiedelt ist, desto mehr Schwierigkeiten bereitet jedoch die Personalsuche.

Führungskräfte brauchen den Hochschulabschluss

Die Anforderungen an Bewerber sind deutlich gestiegen. Der Hochschulabschluss ist für viele Personalchefs mittlerweile selbstverständliche Voraussetzung geworden, für Führungskräfte ist er unerlässlich. Nach Tätigkeitsfeldern aufgeschlüsselt legen bei Berufseinsteigern vor allen Dingen Developer, Planer, Unternehmensberater und Finanzierer sehr großen Wert auf eine akademische Vorbildung. Immobilienverwalter und Makler erwarten dagegen überdurchschnittlich oft einen kaufmännischen Lehrabschluss in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Beim Studium selbst sollte es sich um ein immobilienwirtschaftliches oder betriebswirtschaftliches, ggf. auch um ein ingenieurtechnisches Fachstudium handeln. Wer in Führungspositionen strebt, hat mit dem Abschluss als Immobilienfachwirt oder Immobilienökonom ebenfalls sehr gute Chancen.

Viele Absolventen sind praxiserfahren

Außer ihrem Abschlusszeugnis können die meisten Studenten noch mehr vorweisen. 43% haben bereits vor dem Studium berufspraktische Erfahrungen in der Immobilienwirtschaft gesammelt, mehr als die Hälfte von diesen war dort schon länger als zwei Jahre berufstätig. Fremdsprachenkenntnisse können in der Regel vorausgesetzt werden, Englisch ist nahezu selbstverständlich. 76% der Studenten haben ein Praktikum absolviert, fast jeder vierte Studierende war als Praktikant im Ausland tätig.

Wer zahlt wieviel Gehalt?

Die Gehaltsvorstellungen auf Seiten der Studenten und die Gehaltsangebote der Unternehmen liegen 2004 wieder etwas weiter auseinander als im Vorjahr. Die Unternehmen zeigen sich in der Regel knausriger als vor zwölf Monaten; die Studierenden sehen mehrheitlich offenbar keinen Grund, Abstriche zu machen.

Das von Seite der Unternehmen offerierte Durchschnittsgehalt für Berufseinsteiger mit abgeschlossener immobilienwirtschaftlicher Fachlehre beträgt rund 28.100 EUR p.a., fast 600 EUR weniger als im Vorjahr. Mit knapp 30.000 EUR zahlen die Makler das höchste Gehalt, dicht darauf folgen Finanzinstitute und mit etwas Abstand die Entwickler. Außer diesen Teilbranchen liegt in diesem Jahr nur noch die Gruppe der sonstigen Dienstleister über dem Durchschnittswert.

Berufseinsteiger mit allgemeinem Hochschulabschluss wie BWL oder Ingenieurwissenschaften erhalten ein Durchschnittsgehalt von etwa 37.200 EUR p.a., im Vorjahr waren es 38.200 EUR gewesen. Am lukrativsten scheint der Einstieg bei Finanzierern und Maklern, die deutlich über 38.000 EUR p.a. offerieren. Die Planer markieren mit 28.600 EUR wiederum das untere Ende der Skala.

Wer als Berufseinsteiger einen immobilienwirtschaftlichen Hochschulabschluss vorweisen kann, darf mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 38.600 EUR rechnen. Hier liegen ebenfalls die Makler vorn. Hinter den angebotenen 41.100 EUR verbirgt sich jedoch eine hohe Bandbreite der Angebote. Am nächstbesten zahlen Finanzierer, Entwickler und FMDienstleister, die – so die Durchschnittswerte dieser Teilbranchen – alle über 38.500 EUR anbieten.

Die Berufseinsteiger sind in ihrer Mehrheit optimistisch

Die Erwartungen der immobilienwirtschaftlich orientierten Studenten, nach dem Abschluss unmittelbar in den gewünschten Beruf einsteigen zu können, sind weiterhin geteilt. Doch die Mehrheit, 53% der befragten 549 Studierenden, schätzt die Chance auf einen direkten Berufseinstieg mit "gut" bis "sehr gut" ein. Gleichzeitig haben 37% der Studierenden bereits Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern, und jedem fünften liegt sogar ein konkretes Stellenangebot vor.

Der Traumjob heißt "Verwaltung"

Eine Überraschung: Der Traumjob der Studenten heißt in diesem Jahr nicht mehr "Projektentwickler". Die Immobilienverwaltung konnte sich knapp vor dem traditionellen Favoriten platzieren. Beliebt sind jedoch auch Aufgaben in der Immobilienbewertung, im Research/Consulting sowie im Fondsmanagement. Ein zweiter "Favoritensturz": Hamburg und Berlin haben als präferierter Arbeitsort der Berufseinsteiger München erstmals knapp geschlagen. Der Großraum Frankfurt am Main ist deutlich hinter dieses Trio zurückgefallen. Dresden und das Ruhrgebiet finden sich abgeschlagen am Ende dieser Tabelle.

Der Analyseteil des IZ-Karriereführers 2004 informiert außerdem über folgende Themen:

  • Einstiegschancen für Akademiker
  • das Potenzial an geeigneten Mitarbeitern
  • Anforderungen an das Qualifikationsprofil auf allen Unternehmensebenen (Abschlüsse, Fremdsprachenkenntnisse, praktische Erfahrungen etc.)
  • Wege der Personalsuche
  • Beurteilung der derzeitigen Ausbildungssituation
  • aktuelles Qualifikationsprofil der Studenten
  • studentische Gehaltsvorstellungen nach besuchtem Bildungsträger, Alter, Berufserfahrung.

Buchhinweis: Der "IZ-Karriereführer 2004 für die Immobilienwirtschaft" mit allen Analyseergebnissen sowie ausführlichen Porträts der Personal suchenden Unternehmen kann gegen 49 EUR bestellt werden bei ...

siehe zudem:


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